Gefundene Beiträge: 1670

Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. (ISS)
2025
Bei der Studie handelt es sich um eine explorative qualitative Untersuchung, bei der teil-standardisierte Gruppeninterviews mit etwa 30 Jugendlichen ab ca. 14 Jahren in offenen Jugendhilfeeinrichtungen geführt und transkribiert sowie deduktiv ausgewertet wurden, um ihre Perspektiven auf Social-Media-Nutzung und ein mögliches Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Jugendliche ein generelles Verbot ablehnen, weil soziale Medien für Alltag, Kommunikation und Information wichtig sind, sie gleichzeitig aber Risiken wie Stress, Cybermobbing oder problematische Inhalte kritisch sehen und differenzierte Schutz- und Mindestalterlösungen bevorzugen.
Mehr erfahren: „Wenn man uns fragen würde…“ Explorative Studie zur Social-Media-Nutzung von jungen Menschen
Jugend vertritt Jugend Nordrhein Westfalen (JvJ NRW)
2025
Die Broschüre sammelt aus der Perspektive junger Menschen Kinderrechte als praxisrelevante Leitlinien für Fachkräfte in der stationären Jugendhilfe. Sie listet zentral Rechte nach der UN-Kinderrechtskonvention (z. B. Schutz und Sicherheit, gewaltfreie Erziehung, Gesundheit, Bildung, Gleichheit, Meinungs- und Beteiligungsrechte, Schutz der Privatsphäre, Beschwerderechte) und erklärt, wie Betreuer:innen diese im Alltag beachten und umsetzen sollten. Die Broschüre zeigt, wie respektvolle Zusammenarbeit, Mitbestimmung, Schutz vor Diskriminierung und Beteiligung im Hilfeplanverfahren zur Stärkung der Rechte junger Menschen beitragen und gibt Beispiele für gute und schlechte Praxis aus Sicht der Betreuten.
Mehr erfahren: Der*die perfekte Betreuer*in
Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) e.V.
2026
Die Autoren des Fachbeitrags kritisieren die aktuelle Debatte in der Europäischen Union über den digitalen Kinderschutz: Statt Plattformen so zu gestalten, dass sie Kinderrechte wie Informations-, Meinungs- und Vereinigungsfreiheit respektieren und manipulative Praktiken vermeiden, setzen EU-Strategien zunehmend auf Altersbeschränkungen und Zugangssperren, die den Zugang junger Menschen zum Internet einschränken, ohne die eigentlichen Probleme anzugehen. Die Autoren plädieren dafür, die Plattformgestaltung zu verbessern, Medienkompetenz zu fördern und Kinderrechte im digitalen Raum wirksam zu schützen, statt sie durch starre Altersgrenzen zu entmündigen und ihre Beteiligungsrechte zu beschneiden. (Erschienen am 03.02.2026 in der Online-Zeitschrift mediendirskurs.online)
Mehr erfahren: Kinderrechte ernstnehmen! Die Europäische Union und der Kinderschutz im digitalen Umfeld
Wochenschau Verlag
2026
Der Guide ist ein leicht verständlicher, praxisorientierter Leitfaden für Menschen von 16 bis 27 Jahren. Es wird gezeigt, wie Recht im Alltag wirkt und warum es wichtig ist, es zu kennen. Grundsätzliche Rechtsfragen werden betrachtet und typische Lebenssituationen erklärt – zum Beispiel Schule, Internet, Job, Wohnung, Konsum, soziale Medien, Beziehungen oder politische Teilhabe – aus rechtlicher Sicht, damit Leserinnen und Leser ihre Rechte und Pflichten besser verstehen und in ihrem Alltag selbstbewusst handeln können.
Mehr erfahren: Rechtswissen für junge Menschen. Ein Guide für viele Lebenssituationen
Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut; Lizenz: CC BY-NC-ND
2022
Auf zwischentöne werden multimedial aufbereitete Unterrichtsmodule für die Sekundarstufen I und II in Fächern wie Politik, Geschichte, Ethik/Religion und Geografie kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Module gliedern sich in drei Themenfelder: Identitäten – Wer ist „wir“?, Deutsche Geschichte und globale Verflechtungen sowie Religionen & Weltanschauungen. Die Unterrichtsmodule unterstützen Lehrkräfte dabei, multiperspektivische, lebensnahe Unterrichtseinheiten zu gestalten, die Schüler:innen zu kritischer Reflexion über Diversität, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Zusammenhänge anregen.Module zu Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung, unterschiedlichen Diskriminierungsformen und Rollenbildern finden sich zum Beispiel unter dem Thema Identitäten. Das Themenfeld Deutsche Geschichte und globale Verflechtungen enthält beispielsweise Unterrichtsmodule wie Deutsch-polnische Migrationsgeschichten, Postkolonial Erinnern und Extremismus. Im Themenfeld Religionen & Weltanschauungen finden sich u.a. Module zum Umgang mit Bildern im Islam, zur Auseinandersetzung mit radikal-religiösen Strömungen und der Vielfalt religiöser Traditionen.
Mehr erfahren: zwischentöne. Materialien für Vielfalt im Klassenzimmer
Jugendnetzwerk Lambda e.V.
2025
lambda space ist Deutschlands erstes digitales queeres Jugendzentrum, das jungen Menschen zwischen 14 und 26 Jahren einen sicheren, geschützten Online-Raum bietet, um sich auszutauschen, Gemeinschaft zu erleben und Gleichgesinnte kennenzulernen – rund um die Uhr und von überall aus, über iOS, Android oder Web erreichbar. Das Angebot richtet sich an queere junge Menschen. Queer heißt zum Beispiel lesbisch, bisexuell, trans* oder schwul zu sein. Die Plattform möchte die Atmosphäre eines realen Jugendzentrums in den digitalen Raum übertragen, legt Wert auf Sicherheit und Schutz und ist ein gemeinnütziges, von der Community mitgestaltetes Projekt des Jugendnetzwerks Lambda e.V., bei dem Mitglieder auch Mitspracherechte haben.
Mehr erfahren: lambda space – Dein digitales Jugendzentrum
Eurochild
2025
The report assesses the real-world status of children’s rights across 36 European countries, drawing on data from 84 member organisations. It finds that despite legal commitments, child poverty, social exclusion, and lack of access to basic services remain widespread, especially for vulnerable groups, and ongoing discrimination and anti-rights movements threaten progress. The report covers key issues such as child protection, justice contact, mental health, migration and minority status, and digital rights, and offers concrete policy recommendations—like ending child poverty, strengthening protection systems, ensuring adequate housing and social safety nets, and reinforcing the European Child Guarantee—to move from rights on paper to rights in practice.
Mehr erfahren: Unequal Childhoods. Eurochild 2025 report on children in need across Europe
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs)
2025
Seit 1998 wird die JIM-Studie zur Mediennutzung von 12- bis 19-Jährigen jährlich durchgeführt. Ziel der Studie ist es, ein aktuelles Bild der Mediennutzung junger Menschen in Deutschland zu erhalten. Für die Erhebung werden etwa 1200 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren in Deutschland mit einer Kombination von Telefon- und Online-Interviews befragt.Die gewonnenen Daten sollen in Strategien für neue Konzepte in den Bereichen Bildung, Kultur und Arbeit einfließen. JIM-Studie 2025Die JIM-Studie 2025 zeigt, dass Künstliche Intelligenz (KI) hat bei Jugendlichen massiv an Bedeutung gewonnenhat: 91 % nutzen mindestens ein KI-Tool, vor allem zum Lernen (74 %) und um Informationen zu finden (70 %). Mehr als die Hälfte der Befragten vertraut den durch KI gelieferten Informationen. Gleichzeitig bleibt das Smartphone zentral im Alltag: Jugendliche verbringen im Durchschnitt fast vier Stunden pro Tag am Bildschirm. Eine Regulierung der Nutzungszeit fällt den meisten Befragten schwer. Fast ein Drittel der Jugendlichen berichtet, morgens müde zu sein, weil sie bis spät nachts am Handy waren.Hier können JIM-Studien aus den vergangenen Jahren aufgerufen werden.
Mehr erfahren: JIM-Studie 2025. Jugend, Information, Medien
Deutsches Komitee für UNICEF e. V.
2025
Der Bericht zeichnet ein alarmierendes Bild: Über eine Million der Kinder in Deutschland haben nicht die grundlegenden Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe oder beruflichen Erfolg – ihnen fehlen beispielsweise ein ruhiger Platz zum Lernen, warme Mahlzeiten oder Freizeitmöglichkeiten. Armut wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus, und die Kluft zwischen privilegierten und benachteiligten Kindern wird größer. Viele Jugendliche klagen über psychische und körperliche Beschwerden, 40 % geben an, regelmäßig gesundheitliche Probleme zu haben. Zudem fühlen sich benachteiligte Kinder seltener unterstützt – weder von ihren Familien noch von Lehrkräften – und jedes Jahr beenden etwa 62.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Unicef fordert deshalb deutlich mehr gezielte Investitionen, insbesondere in Kinder aus ärmeren Verhältnissen, zum Beispiel durch Ausbau von Förderprogrammen in Schulen und Kitas.Das Deutsche Jugendinstitut hat 2025 den Bericht für Unicef mit einem Team von 27 wissenschaftlichen Expert:innen erstellt. Als Datenbasis dienten zum Beispiel amtliche Statistiken und internationale Studien wie EU-SILC, HBSC (Health Behaviour in School-aged Children) und PISA. 23 Jugendliche wurden in Workshops sowohl bei der Themenwahl als auch bei der Interpretation der Ergebnisse für den Bericht aktiv beteiligt.In dem seit 2006 jährlich erscheinenden Unicef-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland wird die Situation der aktuell 14 Millionen Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren untersucht. Die Analysekategorien sind die sechs Dimensionen des kindlichen Wohlbefindens: Materielle Situation, Bildung, Soziale Beziehungen, Sicheres Aufwachsen und Risiken, Gesundheit und Subjektives Wohlbefinden.
Mehr erfahren: Eine Perspektive für jedes Kind. Unicef-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2025
Das Progressive Zentrum, Bertelsmann Stiftung, Stiftung Mercator
2025
In der Studie wurde untersucht, wie junge Menschen über TikTok und Instagram mit demokratischen Inhalten erreicht werden können. Dafür wurden zehntausende Kurzvideos im Zeitraum von Juni bis Dezember 2024 analysiert, eine repräsentative Befragung durchgeführt und Fokusgruppen mit jungen Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren einbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass provokative und populistische Inhalte oft eine deutlich höhere Reichweite erzielen als Beiträge demokratischer Akteur:innen. Damit demokratische Botschaften junge Menschen besser erreichen, empfehlen die Autor:innen der Studie, Inhalte stärker an den Stil und die Sprache der Plattformen anzupassen – etwa durch persönliche Ansprache, verständliche Sprache und visuell ansprechende Formate.
Mehr erfahren: Studie: How to Sell Democracy Online (Fast)© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.