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Beltz Verlag
2025
Das bekannte Buch zu antirassistischer Erziehung erhält eine Neuauflage mit vielen Erweiterungen der Autorinnen. Kinder profitieren von einer diversitätssensiblen und rassismuskritischen Erziehung: zu Hause in der Familie, in der Kita und in der Schule. So wird der Zusammenhalt gestärkt und Kindern ermöglicht, ihr Leben offen und unerschrocken ihr Leben zu gestalten. Eltern, pädagogische Fachkräfte und Lehrer:innen stehen vor der Aufgabe, die Entwicklung von Vorurteilen in der Erziehung anzugehen bzw. sie gar nicht erst entstehen zu lassen. In dem Buch finden sich Hintergrundinformationen, Beispiele und Checklisten, um die genannten Themen anzugehen. Erwachsene lernen, auf ihre eigene Kindheit zu schauen und die Entstehung von Vorurteilen zu reflektieren. Die eigene Handlungskompetenz im Umgang mit Kindern kann durch Anregungen für Gespräche über Rassismus mit Kindern und Reaktionsmöglichkeiten in Alltagssituationen gestärkt werden. Weiterhin finden sich Kriterien zur Auswahl von Kindermedien wie Filmen, Büchern, Serien und Spielzeug für Kinder von 3 bis 12 Jahren, die gesellschaftliche Vielfalt abbilden. In der aktualisierten Ausgabe sind ein Kapitel zu Colorism sowie Anregungen dazu, wie mit Kindern über Rechtsextremismus gesprochen werden kann und Strategien und Kommuniationshilfen bei Diskriminierungen hinzugekommen.
Mehr erfahren: „Gib mir mal die Hautfarbe“ Mit Kindern über Rassismus sprechen
Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V. (IGfH) und Institut für Sozial und Organisationspädagogik, Stiftung Universität Hildesheim
2024
In dieser Broschüre geht es um den Übergang, wenn junge Menschen stationäre Erziehungshilfen wie Wohngruppen, Pflegefamilien oder andere betreute Wohnformen verlassen. Dieser Übergang wird Leaving Care (Englisch: die Pflege verlassen) genannt. Der Übergang ins Erwachsenenleben ist für die jungen oft Menschen sehr kompliziert. Ab dem Auszug aus stationären Hilfeformen müssen sie sich selbst um ihren Lebensunterhalt kümmern. Dafür können junge Menschen arbeiten gehen und ein eigenes Einkommen erzielen, sie können Ausbildungshilfen erhalten oder Bürger:innengeld bekommen. Weiterhin ist es wichtig zu schauen, ob weitere Unterstützung und Begleitung durch die Kinder- und Jugendhilfe oder durch andere Sozialrechtskreise benötigt wird. Die Broschüre gibt Informationen zu den Rechten auf Betreuungsleistungen und finanzielle Unterstützung innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe, im Übergang und in nachgehenden Sozialleistungssystemen, die in Anspruch genommen werden können. Er richtet sich u. a. an Care Leaver*innen, Fachkräfte und Pflegeeltern.
Mehr erfahren: Rechte von Care-Leaver*innen
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
2019
Ein vom Deutschen Kinderhilfswerk beauftragtes Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention in vielen Bereichen des kommunalen Handelns angewendet und umgesetzt werden müssen. Die Umsetzung der Kinderrechte ist daher eine Querschnittsaufgabe der Kommunen. In dem Gutachten wird insbesondere geprüft, welche Rechtsfolgen und Pflichten sich aus den Artikeln 3, dem Vorrang des Kindeswohls und Artikel 12, der Berücksichtigung des Kindeswillens, für das kommunale Verwaltungshandeln ergeben. Mit Handlungsempfehlungen werden Mitarbeitenden in kommunalen Verwaltungen Hinweise an die Hand gegeben, wie Rechtspflichten eingehalten werden können.
Mehr erfahren: Gutachten: Kinderrechte im kommunalen Verwaltungshandeln
Annedore Prengel & Ursula Winklhofer
2014
Die Beziehungen zwischen Pädagog:innen und Kindern und Jugendlichen sind wegweisend für die weiteren Bildungsstationen der jungen Menschen. Werden Kinder und Jugendliche von Pädagog:innen anerkannt und ermutigt oder werden sie gedemütigt und verletzt? Der Band richtet sich an Wissenschaftler:innen, Studierende und Praktiker:innen aus allen bildungswissenschaftlichen Disziplinen, pädagogischen Arbeitsfeldern und Fachgebieten. Band 2 gibt erstmals einen Überblick über Vorhaben in der internationalen menschen- und kinderrechtlich orientierten Beziehungsforschung. Theoretische Grundlagen und deren Verortung in den Kinderrechten werden dargelegt, wissenschaftliche Debatten und internationale Forschungsfelder werden vorgestellt. Verschiedene Aspekte der kinderrechtlichen Forschung werden in Beiträgen der Forschung zu Diskriminierung, Gewalt und deren Konsequenzen für die Lern- und Leistungsmotivation von Schüler:innen aufgezeigt. Einzelne Studien und ihre Befunde zur Gestaltung pädagogischer Beziehungen und ihrer kinderrechtlichen Verbesserung werden diskutiert.
Mehr erfahren: Kinderrechte in pädagogischen Beziehungen. Band 2: Forschungszugänge
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
2025
Der Bericht zum Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendbeteiligung fasst die Ergebnisse eines bundesweiten Dialogprozesses zusammen, in dem junge Menschen gemeinsam mit Politik und Fachpraxis Empfehlungen erarbeitet haben, um ihre Beteiligung zu stärken: Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach echter Mitbestimmung auf Augenhöhe, besseren Rahmenbedingungen, verständlicher Kommunikation sowie verbindlichen Beteiligungsstrukturen, ergänzt durch konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis, um Kinder- und Jugendbeteiligung langfristig wirksamer und inklusiver umzusetzen.
Mehr erfahren: Der Nationale Aktionsplan für Kinder- und Jugendbeteiligung – Abschlussdokumentation
Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung & Erziehung, Institut für den Situationsansatz, INA Berlin gGmbH
2022
In dem Vortrag wird eine dekoloniale Perspektive auf die Kinderrechte beschrieben. Dekolonial meint in diesem Zusammenhang, dass die Beziehungen zwischen den Generationen angeschaut werden und kritisch ist gegenüber einer westlichen individualistischen Sichtweise auf Erwachsenen und Kinder. Hervorgehoben wird der Aspekt der Interdependenz, mit dem die wechselseitige Abhängigkeit von Erwachsenen und Kindern gemeint ist, derer sich Erwachsene leider kaum bewusst sind. Hervorgehoben wird in diesem Zusammenhang, wie wichtig es ist, dass Menschen verschiedener Generationen mehr Zeit zusammen verbringen, um Beziehungen aufzubauen, in denen Kinderrechte gelebt werden können. Als Beispiel für eine Philosophie, in der diese Form der Interdependenz gelebt wird, führt die Rednerin Ubuntu ein. Ubuntu beschreibt Weltbilder der indigenen schwarzen Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara, in der das Zusammenwirken von Gemeinschaft und Individuellem im Zusammenleben und der generationenübergreifenden Bildung gelebt und anerkannt wird.
Mehr erfahren: Eine dekoloniale Perspektive auf die Kinderrechte
Prof. Dr. Susanne Hähnchen
2023
Auf der Website Recht Kinderleicht werden rechtliche Begriffe erklärt, die besonders für junge Menschen wichtig sind. Zum Beispiel geht es darum, ob Tiere eigene Rechte haben, ob Kinder bestraft werden dürfen, um Musik aus dem Internet und ob Eltern Taschengeld zahlen müssen. Die Erklärungen sind verständlich formuliert und geben einen guten Überblick über relevante rechtliche Themen für Kinder. Für Kinder findet sich auf der Website ein Online-Quiz zu den Themen. Die Autorin der Website gibt den Hinweis, dass die Website keine Beratung bei konkreten Problemen bietet.
Mehr erfahren: Recht Kinderleicht
Deutsch-Polnisches Jugendwerk / Polsko-Niemiecka Współpraca Młodzieży
2023
Auf der Website finden Organisator:innen internationaler Jugendbegegnungen Texte deutscher und polnischer Expert:innen sowie konkrete Hinweise zur Durchführung von Begegnungen zum Thema Vielfalt und Links auf weitere Materialien. Mit einer Sammlung von Artikeln zu Themen wie Vielfalt, Kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede und einem Glossar für Vielfalt finden pädagogische Fachkräfte eine sinnvolle Übersicht für fachliche Überlegungen und Erfahrungswissen anderer Organisator:innen von Jugendbegegnungen. Weiterhin finden sich in der Diversity Box Checklisten, geeignete Methoden und Materialien wie Filme.
Mehr erfahren: Diversity Box. Vielfalt im deutsch-polnischen Jugendaustausch
Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS)
2025
Der Monitor Jugendarmut wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) seit 2010 alle zwei Jahre herausgegeben. Die Themen umfassen die regionale Armutsverteilung von Kindern und Jugendlichen, die Auswirkungen von Armut auf Bildung, Wohnraum, Mobilität und Gesundheit sowie die Ausgrenzung von armen Kindern und Jugendlichen. In jedem Monitor werden weitere aktuelle Themen behandelt wie Chancengleichheit zwischen Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte oder digitale Armut. Für den Monitor werden Daten aus dem Mikrozensus sowie Studien und Berichte aus Forschung, Ministerien und Zivilgesellschaft ausgewertet. Der aktuelle Monitor Jugendarmut 2024/2025 zeigt, dass jede:r vierte Jugendliche in Deutschland armutsgefährdet ist. Für die betroffenen jungen Menschen bedeutet dies eine Benachteiligung auf vielen Ebenen: sie haben schlechtere Bildungschancen, weniger gesellschaftliche Teilhabe, sie sind stärker von Wohnungsnot betroffen und tragen höhere gesundheitliche Risiken. Ebenfalls zeigt der Monitor, dass Kinder von armen Eltern oft selbst als Erwachsene von Armut betroffen sind. Weitere Themen im aktuellen Monitor sind strukturelle Diskriminierung, Demokratiekompetenz und Finanzwissen.
Mehr erfahren: Monitor Jugendarmut in Deutschland 2024/2025
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
2024
Wenn jüngere Menschen wegen ihres Alters diskriminiert werden, wird das Adultismus genannt. Das Konzept des Adultismus setzt sich kritisch mit Macht auseinander. Grundlage für die vorliegende Broschüre war ein Fachaustausch des Deutschen Kinderhilfswerkes, in dem Expert:innen das Thema Adultismus aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet haben: Wie werden Kinderrechte beispielsweise in der Schule mitgedacht und umgesetzt? Wie kann für und mit statt über Kinder geforscht werden? Welche Praxiserfahrungen gibt es mit Kinder- und Jugendbeteiligung auf kommunaler Ebene?
Mehr erfahren: Adultismus im Kontext der UN-Kinderrechtskonvention© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.