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Projekt Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel und Elina Marmer
2015
Der Leitfaden richtet sich vor allem an weiße Lehrpersonen in schulischen und außerschulischen Kontexten und gibt konkrete Empfehlungen zur diskriminierungssensiblen Gestaltung von Bildungsinhalten über „Schwarzsein“, Afrika und afrikanische Diaspora. Das Recht aller Kinder auf diskriminierungsfreie Bildung (Art. 2 und Art. 29 UN-Kinderrechtskonvention) kommt in dem Leitfaden zum Tragen. Die Achtung kindlicher Identitäten wird gefordert, ebenso wie eine Bildung frei von rassistischen Stereotypen und die Stärkung marginalisierter Kinder durch empowernde Inhalte. Ziel ist eine Bildungsarbeit, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Kinder befähigt, sich gegen Ungerechtigkeit zu positionieren und sich als gleichwertige Subjekte in einer diversen Gesellschaft wahrzunehmen.
Mehr erfahren: Rassismuskritischer Leitfaden
Deutsches Institut für Menschenrechte e. V.
2012
Das Planspiel greift die historischen Verhandlungen zur UN-Behindertenrechtskonvention 2002–2006 in New York auf und versetzt Teilnehmende in die Rollen von Regierungsdelegationen, NGOs und Betroffenen. Es fokussiert auf Artikel 24 (Recht auf Bildung) und simuliert in zwei Phasen – Gruppenfindung und inhaltliche Ausgestaltung – mittels Rollenkarten, Symbolen und moderierter Debatte die Aushandlung eines verbindlichen Maßnahmenkatalogs. Ziel ist es, durch Perspektivwechsel und gemeinsames Ringen um Chancengleichheit, Nichtdiskriminierung und inklusive Bildung ein tieferes Verständnis für menschenrechtliche Inklusionsforderungen zu entwickeln. Geeignet zur Umsetzung mit Jugendlichen ab 14 Jahren. Das Planspiel eignet sich besonders für den Einsatz in der Sekundarstufe II, in Berufsschulen, der außerschulischen Bildungsarbeit und auch in der Lehrkräftefortbildung. Voraussetzung ist ein gewisses Maß an politischem Interesse und die Fähigkeit, sich auf Perspektivwechsel und Diskussionen einzulassen.
Mehr erfahren: Planspiel: Die Verhandlungen über die Behindertenrechtskonvention bei den Vereinten Nationen in New York
John Dewey Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie und Technische Universität Dresden
2024
Das Selbstlernformat besteht aus einem Video mit visueller Untermalung und begleitenden Reflexionsfragen. Dr. Sandra Reitz (Deutsches Institut für Menschenrechte) beantwortet die Frage, ob politische Bildung automatisch Menschenrechtsbildung ist. Sie ist es nicht, denn die Bildung in, durch und für Menschenrechte erfordert ein bewusstes Konzept, das die Menschenrechte als verbindliche Grundlage thematisiert, kritisch reflektiert und in Handlungskompetenz überführt. Das Format regt zur eigenständigen Auseinandersetzung mit dem Unterschied und den Schnittmengen beider Bildungsbereiche an.Das vorgestellte Stück zu Menschenrechtsbildung ist Teil der Abendschule – Politische Bildung der John Dewey Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie. Einen Überblick über das Selbstlernangebot Die Abendschule – Politische Bildung gibt es hier.
Mehr erfahren: Ist politische Bildung automatisch auch Menschenrechtsbildung?
terre des hommes e.V. und Jumen e.V.
2021
In dem Gutachten werden die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in Erstaufnahmeeinrichtungen und AnkER-Zentren in Deutschland analysiert. Trotz bestehender Rechte auf Bildung, Gesundheitsversorgung und Schutz der Privatsphäre werden diese häufig nicht umgesetzt. Die Autor:innen argumentieren, dass die verwehrten Rechte – insbesondere das Recht auf Schulbesuch und medizinische Betreuung – eine konkrete Verletzung des Schutzguts „öffentliche Sicherheit“ im Sinne von § 49 Abs. 2 AsylG darstellen. Damit eröffnen sich rechtlich begründete Möglichkeiten, die Wohnpflicht in solchen Einrichtungen vorzeitig zu beenden und eine Unterbringung in Kommunen zu erwirken. Das Gutachten benennt darüber hinaus verfügbare Prozesswege: Eilanträge, Klagen vor Verwaltungsgerichten sowie Amtshaftungs- und europarechtliche Haftungsansprüche bei Fehlverhalten der Behörden. Ziel ist es, die Kinderrechte und individuellen Rechtsansprüche von minderjährigen Geflüchteten praktisch durchzusetzen.
Mehr erfahren: Gutachten »Der Anspruch auf Entlassung aus einer Aufnahmeeinrichtung für minderjährige Geflüchtete und ihre Familien unter besonderer Berücksichtigung der Kinderrechte«
ZDF logo!
2025
In dem Video wird erklärt, was die Kinderkommission des Deutschen Bundestages ist. Die Kinderkommission wird auch Kiko genannt. Die KiKo setzt sich aus Abgeordneten verschiedener Fraktionen zusammen und hat die Aufgabe, die Interessen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen in der politischen Arbeit zu vertreten. Sie sorgt dafür, dass bei Gesetzen auch an Kinder und Jugendliche gedacht wird und ist Ansprechpartner:in für Verbände, Organisationen, Eltern und Kinder. Die Kommission spricht regelmäßig mit Kindern, um deren Meinungen und Wünsche zu hören. Kinder können sich zum Beispiel auch per Brief oder E-Mail an die KiKo wenden. Ein Beispiel für den Erfolg der KiKo ist das Verbot von großen Stoßstangen an Autos, da diese Kinder schwer verletzen können.
Mehr erfahren: Was die Kinderkommission im Bundestag ist – logo erklärt!
CJD Nord (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands)
2025
Im CJD verstehen wir frühkindliche Bildung als einen Prozess, der von Teilhabe, Vielfalt und Innovationsfreude geprägt ist. Unser Projekt CJD-Tool-Kid(t) spiegelt diese Haltung wider und bietet ein praxisnahes, partizipatives Angebot für Kindertageseinrichtungen. Es ist ein Instrument, das gezielt darauf ausgerichtet ist, Partizipation im Kita-Alltag durch fachliche Impulse zu fördern und zu stärken. Das pädagogische Handeln in der Kita sollte sich an einem inklusiven Bildungsverständnis orientieren, das jedem Kind gleiche Rechte auf Teilhabe, Selbstbestimmung und die Entfaltung seiner Potenziale zuschreibt. Das Tool-Kid(t) besteht aus einer Methodenkiste – einem farbenfrohen, mobilen Holzmöbel mit vier thematisch gestalteten Seiten. Es lässt sich flexibel in den Kita-Alltag integrieren und ist über einen QR-Code digital erschlossen – für eine transparente, zeitgemäße und partizipative Praxis.
Mehr erfahren: Das CJD-Tool-Kid(t) – Partizipation von Anfang an lebendig gestalten
Unicef Deutschland
2021
Mit der Agenda 2030 wurden im Jahr 2015 die globalen 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) beschlossen, mit dem übergeordneten Prinzip „Leave no one behind“ – niemand darf zurückbleiben. Viele dieser SDGs stehen in direktem Zusammenhang mit den Rechten von Kindern, denn nur durch die Verwirklichung ihrer Rechte – wie Zugang zu Gesundheit, Bildung, Schutz vor Gewalt sowie gleiche Chancen – kann nachhaltige Entwicklung erreicht werden. In dem Artikel wird betont, dass die Kinderrechte ein integraler Bestandteil der SDGs sind und in sämtlichen Bereichen – von Armutsbekämpfung über Umwelt bis hin zur Stärkung sozialer Systeme – aktiv umgesetzt werden müssen, damit jedes Kind weltweit eine faire und sichere Zukunft hat.
Mehr erfahren: Hintergrund: Kinderrechte und SDGs
Beltz & Gelberg Verlag
2024
Das Sachbuch richtet sich an Kinder ab etwa 8 Jahren und erklärt, wo Künstliche Intelligenz (KI) im Alltag steckt – in Handys, Navis, Sprachassistenten, Streamingdiensten oder sogar Staubsaugerrobotern. Es zeigt, wie KI durch Algorithmen, neuronale Netze und maschinelles Lernen arbeitet und zum Beispiel Muster erkennt, selbstständig dazulernt oder anhand von Gesichtsausdruck und Stimme Gefühle erkennt. Zudem beleuchtet es Chancen und Risiken: Datenschutz, Stromverbrauch, algorithmische Vorurteile, Einsatz in der Medizin oder Pflege – und gibt praktische Tipps für einen souveränen Umgang mit persönlichen Daten. Mit Fragen wie „Was passiert beim Programmieren?“ oder „Kann KI schon Gedichte schreiben?“ und humorvollen Illustrationen lädt das Buch zum Lesen, Verstehen und Mitdenken ein. So erhalten junge Leser:innen eine anschauliche und verständliche Einführung in die Technik, die sie in ihrem Alltag begleitet und Denkanstöße für einen reflektierten Umgang damit.
Mehr erfahren: Was ist Künstliche Intelligenz? Wo sie uns im Alltag begegnet und wie sie funktioniert
Verlag Freies Geistesleben
2025
Das Buch enthält zwölf Kurzgeschichten. In jeder Geschichte wird ein spezifisches Kinderrecht wie Meinungsfreiheit, Schutz, Bildung oder Spiel anhand alltäglicher oder fantasievoller Situationen kindgerecht vermittelt. Ein Vorwort von Kirsten Boie führt in die Bedeutung der Kinderrechte ein, und am Ende jeder Geschichte wird der entsprechende UN-Artikel erklärt. Das Buch eignet sich zum Vorlesen oder Selberlesen und lädt Kinder sowie Erwachsene dazu ein, Kinderrechte kennenzulernen, zu reflektieren und aktiv im Alltag zu leben.
Mehr erfahren: Du hast nicht immer recht. Doch du hast immer Rechte!
FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH und nifbe – Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung
2025
Die Diplom‑Sozialwissenschaftlerin Klara Schlömer erläutert, wie die Beobachtungsmethode Lerngeschichten die Wahrnehmung von Kindern in der Frühpädagogik grundlegend verändert. Statt isolierte Fähigkeiten wie Malen oder Schneiden zu betrachten, rücken Lerngeschichten das dahinterliegende Lernen ins Zentrum – Engagement, Neugier, Ausdruck und Verantwortungsübernahme – und legen dabei eine wertschätzende Haltung zugrunde. Der neuseeländische Ansatz Te Whāriki bildet dafür die theoretische Basis. Durch Erzählen und Beobachtung wird Beziehungspflege sichtbar, und Fachkräfte lernen, mit wenigen Mitteln selbst solche Geschichten zu erstellen. Die Folge beleuchtet zentrale Fragen: Was sind Lerngeschichten, was versteht man unter Lerndispositionen, wie gelingt der Einstieg – und welche Hürden gibt es auf diesem Weg.Lerngeschichten eröffnen eine ganzheitliche, beziehungsorientierte Perspektive auf kindliches Lernen und stärken so sowohl die individuelle Entwicklung der Kinder als auch die Professionalität der pädagogischen Begleitung.Alle Podcast-Folgen sind über den externen Link zu finden und können auf Soundcloud und Spotify angehört werden.
Mehr erfahren: Podcast „Auf die ersten Jahre kommt es an“: Wie Lerngeschichten den Blick auf Kinder verändern© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.