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Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung e.V. (nifbe)
2026
Der Artikel beschreibt die kollegiale Fallberatung als strukturierte, praxisnahe Methode der gegenseitigen Beratung unter Fachkräften, bei der herausfordernde Fragestellungen in einer Gruppe systematisch reflektiert und lösungsorientiert bearbeitet werden. Neben Kollegialer Fallberatung werden Begriffe wie Kollegiale Beratung, Kollegiale Supervision, Kollegiale Fallsupervision, Fallbesprechung oder Intervision synonym verwendet. Zentrales Merkmal ist ein klarer, moderierter Ablauf in mehreren Phasen (z. B. Fallvorstellung, Perspektivwechsel, Hypothesenbildung und Entwicklung von Lösungen), der die Nutzung unterschiedlicher Erfahrungen und Sichtweisen ermöglicht. Ziel ist es, durch den Austausch auf Augenhöhe ein tieferes Fallverständnis sowie neue Handlungsoptionen zu entwickeln. Die Ergebnisse zeigen, dass die Methode sowohl die individuelle Handlungskompetenz und Reflexionsfähigkeit stärkt als auch zur Professionalisierung, Teamkultur und Organisationsentwicklung beiträgt, vorausgesetzt, es bestehen geeignete Rahmenbedingungen wie Vertrauen, Verbindlichkeit und klare Rollenstrukturen.
Mehr erfahren: Kollegiale Fallberatung – eine Methode mit Potenzial
Kompetenzzentrum Frühe Kindheit Niedersachsen der Stiftung Universität Hildesheim, Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
2025
Die Arbeitsmaterialien für die fallorientierte Lehre zeigen auf, dass Flucht- und Migrationserfahrungen ein zentraler Bestandteil der Lebensrealität vieler Kinder in Deutschland sind und eine diskriminierungskritische, inklusive Ausrichtung der Kindheitspädagogik nötig ist. Theoretische Grundlagen zu Flucht, Migration, Kindheitsbildern und Rassismuskritik werden mit intersektionalen Perspektiven verbunden, ohne die Handlungsmacht von Kindern aus dem Blick zu verlieren. Anhand ethnografisch fundierter Fallvignetten und didaktischen Anregungen werden Einblicke in die Lebenswelten geflüchteter Kinder gegeben und konkrete Zugänge für die pädagogische Arbeit aufgezeigt. Dozierende und pädagogische Fachkräfte, die zu Fluchtmigration, Kindheit und Pädagogik arbeiten, sollen mit den Materialien in ihrer diversitätsbewussten und machtkritischen Praxis gestärkt werden.
Mehr erfahren: Wege zu einer intersektionalen und inklusiven pädagogischen Praxis in der Begleitung von Kindern und Familien mit Fluchterfahrung
Save the Children Deutschland e.V.
2026
Viele geflüchtete Kinder wünschen sich sichere Orte zum Spielen, Lernen und einfach Kindsein. Doch oft fehlen Informationen und Zugänge oder sie erleben Ausschlüsse.Die Handreichung von Save the Children Deutschland zeigt praxisnah, wie Fachkräfte diese Kinder aktiv erreichen können und welche Schritte helfen, Barrieren früh mitzudenken. Sie unterstützt außerdem dabei, Diskriminierung zu erkennen und professionell darauf zu reagieren.Die Materialien bieten konkrete Tipps, Praxisbeispiele und Reflexionsfragen – für wirklich inklusive, empowernde Freizeitangebote.
Mehr erfahren: Freizeit ist für alle Kinder- Ein Leitfaden für Arbeit mit Kindern mit und ohne Fluchthintergrund
Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ)
2026
Pausen tun gut – das ist bekannt, und doch kommen sie im Alltag oft zu kurz – auch in der Kulturellen Bildung. Das Plakat „Atmen. Pause. MindCare“ lädt dazu ein, bewusst innezuhalten, durchzuatmen und kleine, kreative Schritte zu gehen, die auch die mentale Gesundheit unterstützen können. Es versammelt 18 praxisnahe Methoden – inspiriert durch die Kulturelle Bildung –, die kurze Auszeiten ermöglichen und sich sowohl für den Arbeitsalltag von Fachkräften als auch für die kulturelle Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen eignen. Die Vorderseite versammelt leicht umsetzbare Impulse wie Tanzen, „Free Writing“ oder gemeinsames Musizieren mit klaren Angaben zu Zeit und Material, die Fachkräfte als kleine Pausen im Arbeitsalltag zwischendurch für sich und ihre Kolleg*innen nutzen können. Die Rückseite überträgt alle Methoden in kind- und jugendgerechte Formate und ergänzt sie um Hinweise zur Anleitung und praktischen Umsetzung in Gruppen. Das Plakat macht sichtbar, wie mit und in der Kulturellen Bildung Wohlbefinden befördert werden kann: Kreative Methoden dienen als niedrigschwellige Zugänge zu Selbstwahrnehmung, Ausdrucksfähigkeit und sozialem Miteinander.Es eignet sich für Bildungs- und Kultureinrichtungen, Vereine und Verbände der Kulturellen Bildung und kann kostenfrei bestellt werden. Es steht außerdem als Download zur Verfügung. Zunächst in deutscher Sprache, alsbald auch in einer englischen und niederländischen Fassung. Das Plakat ist entstanden im Rahmen von „MindCare − Mentale Gesundheit in der Kulturellen Bildung, Förderung von Achtsamkeit, Resilienz und Empowerment“ (2025−2026). „MindCare“ ist ein Kooperationsprojekt der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) und des „Kenniscentrum voor cultuureducatie en amateurkunst (LKCA)“, Niederlande. Es wird gefördert von der Europäischen Union.
Mehr erfahren: Atmen. Pause. MindCare. Methoden für mentale Gesundheit für dich und deine Praxis.
Bertelsmann Stiftung
2025
In der Handreichung „Junge Menschen beteiligen – Teil C – How to … Kinder- und Jugendkonferenzen“ wird praxisnah das entwickelte Konferenzformat „Zukunftsstimmen: Jetzt sind wir gefragt!“ beschrieben, das gemeinsam mit dem JugendExpert:innenTeam (JEx-Team) der Bertelsmann-Stiftung konzipiert und wissenschaftlich durch die Goethe-Universität Frankfurt begleitet wurde. Kinder- und Jugendkonferenzen in Kommunen, Stadtteilen oder Schulen eröffnen niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten, geben fundierte Einblicke in die Lebensrealitäten junger Menschen und stärken demokratische Erfahrungen. Kennzeichnend ist das Peer-to-Peer-Format, bei dem Jugendliche die Konferenz eigenständig moderieren und Workshops durchführen, bevor sie ihre Ergebnisse und Forderungen mit Politik und Verwaltung diskutieren. Die Handreichung bietet konkrete Anleitungen, Materialien und Empfehlungen zur Umsetzung und legt besonderen Wert auf den Transfer der erarbeiteten Anliegen in politische Entscheidungsprozesse, damit Beteiligung nicht folgenlos bleibt, sondern tatsächliche Mitgestaltung ermöglicht. Sie richtet sich – wie auch Teil B – an Verantwortliche in Verwaltung, Politik, Schulen und Organisationen, die Kinder- und Jugendbeteiligung praktisch umsetzen möchten.Hier finden Sie die anderen Teile der Publikationsreihe:Teil A: Potentiale und Grenzen von Partizipation und MitbestimmungTeil B: How to … Jugendbeteiligungsgremium
Mehr erfahren: How to … Kinder- und Jugendkonferenzen. Junge Menschen beteiligen I Teil C
Sportjugend Hessen
2022
Das Arbeitsheft nutzt ein illustriertes Wimmelbild als Gesprächsanlass, um Kinder, Jugendliche und Erwachsene für ein respektvolles, grenzachtendes Miteinander im Sport zu sensibilisieren. Es vermittelt spielerisch und altersgerecht Themen wie Gefühle, Körpergrenzen, Hilfe holen und Kinderrechte, um eine Kultur des Hinsehens und Vertrauens zu fördern. Das Heft bietet praktische Übungen wie Rollenspiele, Reflexionsfragen und Methoden, um Situationen aus dem Sportalltag zu analysieren – etwa: Wo fühlen sich Kinder wohl oder unwohl? Wie können Regeln für ein sicheres Miteinander entwickelt werden? Ziel ist es, Risiken wie Grenzüberschreitungen oder Gewalt zu erkennen, Präventionsstrategien zu stärken und klare Verhaltensregeln im Verein zu etablieren. Es richtet sich an Trainer:innen, Betreuer:innen und Verantwortliche und liefert konkrete Tools, um Kindeswohl, Teilhabe und Schutz im Sport zu verankern.Das Wimmelbild und das Wimmelbild zum Ausmalen können kostenfrei heruntergeladen werden.
Mehr erfahren: Kindeswohl im Sport
Beltz Juventa
2024
In dem Buch wird praxisnah vermittelt, wie aus dem improvisierten Spiel mit Kindern ab zwei Jahren Geschichten, Szenen und Theaterstücke entstehen können. Die Autorin teilt Methoden und Spiele für alle Phasen des Theaterspiels – von der Gestaltung der Rahmenbedingungen über die Probenarbeit bis hin zur gelungenen Aufführung. Mit 111 erprobten Spielen, anschaulichen Praxisbeispielen aus dem Workshopalltag und wertvollen Tipps zur Workshopgestaltung für verschiedene Aufführungsformate. Zentral ist, dass die Theaterarbeit von den Themen, Fantasien und Ideen der Kinder selbst ausgeht, um so ihre Kreativität und Ausdrucksfähigkeit zu fördern.
Mehr erfahren: Praxisbuch Theaterspielen in Krippe und Kindergarten
Kindernothilfe e.V.
2024
Der Advocacy-Leitfaden der Kindernothilfe bietet eine praktische Anleitung, wie sich junge Menschen, Organisationen und Einzelpersonen in 10 Schritten für die Verwirklichung von Kinderrechten einsetzen können. Im Mittelpunkt stehen die vier Säulen der Advocacy-Arbeit: der Schutz vor Gewalt, die Förderung von Teilhabe und Bildung sowie der Kampf gegen Ausbeutung, insbesondere Kinderarbeit. Das Ziel der Advocacy-Arbeit ist es, politische, wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Kinderrechte weltweit durchgesetzt und eingehalten werden. Dazu gehören der direkte Dialog mit Entscheidungsträger:innen, die Einbindung von Kindern in politische Prozesse, die Zusammenarbeit in Bündnissen und Netzwerken sowie die Nutzung von Daten und Fakten, um konkrete Verbesserungen für Kinder zu erreichen. Anhand von Bündnissen und Initiativen von Kindern weltweit wird gezeigt, wie vor Ort Veränderungen im Sinne der Kinderrechte angestoßen werden können.Der Advocacy-Leifaden kann kostenfrei auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Portugiesisch heruntergeladen werden.
Mehr erfahren: Dein Advocacy-Leitfaden voller Ideen und Erfahrungen von Kindern aus der ganzen Welt!
Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland (KJTZ)
2023
Die Gesprächskarten mit+mischen sind ein Kartenset, das junge Menschen dabei unterstützt, sich aktiv in die Mitgestaltung von Theatern und Festivals einzubringen. Sie wurden gemeinsam von Beteiligungsgruppen entwickelt und helfen dabei, ins Gespräch zu kommen, Motive, Interessen und Rahmenbedingungen innerhalb einer Gruppe zu erkunden sowie Diskussionen zu strukturieren und gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Das Set besteht aus Fokuskarten zum Kennenlernen und zur Reflexion der eigenen Motivation und Aktionskarten zur Weiterentwicklung von Diskussionen und Entscheidungsprozessen und soll Beteiligungsgruppen ein niedrigschwelliges, moderierbares Werkzeug bieten, um gemeinsam ihre Theater- und Kulturarbeit zu gestalten.Die Gesprachskarten können kostenfrei auf Deutsch und auf Englisch heruntergeladen werden.
Mehr erfahren: mit+mischen. Gesprächskarten für junge Menschen, die Theater mitgestalten wollen
Philip Meade, Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
2025
Die Methode des Forumtheaters kommt ursprünglich von dem Theater der Unterdrückten nach Augusto Boal. Hier wurde sie auf den Kontext der Kinderrechte angepasst, um junge Menschen ab etwa 8 Jahren zu stärken, eigene Interessen und Kinderrechte zu erkennen und sich dafür einzusetzen. Dabei entwickeln Gruppen zuerst kurze Konfliktszenen, in denen Kinderrechte verletzt werden. Diese Szenen werden vor Publikum gespielt, das eingeladen ist, selbst aktiv einzugreifen, Ideen zur Veränderung vorzuschlagen oder sogar selbst Rollen zu übernehmen, um alternative Handlungen auszuprobieren. So erleben Teilnehmende verschiedene Perspektiven, erproben Lösungsstrategien und reflektieren gemeinsam darüber, wie reale Situationen anders gestaltet werden können – und was dies für die Umsetzung von Kinderrechten heißt.Quellen: Augusto Boal (1989) : Theater der Unterdrückten. Frankfurt a. M.: Suhrkamp; und Friderike Wilckens (2011): Forumtheater. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. Online: https://www.bpb.de/lernen/kulturelle-bildung/60265/forumtheater.
Mehr erfahren: Methode: Forumtheater mit Kinderrechten© 2026 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.