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Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
2017
In dem Gutachten von Hofmann und Donath im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerks wird untersucht, inwiefern die UN-Kinderrechtskonvention im deutschen Recht angemessen umgesetzt ist. Es zeigt, dass Kinderrechte zwar aus allgemeinen Grundrechten ableitbar sind, in der Praxis jedoch oft unzureichend berücksichtigt werden – etwa in gerichtlichen Entscheidungen. Die Autoren empfehlen deshalb, zentrale Kinderrechte – wie das Vorrangprinzip des Kindeswohls, das Beteiligungsrecht sowie das Recht auf Förderung und Schutz – ausdrücklich im Grundgesetz zu verankern. Das würde die Rechte von Kindern stärken, ihre Durchsetzung erleichtern und rechtliche Klarheit schaffen.
Mehr erfahren: Gutachten bezüglich der ausdrücklichen Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz nach Maßgabe der Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonvention
Deutsches Institut für Menschenrechte / Deutsches Kinderhilfswerk; CC BY-NC-ND 4.0
2024
In der Studie wird analysiert, wie gut deutsche Gerichte die Rechte von Kindern und Jugendlichen als Zeug:innen wahren. Sie zeigt große Unterschiede zwischen den Bundesländern und erhebliche Defizite: etwa beim Zugang zu kindgerechter Information, bei der Ausstattung von Vernehmungsräumen und bei der psychosozialen Prozessbegleitung. Die Autor:innen fordern bundesweite Mindeststandards, bessere Datenlage und gesetzliche Anpassungen, um das Strafverfahren kindgerechter zu gestalten.
Mehr erfahren: Kindgerechte Justiz in der strafgerichtlichen Praxis. Über die Rechte von Kindern und Jugendlichen als Zeug*innen
KidsRights Foundation, Erasmus University Rotterdam
2025
The KidsRights Index is an annual global ranking that measures how well countries respect and support children’s rights. Developed by the KidsRights Foundation in partnership with Erasmus University Rotterdam, the index evaluates around 194 countries based on five key areas: the right to life, health, education, protection, and an enabling environment for child rights. It aims to hold governments accountable and raise awareness about progress and challenges in implementing the UN Convention on the Rights of the Child.KidsRights Index 2025The 2025 edition highlights a global mental health emergency among youth—over 14 % of 10–19-year-olds experience mental health issues, with suicide ranking as the third leading cause of death for ages 15–29—and draws links between problematic social media use and increased suicide attempts in many countries. While top performers include Greece, Iceland, Luxembourg, and Germany, Afghanistan ranks lowest. Lithuania moved up dramatically by strengthening legal and institutional support for children's rights. Older editions of the KidsRights Index can be downloaded here. Beitrag in deutscher Sprache: Der KidsRights Index ist ein jährliches globales Ranking, das misst, wie gut die Länder die Rechte der Kinder achten und ihre Umsetzung unterstützen. Der von der KidsRights Foundation in Zusammenarbeit mit der Erasmus-Universität Rotterdam entwickelte Index bewertet rund 194 Länder anhand von fünf Schlüsselbereichen: das Recht auf Leben, Gesundheit, Bildung, Schutz und ein förderliches Umfeld für Kinderrechte. Ziel des Index ist es, die Regierungen zur Rechenschaft zu ziehen und das Bewusstsein für die Fortschritte und Herausforderungen bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zu schärfen.KidsRights Index 2025In der Ausgabe 2025 wird die globale Ntfallsituation der psychischen Gesundheit von Jugendlichen hervorgehoben – mehr als 14 % der 10- bis 19-Jährigen leiden unter psychischen Problemen, wobei Selbstmord die dritthäufigste Todesursache in der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen ist – und ein Zusammenhang zwischen problematischer Nutzung sozialer Medien und zunehmenden Selbstmordversuchen in vielen Ländern hergestellt. Während Griechenland, Island, Luxemburg und Deutschland zu den Spitzenreitern zählen, rangiert Afghanistan auf dem letzten Platz. Litauen hat sich durch die Stärkung der rechtlichen und institutionellen Unterstützung für die Rechte von Kindern deutlich verbessert. Ältere Ausgaben des KidsRights Index können hier heruntergeladen werden.
Mehr erfahren: The KidsRights Index 2025. Report
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
2024
„Die Beschäftigung mit Antisemitismus sollte nicht erst beginnen, wenn schon Angriffe oder Übergriffe stattgefunden haben. Kinder verdienen die Chance, in einer Umgebung aufzuwachsen, die ausgrenzende Mechanismen frühzeitig wahrnimmt und sich mit diesen aktiv und kritisch auseinandersetzt.“ Dr. Ane Kleine-Engel, Leiterin ANOHA Die Eselin, die in ihren Körben kleinere Tiere auf die Arche tragen kann, steht im Mittelpunkt unserer Impulse zur Antisemitismus-Prävention. An ihrer Seite erfahren Kita-Kinder die Voraussetzungen für ein gelungenes, diskriminierungsfreies Zusammenleben. Die Impulse verbinden Geschichte, Erleben, dialogischen Austausch und gemeinsames Nachdenken miteinander. Für den Besuch mit Kindergruppen im ANOHA konzipiert, lassen sie sich für die Kita und andere Lernorte adaptieren. Die Impulse beinhalten eine theoretische Einführung und ein Glossar und entstanden partizipativ mit pädagogischem Fachpersonal und weiteren Expert*innen.
Mehr erfahren: Gegen Antisemitismus. Pädagogische Impulse für Fairness und ein gutes Miteinander
Deutscher Bundesjugendring und Landesjugendringe
1999
Die Website erklärt, was die Juleica ist: ein Ausweis für ehrenamtliche Jugendleiter:innen in ganz Deutschland. Der Ausweis zeigt, dass man eine Ausbildung gemacht hat und sich gut mit wichtigen Themen wie Aufsichtspflicht und Gruppenarbeit auskennt und zum Beispiel Ferienfreizeiten mit jungen Menschen als Jugendleiter:in unterstützen kann. Mit der Juleica kann man sich ausweisen und bekommt oft Vergünstigungen, z. B. bei Eintritten. Die Karte wird in jedem Bundesland nach einheitlichen Regeln beantragt, und die Seite informiert über alles Wichtige dazu. Auf der Website juleica-ausbildung.de findet sich eine Übersicht auf einer Landkarte über Juleica-Aus- und Fortbildungen in allen Bundesländern. Ehrenamtliche oder Interessierte finden dort passende Termine – offline und online – und können über Filter nach Region, Seminartyp, Dauer und Thema wie z. B. Aufsichtspflicht, Spiele oder Gruppenpädagogik suchen. Träger der Jugendhilfe können eigene Angebote unkompliziert einstellen. Ziel ist es, das Engagement zu fördern und die Suche nach passenden Trainings zu erleichtern.
Mehr erfahren: Juleica.de – die bundesweite Plattform rund um die Jugendleiter*in-Card
Stiftung SPI
2020
Die Toolbox bietet umfassende Materialien zur Entwicklung und Umsetzung einrichtungsspezifischer Schutzkonzepte auf Basis der Mindeststandards. Die von UNICEF bereitgestellten Materialien – darunter Tools, Leitfäden und Vorlagen – helfen Fachkräften wie Gewaltschutzkoordinator:innen und Leitungen von Unterkünften dabei, wirksame Schutzkonzepte in Flüchtlingsunterkünften zu entwickeln. Die Inhalte folgen einem klar strukturierten Ablauf und beinhalten z. B. einen Kinderrechte-Check, einen Exkurs zur Datenerhebung mit Kindern, kinderfreundliche Instrumente zur Umsetzung von Fokusgruppen, Erhebungen zur Kinderfreundlichkeit, Ressourcenübersichten sowie die Planung konkreter Schutzmaßnahmen. Ziel ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten – darunter auch Mitarbeitende und externe Fachstellen – sichere und gewaltfreie Lebensräume für geflüchtete Menschen zu gestalten.
Mehr erfahren: Toolbox Schutzkonzepte. Zur Entwicklung und Umsetzung von unterkunftsspezifischen Schutzkonzepten
Kindernothilfe e.V.
2025
Luca zeigt die rote Karte ist interaktives Online Escape Game, das Jugendliche ab 14 Jahren für Machtmissbrauch und Gewalt in Sportvereinen sensibilisiert. In der Rolle des 16-jährigen Luca erleben die Spielenden, wie dieser nach einem ungerechtfertigten Ausschluss aus der Mannschaft durch seinen Trainer Unterstützung findet und sich erfolgreich zur Wehr setzt. Das etwa 10- bis 15-minütige Spiel kombiniert eine fesselnde Geschichte mit Rätseln und Interaktionen und ist kostenfrei verfügbar. Begleitend gibt es pädagogisches Material mit Hintergrundinformationen und Übungen für den Einsatz in Schulen, Vereinen oder Gemeinden. Das Spiel ist Teil der preisgekrönten Gamechanger-Kampagne, die junge Menschen dazu ermutigt, sich aktiv mit Kinderrechten auseinanderzusetzen.
Mehr erfahren: Gewalt im Verein: Luca zeigt die rote Karte
Save the Children e.V., Stiftung SPI, Wildwasser e.V.
2025
Der Methodenkoffer enthält praxisorientierte Methoden zur aktiven Einbindung von Schüler:innen in die Entwicklung schulischer Schutzkonzepte. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche in ihrer Partizipation zu stärken und ihre Perspektiven bei der Gestaltung sicherer Schulräume einzubeziehen. Der Methodenkoffer umfasst Übungen zu Kinderrechten, Schutzkonzepten und Verhaltenskodizes, die in Workshops mit Schüler*innen erprobt wurden. Er bietet zudem Hinweise zu Gelingensbedingungen, Schutzmaßnahmen und Moderationstipps, um eine sensible und entwicklungsgerechte Umsetzung zu gewährleisten. Die Materialien sind flexibel einsetzbar und unterstützen Schulen dabei, Gewaltprävention partizipativ und nachhaltig zu gestalten.
Mehr erfahren: Methodenkoffer: Schüler*innen am Schutzkonzept beteiligen
Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V.
2022
Die Broschüre wurde von Jugendlichen für Jugendliche entwickelt, um über das Hilfeplanverfahren in der Jugendhilfe aufzuklären. Sie erklärt, was ein Hilfeplan ist, wie das Verfahren abläuft und welche Rechte junge Menschen dabei haben. Die Broschüre beantwortet Fragen wie: Darf ich mich äußern? Darf ich widersprechen? Muss ich ein Protokoll unterschreiben? Darf ich jemanden zum Gespräch mitbringen? Ziel ist es, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, aktiv an der Planung ihrer Hilfe mitzuwirken und ihre Rechte wahrzunehmen.
Mehr erfahren: Deine Rechte im Hilfeplanverfahren 2.0
Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.
2024
Mit verschiedenen Materialien werden pädagogische Fachkräfte dabei unterstützt, Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren für ihre Rechte im digitalen Umfeld zu sensibilisieren. Angelehnt an die UN-Kinderrechtskonvention werden zehn zentrale Rechte thematisiert, darunter Datenschutz, Schutz vor Gewalt, Teilhabe und digitale Inklusion. Durch den Einsatz von Materialien wie einem Kartenset und einem Poster sowie begleitenden Fragen und Illustrationen werden Gespräche angeregt, die Kindern helfen, ihre Mediennutzung zu reflektieren und Handlungsoptionen zu entwickeln. Die Methode ist flexibel einsetzbar, erfordert keine speziellen Vorkenntnisse oder technische Ausstattung und eignet sich für analoge, digitale oder hybride Formate mit Gruppen von bis zu 15 Personen. Sie fördert einen sicheren und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien und kann an die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe angepasst werden.
Mehr erfahren: Kinderrechte im digitalen Raum© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.