
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
2024
Kinder von Reichsbürger:innen und Selbstverwalter:innen benötigen Schutz und Unterstützung. Die ideologischen Überzeugungen der Eltern können das Wohl der Kinder gefährden. In der Kinder- und Jugendhilfe braucht es ein Bewusstsein für die Dynamiken von Familien aus dem Reichsbürger:innen- und Selbstverwalter:innen-Milieu. Es braucht passende Angebote zur Begegnung mit Reichsbürgereltern und zur Stärkung von Kindern. In ihrem Artikel geht Steffi Bahro darauf ein, welche Konfliktlagen von Eltern- und Kinderrechten sich ergeben, wenn Kinder im Milieu von Reichsbürger:innen aufwachsen. Weiterhin werden Hinweise für die Gesprächsgestaltung mit verschwörungsideologisch, reichsbürgerideologisch oder extremistisch orientierten Menschen für sozialpädagogische Fachkräfte gegeben.
Mehr erfahren: Aufwachsen im Reichsbürger- und Selbstverwaltermilieu. Einschränkungen von Kinderrechten, Fehlsozialisation und Kindeswohlgefährdung
Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e. V.
2022
Das Wort Hachschara ist Hebräisch und heißt übersetzt Tauglichmachung oder Vorbereitung. Mit Hachschara ist eine landwirtschaftliche, gärtnerische, handwerkliche oder hauswirtschaftliche Berufsausbildung junger Jüdinnen und Juden gemeint. Nach der Ausbildung sollte die Auswanderung nach Palästina erfolgen und dort ein Leben in einer Kibbuz-Gemeinschaft geführt werden. Die Ausbildungen wurden seit dem Ende des Ersten Weltkriegs in Deutschland durchgeführt. Die Hachschara ging von der jüdischen Jugendbewergung aus. Viele tausend Jugendliche gelang durch die Hachschara in den 1930er Jahren die Flucht aus Deutschland. Die Online-Datenbank bietet Informationen zu den Hachschara-Stätten und eine Übersicht auf einer Landkarte.
Mehr erfahren: Hachschara als Erinnerungsort
Agentur für Bildung, Geschichte und Politik e.V.
2024
Aktuelle Ausgabe In der aktuellen Ausgabe des LaG-Magazins wird auf die Debatte digitaler Vermittlung als Bestandteil der Erinnerung an NS-Verbrechen geschaut. Welche Herausforderungen zeigen sich in der digitalen Erinnerungskultur? Wie lassen sich diese wirkungsvoll angehen? In dem Heft geht es um praktische und ethische Perspektiven, zielgruppenorientiertes Marketing und die Nutzung von TikTok in der digitalen Gedenkstättenarbeit. Aus der Praxis wird die digitale Arbeit verschiedener Gedenkstätten zu der "Aktion T4" vorgestellt, Zugänge zu NS-Erinnerungsarbeit über digitale Spiele sowie die Websites "Geschichte inklusiv" der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde Brandenburg an der Havel und "IWitness" als deutschsprachige didiaktische Plattform des Visual History Archives. Zum Magazin Das LaG-Magazin Lernen aus der Geschichte enthält aktuelle Informationen aus der historisch-politischen Bildungsarbeit. Das Magazin erscheint monatlich und erscheint jeweils mit einem Schwerpunktthema. Zu diesem finden sich Diskussionsbeiträge, Praxisberichte sowie Rezensionen von Materialien für die Bildungsarbeit. Heft-Archiv Das kostenfreie Heft-Archiv gibt es hier.
Mehr erfahren: LaG-Magazin – Lernen aus der Geschichte 10/2024: Digital History and Memory. Wie erinnern wir an die Verbrechen des Nationalsozialismus?
Verlag Herder
2019
Fehlverhalten pädagogischer Fachkräfte kommt, in unterschiedlicher Intensität und Häufigkeit, in jeder Kita vor und darf keinesfalls ignoriert werden. Das Buch thematisiert alle Formen von Gewalt durch pädagogische Fachkräfte gegen Kinder und zeigt Wege zu möglichen Konsequenzen und einem verantwortungsvollen Umgang auf. Die rechtlichen Grundlagen wie in der EU-Grundrechtecharta, der UN-Kinderrechtskonvention und dem Kinder- und Jugendhilfegesetz werden ebenfalls in den Blick genommen. Inklusive Gesprächsleitfäden, Impulsen zur Entwicklung eines Schutzkonzeptes und Checklisten für eine Kita als sicherer Ort für Kinder.
Mehr erfahren: Gewalt durch pädagogische Fachkräfte verhindern. Die Kita als sicherer Ort für Kinder.
Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) / Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) und Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)
2023
Wie erinnern junge Menschen in Deutschland an den Nationalsozialismus? Welche Rolle spielen Diskriminierung und Erinnerungskultur in ihrem Alltag? Mit der Studie sollen die Anliegen und Bedarfe junger Menschen erforscht werden, um diese in der historisch-politischen Bildungsarbeit mit jungen Menschen in Deutschland aufzugreifen. Die MEMO-Jugendstudie 2023 erweitert die bisher durchgeführten MEMO-Erhebungen von 2018 bis 2022 um die Gruppe junger Menschen. Für Jugendliche sind der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg zentral für die Erinnerungskultur in Deutschland. Die Website kann über den externen Link aufgerufen werden. Dort findet sich die Studie, Infografiken und ein Video mit den wichtigsten Ergebnissen aus der Studie. Für die Studie wurden im Herbst 2021 in einer ersten Befragung 3485 junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren online befragt. Im Herbst 2022 wurden die Teilnehmer:innen zu einer erneuten Befragung eingeladen, an der 838 Personen teilnahmen.
Mehr erfahren: MEMO – Jugendstudie zur Erinnerungskultur in Deutschland
Beltz Juventa Verlag
2019
Das Buch widmet sich den Themen Bildung im Kindesalter und kulturelle, außerschulische Bildung in Kindermuseen. Hierfür schaut die Autorin auf pädagogische Konzepte einer spielerischen Lernumgebung, denen sich nordamerikanische Kindermuseen verpflichtet haben. Welche theoretischen Debatten haben zur Entstehung dieser Konzepte beigetragen und wie haben sich Kindermuseen in Nordamerika entwickelt? Die Autorin nutzt die geschichtliche Betrachtung, um aktuelle Diskurse zum Beispiel um lebenslanges Lernen und um zukunftsträchtige Kompetenzen in diesem Kontext einzuordnen. Überdies bietet die Betrachtung sowie die Beispiele guter Praxis in dem Buch Inspirationen für die zukünftige Gestaltung kindgerechter außerschulischer Bildung. Das Buch richtet sich an Museums- und Kindheitspädagog:innen.
Mehr erfahren: Außerschulisches Lernen in Kindermuseen. Museumspädagogische Konzepte in den USA
Terre des Hommes Deutschland e.V.
2024
Die Ergebnisse des Reports zu Kinderarbeit in Deutschland zeigen, dass auch in Deutschland Kinder unter Bedingungen arbeiten, die ihre Rechte auf Entwicklung, Gesundheit, Sicherheit und Bildung verletzen. 14 von 37 befragten Kindern und Jugendlichen arbeiten in Tätigkeiten und unter Arbeitsbedingungen, die gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz verstoßen, wie etwa der Ausschank von Alkohol, Nachtarbeit oder der Umgang mit gefährlichen Werkzeugen. Nur 60 Verstöße wurden 2023 durch die zuständigen Aufsichtsbehörden der Länder und das Bundeskriminalamt gemeldet. In Deutschland leben mehr als 14 Millionen Minderjährige, entsprechend hoch dürfte die Dunkelziffer arbeitender Kinder und Jugendlicher sein. In dem Report wird ebenfalls auf pflegende Kinder und Jugendliche geschaut, deren Zahl vom Bundesfamilienministerium auf 480.000 geschätzt wird. Weiterhin wurden die Kanäle von 5 Familieninfluencer:innen beobachtet und die kinderrechtlichen Bedenken der Monetarisierung von Kindern in entsprechenden Geschäftsmodellen aufgezeigt. Terre des Hommes hat mit 37 arbeitenden Kindern aus unterschiedlichen sozialen Schichten in Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gesprochen. Jeweils die Hälfte der befragten Kinder kamen aus ländlichen Regionen und aus Städten. Die Befragung der arbeitenden Kinder ist nicht repräsentativ. Terre des Hommes hat Ministerien in allen 16 Bundesländern zu Kinderarbeit befragt und Berichte der Gewerbeaufsichtsämter und des Bundeskriminalamtes ausgewertet. Weiterhin wurde aktuelle wissenschaftliche Literatur sowie die Gesetzgebung zum Kinder- und Jugendarbeitsschutz mit Blick auf die Umsetzung der Bestimmungen in der UN-Kinderrechtskonvention bewertet. Für die Bewertung der Mitwirkung von Kindern in Kanälen kommerziell arbeitender Familieninfluencer:innen hat Terre des Hommes im Dezember 2023 die Beiträge auf fünf Kanälen von Familieninfluencer:innen analysiert.
Mehr erfahren: „Kinderarbeit? In Deutschland?“ Kinderarbeitsreport 2024
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
2020
Gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie sind Kindern und Eltern wichtig. 72 Prozent der jungen Menschen ist die gemeinsam verbrachte Zeit besonders wichtig, 67% nennen die Möglichkeit, im Alltag Dinge gemeinsam zu besprechen und 47 % der befragten jungen Menschen gaben an, dass das Essen daheim und gemeinsam mit den Eltern besser schmeckt. Da viele Erzeihungsberechtigte durch ihre Arbeit stark eingebunden sind und Kinder in Kita und Schule Mahlzeiten einnehmen, wird oft nur am Wochenende gemeinsam gegessen. In die Essensvorbereitung sind nur etwa 10% der Kinder eingebunden und nur die Hälfte der befragten jungen Menschen bestimmt mit, was es zu Essen gibt. Für die Studie wurden im Februar 2020 im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes mit Unterstützung der ALDI Nord Stiftungs GmbH vom Gesellschaftsforschungsinstitut Forsa zwei Online-Befragungen durchgeführt: Insgesamt nahmen 1.015 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren sowie deren Erziehungsberechtigte (deutschsprachige Bevölkerung ab 25 Jahren) an der Studie teil.
Mehr erfahren: Studie: Essensrituale von Familien in Deutschland
European Education and Culture Executive Agency (European Commission)
2024
This comparative overview follows up on the Commission’s Communication on the European Year of Youth and examines youth mainstreaming practices in 33 European countries. It focuses on integrating young people’s voices in policymaking, particularly through youth regulatory impact assessment (RIA) tools, known as ‘youth checks,’ in Belgium (Flemish Community), Germany, France, and Austria. Introduced as a legacy of the 2022 European Year of Youth, the ‘youth check’ ensures that EU policies reflect young people’s concerns. This comparative analysis explores the functioning of these instruments, highlighting differences, similarities, and best practices to foster peer learning. Beitrag auf Deutsch: Anknüpfend an die Ergebnisse zum Europäischen Jahr der Jugend hat die Europäischen Kommission Maßnahmen zur Förderung der Beteiligung und des Engagements junger Menschen definiert. In der Studie wird die Praxis Youth Mainstreaming in 33 europäischen Ländern untersucht. Der Schwerpunkt liegt auf der Einbeziehung der Stimmen junger Menschen in die Politikgestaltung, insbesondere durch die Instrumente der Gesetzesfolgenabschätzung für Jugendliche, die als „Jugend-Checks“ in Belgien (Flämische Gemeinschaft), Deutschland, Frankreich und Österreich bekannt sind. Der „Jugend-Check“ wurde im Rahmen des Europäischen Jahres der Jugend 2022 eingeführt und stellt sicher, dass die EU-Politik die Anliegen junger Menschen berücksichtigt. Diese vergleichende Analyse untersucht die Funktionsweise dieser Instrumente und hebt Unterschiede, Gemeinsamkeiten und bewährte Verfahren zur Förderung des Peer-Learning hervor.
Mehr erfahren: Youth mainstreaming, youth impact assessment and youth checks. A comparative overview
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
2024
Das Bundeskabinett hat am 29. Januar 2025 die Stellungnahme der Bundesregierung zum Ersten Fortschrittsbericht zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans "Neue Chancen für Kinder in Deutschland" (NAP) beschlossen. Die Stellungnahme stellt Maßnahmen und Prozesse des Bundes vor, mit denen die Teilhabe von sozial benachteiligten Kindern verbessert werden soll, um Armut und soziale Ausgrenzung von Kindern zu bekämpfen. Mit dem Nationalen Aktionsplan „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ arbeitet die Bundesregierung daran, allen von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Kindern und Jugendlichen gerechte Chancen zu garantieren. Sie setzen die Europäische Kindergarantie um und wollen bis zum Jahr 2030 gemeinsam mit Ländern, Kommunen sowie der Zivilgesellschaft für benachteiligte Kinder und Jugendliche bessere Zugänge zu Betreuung, Bildung, Erziehung, Gesundheit, Ernährung und Wohnraum ermöglichen. Generationenübergreifende Zyklen der Benachteiligung sollen auf diese Weise beendet werden.
Mehr erfahren: Erster Fortschrittsbericht zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.