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Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV)
2017
Mit dem Jugend-Check werden die Auswirkungen geplanter Gesetzesvorhaben auf junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren geprüft und sichtbar gemacht. Die Ergebnisse der Jugend-Checks werden in den Gesetzgebungsprozess eingebracht. Die Prüfung wird anhand von wissenschaftlichen Kriterien durch das Kompetenzzentrum Jugend-Check durchgeführt. Es werden alle Gesetzesvorhaben der Bundesregierung geprüft, unabhängig vom Ressort. Die Prüfkriterien sind standardisiert und umfassen verschiedene Lebensbereiche junger Menschen, damit die Auswirkungen von Gesetzen systematisch und differenziert dargestellt werden können. Die Ergebnisse der Jugend-Checks werden der Stelle mitgeteilt, die für den Gesetzentwurf zuständig ist. Junge Menschen werden über verschiedene Beteiligungsformate in den Jugend-Check miteinbezogen. Der Jugend-Check trägt dazu bei, dass junge Menschen in Gesetzesvorhaben sichtbarer werden und sensibilisiert Politik, Verwaltung und Fachöffentlichkeit für die Belange junger Menschen. Die Zielgruppen des Jugend-Checks sind das jeweils federführende Ministerium und politische Entscheidungsträger:innen. Abgeordnete der federführenden und mitberatenden Fachausschüsse im Deutschen Bundestag werden mit den Jugend-Checks ebenfalls angesprochen. Der Jugend-Check eignet sich weiterhin zum Einsatz im Politikunterricht sowie in der außerschulischen politischen Bildungsarbeit, um Beteiligungsmöglichkeiten auszuprobieren und aufzuzeigen.Jugendseite zum Jugend-CheckJunge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren werden mit einer eigenen Jugendseite angesprochen, die ermöglicht, sich über die Jugend-Checks zu informieren und sich selbst an den Checks zu beteligen. Link: Jugend-Seite zum Jugend-Check in jugendgerechter SpracheJugend-Check-AppDie Jugend-Check App bietet die Möglichkeit, junge Menschen datenschutzkonform und anonym zu geplanten Gesetzesvorhaben zu befragen. Junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren können ihre Perspektiven zu einem geplanten Gesetz an das Kompentenzzentrum Jugend-Check senden. Die Ergebnisse werden ausgewertet und bei der Erstellung des Jugend-Checks berücksichtigt. Link: Jugend-Check-AppDer Jugend-Check ThüringenThüringen ist das erste Bundesland, das den Jugend-Check auf Landesebene eingeführt hat. Der Jugend-Check in Thüringen ist ein Instrument zur Gesetzesfolgenabschätzung nach dem Vorbild des Jugend-Checks auf Bundesebene. Für die Umsetzung wurden das Verfahren und das Prüfinstrument an die Thüringer Rahmenbedingungen angepasst. Link: Jugend-Check Thüringen
Mehr erfahren: Der Jugend-Check
Bundesverband Deutscher Kinder- und Jugendmuseen e.V.
2018
Kindermuseen gibt es seit mehr als 100 Jahren. Sie sind Orte, an denen experimentiert und geforscht werden kann. In Kindermuseen wird an der Lebenswelt der Kinder angesetzt. Kinder finden dort Themen, die sie interessieren: von Naturwissenschaft über Kunst, von historischen Themen zu sozialen Fragestellungen und mehr. In den offenen Kultur- und Bildungsorten begegnen sich Familien, Gruppen, Schulklassen und Kindergartengruppen. Hier können Dinge ausprobiert und sich darüber ausgetauscht werden. Besucher:innen von Kindermuseen werden selbst zu Akteur:innen in den Ausstellungen, sie fragen nach, lernen spierisch und selbstbestimmt und manchmal gestalten sie auch mit. Oftmals kombinieren Ausstellungen in Kinder- und Jugendmuseen motorische, sinnliche und haptische Elemente miteinander. Auf der Website des Bundesverbands Deutscher Kinder- und Jugendmuseen findet sich eine Übersicht von Kinder- und Jugendmuseen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Mehr erfahren: Kinder- und Jugendmuseen in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V. (bezev)
2022
In dem Handbuch finden sich vielfältige Anregungen, um gemeinsam in heterogenen Gruppen zu lernen. Der Ansatz des Handbuches ist die inklusive Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Grundschule. Schüler:innen können die Zusammenhänge von Ernährung, Klima und globaler Gerechtigkeit entdecken. Das Buch ist in fünf Module aufgeteilt: Vorspeise, Gemüsebeilage, tierische Beilage, Obstsalat und Nachtisch. In dem Kapitel Gemüsebeilage geht es zum Beispiel um die Herkunft und die Transportwege von Gemüse und um Verarbeitung. In dem Kapitel Nachtisch geht es um die Beschäftigung mit Zucker, verstecktem Zucker und Lebensmittelverschwendung. Für jedes Modul gibt es Einführungstexte, Sachinformationen, Aufgaben, Arbeitsblätter und Adaptionen. Für diese Unterstützungsbedarfe gibt es Adaptionen: Deutsch als Zweitsprache, Lernen, Kognition und Komplexität, Emotional-Soziale Entwicklung, Sehen und Wahrnehmen, Hochbegabung, Hören und Kommunikation. Die Unterstützungsbedarfe werden erläutert. Alle Arbeitsblätter, Audios und Gebärdensprachvideos sind online verfügbar und können über einen Link aus dem Handbuch abgerufen werden. Die Materialien richten sich an Schüler:innen der 3. und 4. Klasse.
Mehr erfahren: Klima auf dem Teller. Inklusives Bildungsmaterial für die Grundschule
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
2025
In Deutschland ist die soziale Ungleichheit seit dem Ende der 1990er Jahre deutlich gestiegen. Das Planspiel "Bürgerrat in Aktionn: Ungleichheit im Blick. Ein Planspiel zu sozialer Ungleichheit" richtet sich an junge Menschen und regt sie an, sich mit dem Thema soziale Ungleichheit zu beschäftigen und Erkenntnisse darüber zu erlangen, was das Thema mit ihrem Leben zu tun hat und was es in der Gesellschaft bewirkt. Es gibt unterschiedliche Spielvarianten, so kann es um die Einführung eines Freizeitpasses für bedürftige Menschen, die Einrichtung einer Ganztagsschule oder die Einführung eines Grundeinkommens gehen. Konkret richtet es sich an Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren und an Jugendliche ab 15 Jahren mit und ohne Leseschwierigkeiten. In dem Planspiel nehmen die Teilnehmenden die Rollen von Bürger:innen mit verschiedenen Vorstellungen von Gerechtigkeit ein. Aus diesen Rollen heraus verhandeln sie über die Einführung von Maßnahmen zur Bekämpfung von sozialer Ungleichheit in dem fiktiven Land Fontanien. Die Verhandlungen finden in einem Bürger:innenrat statt, in dem über eine Empfehlung für Maßnahmen an die fontanische Regierung abgestimmt wird. Die Teilnehmer:innen nehmen in dem Planspiel die Rollen von Bürger:innen und nicht die von Politiker:innen ein. Dies hat den Hintergrund, dass sie ein Bewusstsein für die unterschiedlichen sozialen Milieus von Bürger:innen entwickeln sollen, in denen Menschen unterschiedlich viel haben. Längere Textblöcke sind auch als Audiodateien verfügbar. Das Planspiel kann an unterschiedlichen Stellen didaktisch vereinfacht beziehungsweise entsprechend dem Abstraktionsvermögen der Teilnehmenden auch inhaltlich vertieft werden. Ebenfalls kann die Themenauswahl und die Rollenverteilung angepasst werden. Es dauert etwa 5 bis 6 Schulstunden und kann flexibel in den Unterricht integriert werden.
Mehr erfahren: Bürgerrat in Aktion: Ungleichheit im Blick. Ein Planspiel zu sozialer Ungleichheit
Journal of Contemporary European Studies Volume 33
2025
The article examines how far-right parties across Europe approach education policy. Traditionally, political parties have viewed education as a tool for redistributing opportunities and promoting social mobility. However, this study reveals that far-right parties prioritize education as a means to disseminate conservative and nativist values, focusing on cultural transmission rather than egalitarian objectives. By integrating existing research with six new case studies from various European countries, the authors highlight the strategies of these parties in shaping education to align with their ideological goals. This cultural emphasis in education policy reflects the far-right's broader agenda to influence societal norms and identity. Understanding these dynamics offers insights into the potential impact of far-right ideologies on the future of European education systems and societal structures. Beschreibung auf Deutsch: In dem Artikel wird die Bildungspolitik rechtsextremer Parteien in Europa untersucht. Während traditionelle Parteien Bildung oft als Mittel zur Umverteilung von Chancen betrachten, nutzen rechtsextreme Parteien Bildung primär zur Vermittlung konservativer und nativistischer Werte. Diese Parteien betonen kulturelle Aspekte der Bildung, um ihre ideologischen Ziele zu fördern. Der Artikel integriert bestehende Forschung mit sechs neuen Fallstudien aus verschiedenen europäischen Ländern. Diese Fallstudien zeigen, dass rechtsextreme Parteien Bildungspolitik nutzen, um ihre kulturellen Werte zu verbreiten und ihre politische Agenda zu stärken. Durch diese Fokussierung auf die kulturelle Dimension der Bildung bieten die Autor:innen Einblicke in die Strategien dieser Parteien und deren potenzielle Auswirkungen auf die zukünftige Gestaltung europäischer Bildungssysteme und Gesellschaften.
Mehr erfahren: Far-right parties and the politics of education in Europe
Fischer Sauerländer Verlag
2020
In der Bilderbuchgeschichte geht es um Toleranz und Mitmenschlichkeit. Ein Fremder kam eines Tages an. Er hatte nur einen Koffer dabei und war sehr müde. Hase, Vogel und Fuchs fragen sich, was der Fremde will, woher er gekommen ist und was in seinem Koffer ist. Sie finden den Fremden mit dem Koffer komisch. Sie glauben dem Fremden nicht, als er sagt, dass seine Lieblingstasse und sein Zuhause in seinem Koffer sind. Als er vor Müdesein einschläft, brechen Hase, Vogel und Fuchs den Koffer auf. In dem Koffer ist eine zerbrochene Tasse und ein Foto von einem Zuhause. Die drei haben ein schlechtes Gewissen. Sie kleben die Tasse zusammen und bauen eine Hütte für den Fremden. Sie wollen sich jetzt alle besser kennenlernen. In der Bilderbuchgeschichte, die für Kinder ab 4 Jahren empfohlen wird, geht es darum, wie wichtig es ist, Fremden mit Offenheit zu begegnen.
Mehr erfahren: Der Koffer
Beltz Verlag
2025
Das bekannte Buch zu antirassistischer Erziehung erhält eine Neuauflage mit vielen Erweiterungen der Autorinnen. Kinder profitieren von einer diversitätssensiblen und rassismuskritischen Erziehung: zu Hause in der Familie, in der Kita und in der Schule. So wird der Zusammenhalt gestärkt und Kindern ermöglicht, ihr Leben offen und unerschrocken ihr Leben zu gestalten. Eltern, pädagogische Fachkräfte und Lehrer:innen stehen vor der Aufgabe, die Entwicklung von Vorurteilen in der Erziehung anzugehen bzw. sie gar nicht erst entstehen zu lassen. In dem Buch finden sich Hintergrundinformationen, Beispiele und Checklisten, um die genannten Themen anzugehen. Erwachsene lernen, auf ihre eigene Kindheit zu schauen und die Entstehung von Vorurteilen zu reflektieren. Die eigene Handlungskompetenz im Umgang mit Kindern kann durch Anregungen für Gespräche über Rassismus mit Kindern und Reaktionsmöglichkeiten in Alltagssituationen gestärkt werden. Weiterhin finden sich Kriterien zur Auswahl von Kindermedien wie Filmen, Büchern, Serien und Spielzeug für Kinder von 3 bis 12 Jahren, die gesellschaftliche Vielfalt abbilden. In der aktualisierten Ausgabe sind ein Kapitel zu Colorism sowie Anregungen dazu, wie mit Kindern über Rechtsextremismus gesprochen werden kann und Strategien und Kommuniationshilfen bei Diskriminierungen hinzugekommen.
Mehr erfahren: „Gib mir mal die Hautfarbe“ Mit Kindern über Rassismus sprechen
Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V. (IGfH) und Institut für Sozial und Organisationspädagogik, Stiftung Universität Hildesheim
2024
In dieser Broschüre geht es um den Übergang, wenn junge Menschen stationäre Erziehungshilfen wie Wohngruppen, Pflegefamilien oder andere betreute Wohnformen verlassen. Dieser Übergang wird Leaving Care (Englisch: die Pflege verlassen) genannt. Der Übergang ins Erwachsenenleben ist für die jungen oft Menschen sehr kompliziert. Ab dem Auszug aus stationären Hilfeformen müssen sie sich selbst um ihren Lebensunterhalt kümmern. Dafür können junge Menschen arbeiten gehen und ein eigenes Einkommen erzielen, sie können Ausbildungshilfen erhalten oder Bürger:innengeld bekommen. Weiterhin ist es wichtig zu schauen, ob weitere Unterstützung und Begleitung durch die Kinder- und Jugendhilfe oder durch andere Sozialrechtskreise benötigt wird. Die Broschüre gibt Informationen zu den Rechten auf Betreuungsleistungen und finanzielle Unterstützung innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe, im Übergang und in nachgehenden Sozialleistungssystemen, die in Anspruch genommen werden können. Er richtet sich u. a. an Care Leaver*innen, Fachkräfte und Pflegeeltern.
Mehr erfahren: Rechte von Care-Leaver*innen
Robert Bosch Stiftung GmbH
2019
In dem Programm Kunst und Spiele wurden etablierte Kunst- und Kultureinrichtungen von 2013 bis 2020 dabei begleitet, jungen Kindern die Teilhabe an Kunst und Kultur in ihren Einrichtungen zu ermöglichen. Denn: "Jedes Kind hat das Recht auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben", so steht es in Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention. Entsprechend war es die Vision des Programms, dass die Anwesenheit sehr junger Kinder in Museen, Opernhäusern, Orchestern und Theatern selbstverständlich wird. Die frühe ästhetische Erfahrung stärkt Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung und legt damit die Grundlagen für gesellschaftliche Teilhabe. Für frühkindliche Vermittlungsprogramme braucht es Wissen und Erfahrung aus den Bereichen Kunst, Bildung und Erziehung. Und es braucht eine kinderfreundliche Haltung in den Einrichtungen: von der Höhe, in der Bilder aufgehängt werden, über partizipatives Arbeiten mit Kindern bis zur Zugänglichkeit und kindgerechten Einrichtung von Räumlichkeiten. In der vorliegenden Broschüre werden 23 Kunst- und Kultureinrichtungen verschiedener Sparten und ihr Weg zu kindgerechten Angeboten und deren Vermittlungsansätze und -methoden vorgestellt.
Mehr erfahren: Kunst und Spiele: Phantasievolle Kulturvermittlung für Kinder
Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ / KiJA
2025
Die 52. Ausgabe der Kinderrechte Zeitung beschäftigt sich mit dem Thema #Mental Health, das heißt Psychische Gesundheit. Und genau darum geht es: Wie kann neben der körperlichen Gesundheit auf auf die mentale geachtet werden? Was hilft Kindern und jungen Menschen dabei, ihre Batterien wieder aufzuladen? In der Zeitschrift erzählen Künstler:innen wie Paul Pizzera und Selena Gomez von ihren psychischen Problemen und was ihnen dabei hilft, wieder klar zu kommen. Kinder und junge Menschen berichten darüber, was sie glücklich macht und wie sie mit Schwierigkeiten umgehen. Die Zeitung wird von der Beratungsstelle Kinder- und Jugendanwaltschaft Oberösterreich herausgegeben. Die aktuelle Ausgabe zu #Mental Health hat ein neues Design, bei dessen Erstellung Schüler:innen des Fadingergymnasiums in Linz unterstützt haben.
Mehr erfahren: Kinderrechte Zeitung 52/2025 #MentalHealth© 2026 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.