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Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs)
2026
Mit der JIMplus-Studie 2026 legt der mpfs eine ergänzende Sonderstudie zum digitalen Wohlbefinden von 14- bis 17-Jährigen vor und fokussiert insbesondere auf die Chancen und Belastungen der Social-Media-Nutzung. Dazu dokumentierten in einem ersten, qualitativen Schritt 33 Jugendliche ihren digitalen Alltag in einem Online-Tagebuch, im Anschluss nahmen 20 von ihnen an einem Online-Einzelinterview teil. In einem zweiten Schritt wurde mit 800 Jugendlichen eine repräsentative Online-Umfrage durchgeführt. Im Mittelpunkt der Studie stehen vor allem Plattformen wie YouTube, Instagram, TikTok und Snapchat sowie deren Einfluss auf Gefühle, Konzentration, Freizeit und den Umgang mit Belastungen. Die Ergebnisse zeigen ein ambivalentes Bild: Social Media bietet Jugendlichen unter anderem Zugang zu Wissen und sozialen Erfahrungen, kann aber zugleich Ablenkung, Zeitverlust und eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens verursachen.Informationen zur jährlich erscheinenden regulären JIM-Studie. Jugend, Informationen, Medien können hier nachgelesen werden.
Mehr erfahren: JIMplus 2026. Jugend, Information, Medien
Stiftung Digitale Chancen
2026
In dem Artikel werden Positionen zur sicheren Gestaltung des Internets und sozialer Medien von jungen Menschen, die sich in Kinder- und Jugendorganisationen beteiligen, zusammengefasst. Junge Menschen fordern einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet, sehen pauschale Verbote oder Altersgrenzen aber überwiegend nicht als alleinige Lösung. Stattdessen setzen sie auf mehr Verantwortung der Plattformen, wirksame technische Schutzmaßnahmen, Medienkompetenz, Prävention und verlässliche Hilfsangebote – und betonen zugleich, dass Jugendliche bei der Gestaltung des digitalen Umfelds beteiligt werden müssen.
Mehr erfahren: Jugendmedienschutz: Was fordern Jugendorganisationen?
Kita Zentrale
2026
Der frei zugängliche Fachbeitrag zeigt, wie das Beteiligungsrecht von Kindern im Kita-Alltag praktisch umgesetzt werden kann. Ausgehend von Art. 12 der UN-Kinderrechtskonvention sowie §§ 8 und 45 SGB VIII erläutert er den Zusammenhang von Partizipation, Demokratiebildung, Beschwerderechten und Kinderschutz. Vorgestellt werden altersgerechte Methoden für Kinder unter drei Jahren, Drei- bis Vierjährige und Vorschulkinder, darunter visuelle Abstimmungen, Kinderkonferenzen und mehrstufige Beschwerdewege. Eine Partizipationsleiter hilft, Scheinbeteiligung von echter Mitbestimmung zu unterscheiden. Praxisbeispiele, ein Umsetzungsfahrplan für Teams und eine abschließende Checkliste unterstützen Kita-Leitungen und pädagogische Fachkräfte dabei, Beteiligung in Konzeption, Raumgestaltung und Alltag zu verankern.
Mehr erfahren: Partizipation Kita: Methoden & Praxistipps
Save the Children Deutschland e. V. und Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
2026
Im Januar und Februar 2026 haben Save the Children Deutschland e. V. und Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V. eine nicht-repräsentative Online-Umfrage unter Fachkräften aus der Kinder- und Jugendhilfe, Sozialberatung, Gesundheitsversorgung und Flüchtlingsarbeit durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, ausgehend von Erfahrungen aus der Beratungspraxis, einen Überblick über die soziale Lage von Kindern zu erhalten, die Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. Es wurden Fragen gestellt, die verschiedene Themen rund um Armut, materielle Entbehrungen, die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, die Gesundheitsversorgung, Ernährungs- und Wohnsituation u. ä. abdecken. Die Teilnehmenden sollten die Fragen aus ihrer beraterischen Praxis heraus beantworten. 443 Fachkräfte haben die Befragung vollständig ausgefüllt. Dabei wurde eine Streuung über das komplette Bundesgebiet sowie in städtische wie auch ländlich geprägte Räume erreicht.Die vorliegende Untersuchung analysiert die Auswirkungen des Asylbewerberleistungsgesetzes auf die Lebenssituation von Kindern und ihren Familien. Die Befragten berichten, dass insbesondere Leistungsausschlüsse, Genehmigungsvorbehalte und Verzögerungen bei der Leistungsbewilligung den Zugang zur Gesundheitsversorgung erschweren: Medizinisch notwendige Behandlungen, Psychotherapien, Hilfsmittel oder fachärztliche Untersuchungen werden häufig verspätet bewilligt oder nicht übernommen. Zudem werden beengte Wohnverhältnisse in Gemeinschaftsunterkünften, fehlende Rückzugsräume, Lärm, mangelnde Privatsphäre und häufige Umzüge als erhebliche Belastungen für die körperliche und psychische Gesundheit sowie die Entwicklung und Teilhabe von Kindern beschrieben. Die Autor:innen kommt zu dem Schluss, dass diese strukturellen Bedingungen den Kinderrechten vielfach nicht gerecht werden, und empfiehlen eine kinderrechtsbasierte Reform der Leistungsgewährung und Unterbringung.
Mehr erfahren: Kindheit im Sondersystem. Praxis-Einblicke in die soziale Lage von Kindern im AsylbLG
Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. und Verein Sozialprofil, Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
2026
In dem praxisorientiertes Handbuch zur Digital Citizenship Education wird gezeigt, wie digitale Bildung über reine Technikkompetenzen hinausgehen kann und junge Menschen befähigt werden können, Digitalisierung kritisch zu hinterfragen und demokratisch mitzugestalten. Im Mittelpunkt stehen Themen wie die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung, Identität im digitalen Raum, demokratische Gestaltung digitaler Plattformen, ökologische Folgen digitaler Technologien und aktives gesellschaftliches Engagement. Ergänzt wird das Handbuch durch zahlreiche Methoden, Übungen und Reflexionsanregungen für die Bildungs- und Jugendarbeit.Das Handbuch ist im Original in englischer Sprache mit dem Titel More than go with the Flow erschienen und kann hier als PDF abgerufen werden.Eine Version des Handbuchs in bulgarischer Sprache als PDF kann hier abgerufen werden.
Mehr erfahren: Mehr als mit dem Strom schwimmen. Impulse für eine politische(re) digitale Bildung
Kulturelle Bildung Online
2026
Das Dossier „Resonanztheorie und Kulturelle Bildung“ beleuchtet die Potenziale der Resonanztheorie nach Hartmut Rosa für Theorie und Praxis der Kulturellen Bildung. Die Beiträge zeigen, wie ästhetische Erfahrungen und künstlerische Prozesse Resonanzbeziehungen zu sich selbst, zu anderen und zur Welt fördern und damit Selbstwirksamkeit, Dialog und gesellschaftliche Teilhabe stärken können. Aus kinderrechtlicher Perspektive ist diese Verschränkung besonders bedeutsam, da sie das Recht von Kindern und Jugendlichen auf kulturelle Teilhabe, freie Meinungsäußerung, Beteiligung und Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. Zugleich regt das Dossier dazu an, Bildungsräume so zu gestalten, dass junge Menschen Anerkennung erfahren, ihre Perspektiven einbringen können und in ihrer individuellen Entwicklung gestärkt werden.
Mehr erfahren: Dossier: Resonanztheorie und Kulturelle Bildung
Europäische Union
2026
Auf der Website werden die Ergebnisse einer EU-weiten Befragung von 41.736 Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 17 Jahren zum Thema Armut und soziale Inklusion zusammengefasst. Die Teilnehmenden berichten, dass Armut ihre Teilhabe am Schul- und Freizeitleben einschränkt und Ausgrenzung, Diskriminierung und den ungleichen Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Wohnraum und gesunder Ernährung verstärkt. Sie fordern bezahlbare und leicht zugängliche Unterstützungsangebote, besseren Schutz vor Mobbing und Diskriminierung, mehr psychosoziale Unterstützung sowie eine stärkere Beteiligung an Entscheidungen, die ihr Leben betreffen. Die Ergebnisse sollen die Weiterentwicklung der Europäischen Kindergarantie und nationaler Maßnahmen gegen Kinderarmut unterstützen.
Mehr erfahren: Was Kinder über Armut und soziale Inklusion denken
Fachhochschule Kiel, Stiftung Universität Hildesheim, Universität Kassel, Hochschule Landshut
2024
Auf der Website werden praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Materialien zur Entwicklung und Umsetzung partizipativer Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit bereitgestellt. Im Mittelpunkt stehen die Partizipation junger Menschen, der Schutz vor (sexualisierter) Gewalt, die Stärkung ihrer Rechte sowie die Förderung einer achtsamen Organisationskultur. Die Plattform bietet Basiswissen, Videos, Podcasts, Materialien, Tools und rechtliche Informationen für verschiedene Arbeitsfelder der Kinder- und Jugendhilfe.
Mehr erfahren: SchutzJu – Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit & Jugendsozialarbeit
Klett Kita
2026
In dem Band wird verdeutlicht, dass Demokratiebildung bereits in der frühen Kindheit beginnt und eine bewusste pädagogische Haltung erfordert. Es werden Grundlagen zur Wertebildung vermittelt, Fachkräfte werden zur Reflexion ihrer eigenen Haltung und Vorbildrolle angeregt und es wird gezeigt, wie Werte wie Vielfalt, Partizipation, Mitbestimmung, Solidarität und Gleichwürdigkeit im pädagogischen Alltag mit Kindern verankert werden können. Weitere Bände in dieser Reihe:Kinder stärken für demokratische Werte. Methoden für Kita, Ganztag & SchuleDemokratische Werte in der Praxis leben in Kita, Ganztag und Schule
Mehr erfahren: Haltung zeigen für demokratische Werte in Kita, Ganztag Schule
Klett Kita
2026
In dem Band wird gezeigt, wie Demokratiebildung im pädagogischen Alltag konkret umgesetzt werden kann. Es wird praxisnah vermittelt, wie Partizipation, Mitbestimmung und demokratische Haltung in alltäglichen Situationen, im Team, in der Zusammenarbeit mit Familien sowie im Sozialraum verankert werden können. In dem Kapitel "Kinderrechte partizipativ gestalten und umsetzen" wird auf Kinderrechte im Kontext der Ganztagsschule eingegangen. Anhand von Praxisbeispielen, Methoden und Reflexionsimpulsen unterstützt es pädagogische Fachkräfte dabei, Kindern echte Beteiligung zu ermöglichen und demokratische Werte nicht nur zu vermitteln, sondern im gemeinsamen Alltag erlebbar zu machen.Weitere Bände in dieser Reihe:Kinder stärken für demokratische Werte. Methoden für Kita, Ganztag & SchuleHaltung zeigen für demokratische Werte in Kita, Ganztag und Schule
Mehr erfahren: Demokratische Werte in der Praxis leben in Kita, Ganztag und Schule© 2026 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.