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Andreas Foitzik, Marc Holland-Cunz, Clara Riecke
2019
Das Praxisbuch bietet eine praxisorientierte Einführung in die Entwicklung einer diskriminierungskritischen Schule, die Diskriminierung systematisch erkennt und ihr aktiv entgegenwirkt. Es werden theoretische Grundlagen mit konkreten Handlungsansätzen verbunden und gezeigt, wie die Handlungsfelder Antidiskriminierung, Inklusion bzw. Interkulturelle Öffnung und Rechtsextremismus-Prävention in der schulischen Praxis als gemeinsame Aufgabe von Schule und Partner:innen aus Jugendsozialarbeit und politischer Bildung zusammengedacht werden können. Im Mittelpunkt stehen dabei konkrete Methoden, Reflexionsimpulse und Qualitätsstandards, die pädagogische Fachkräfte dabei unterstützen, eine demokratische Schulkultur aufzubauen, die auf Teilhabe, Anerkennung und die kritische Reflexion eigener Strukturen und Haltungen ausgerichtet ist.Der Band ist im Open Access verfügbar und kann kostenfrei als E-Book heruntergeladen werden.Hier finden sich Informationen zum ersten Band Diskriminierungskritische Schule – Einführung in theoretische Grundlagen.
Mehr erfahren: Praxisbuch Diskriminierungskritische Schule
Miteinander ankern e.V.
2019
In der Zeitschrift #4: Kinderrechte aus dem kohero Magazin (vormals: Flüchtling) werden Kinderrechte aus der Perspektive von Kindern und jungen Menschen mit Fluchterfahrungen erklärt. Es wird zum Beispiel auf Rechte wie das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung, den Schutz vor Gewalt und Ausbeutung sowie besonderen Schutz für Kinder auf der Flucht oder im Krieg eingegangen. Hervorgehoben wird auch, dass die Kinderrechte für alle Kinder gelten, unabhängig von ihrer Herkunft oder Situation. In dem Heft werden Beispiele sowohl für die weltweite Umsetzung der Kinderrechte aber auch Herausforderungen für ihre Verwirklichung gegeben.
Mehr erfahren: Kinder haben Rechte. Perspektiven von geflüchteten Kindern auf ihre Rechte I kohero – Magazin für multikulturellen Austausch
Klett Kinderbuch
2025
„Klassenbuch – Wer gewinnt im Spiel des Lebens?“ ist ein kindgerecht gestaltetes Sachbuch über Klassismus. Es nutzt die Alltagserfahrungen einer Grundschulklasse, um zu zeigen, wie soziale Ungleichheiten und Unterschiede in Herkunft, Sprache, Essen, Wohnen oder kulturellen Gewohnheiten unbemerkt Chancen und Lebenswege beeinflussen können. Anhand von Beispielen und illustrierten Szenen macht das Buch nachvollziehbar, wie soziale Klassen entstehen und warum es wichtig ist, diese Ungerechtigkeiten früh zu erkennen und darüber ins Gespräch zu kommen. Für die Beschäftigung mit dem Thema Klassismus mit Kindern ab 8 Jahren mit einer pädagogischen Begleitung geeignet.
Mehr erfahren: Klassenbuch. Wer gewinnt im Spiel des Lebens?
Unicef Deutschland
2026
In dem Video besucht der bekannte Moderator Tobias Krell eine Kinderrechteschule und erlebt, wie Kinderrechte im Schulalltag gelebt und umgesetzt werden. Schüler:innen und Lehrkräfte erklären Tobi, dass Kinder an ihrer Schule nicht nur lernen, was Kinderrechte sind, sondern aktiv Mitbestimmung und Beteiligung erleben – zum Beispiel in Klassenräten, in der Schülervertretung und in Projekten wie der Kinderrechte‑AG. Eine kinderrechtsorientierte Haltung verändert den Schulalltag, stärkt Beziehungen stärkt und fördert die Teilhabe von Kindern an Entscheidungen, ohne die notwendigen Regeln und Grenzen zu vernachlässigen.
Mehr erfahren: Was ist eine Kinderrechteschule? Unicef Erklärvideo mit Tobias Krell
Florian Höhne, Konstantin Lindner, Manfred L. Pirner, Lizenz: CC-BY-SA 4.0
2026
In dem Fachartikel wird das Phänomen des Kidfluencings im Spannungsfeld zwischen Teilhabe und Schutzrechten betrachtet. Ausgehend von der UN-Kinderrechtskonvention argumentieren die Autor:innen, dass Kidfluencing zwar Potenziale für Selbstverwirklichung, Partizipation und Kompetenzerwerb bietet, zugleich jedoch erhebliche Risiken birgt: Insbesondere werden Verletzungen der Privatsphäre, wirtschaftliche Ausbeutung, unklare Arbeitsverhältnisse sowie Belastungen für Entwicklung und Wohlbefinden problematisiert. Kinder handeln häufig nicht vollständig autonom, sondern unter Einfluss oder Kontrolle von Eltern und kommerziellen Interessen, wodurch ihre Rechte auf Schutz und freie Entfaltung gefährdet sein können. Insgesamt kommt der Beitrag zu dem Schluss, dass Kidfluencing in einer rechtlichen Grauzone liegt und stärkere Regulierung sowie eine konsequente Orientierung am Kindeswohl erforderlich sind, um Rechteverletzungen zu vermeiden.Der Fachartikel sowie der gesamte Band Digitalitätsethische Souveränität. Theologische und religionsdidaktische Perspektiven auf Influencer:innen sind als PDF kostenfrei verfügbar. Der vorgestellte Artikel kann auf den Seiten 135 – 150 nachgelesen werden.
Mehr erfahren: Kidfluencing aus kinderrechtlicher Perspektive: Selbstverwirklichung oder Rechtsverletzung?
Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung e.V. (nifbe)
2026
Der Artikel beschreibt die kollegiale Fallberatung als strukturierte, praxisnahe Methode der gegenseitigen Beratung unter Fachkräften, bei der herausfordernde Fragestellungen in einer Gruppe systematisch reflektiert und lösungsorientiert bearbeitet werden. Neben Kollegialer Fallberatung werden Begriffe wie Kollegiale Beratung, Kollegiale Supervision, Kollegiale Fallsupervision, Fallbesprechung oder Intervision synonym verwendet. Zentrales Merkmal ist ein klarer, moderierter Ablauf in mehreren Phasen (z. B. Fallvorstellung, Perspektivwechsel, Hypothesenbildung und Entwicklung von Lösungen), der die Nutzung unterschiedlicher Erfahrungen und Sichtweisen ermöglicht. Ziel ist es, durch den Austausch auf Augenhöhe ein tieferes Fallverständnis sowie neue Handlungsoptionen zu entwickeln. Die Ergebnisse zeigen, dass die Methode sowohl die individuelle Handlungskompetenz und Reflexionsfähigkeit stärkt als auch zur Professionalisierung, Teamkultur und Organisationsentwicklung beiträgt, vorausgesetzt, es bestehen geeignete Rahmenbedingungen wie Vertrauen, Verbindlichkeit und klare Rollenstrukturen.
Mehr erfahren: Kollegiale Fallberatung – eine Methode mit Potenzial
Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA)
2019
In der Expertise geht es darum, dass soziale Ungleichheiten wie Rassismus, Klassismus oder Sexismus häufig nicht isoliert, sondern gleichzeitig und miteinander verflochten wirken (Intersektionalität). Es wird aufgezeigt, wie das Konzept der Intersektionalität genutzt werden kann, um Jugendarbeit und politische Bildung sensibler für unterschiedliche Lebensrealitäten zu gestalten. Gleichzeitig wird betont, dass die praktische Umsetzung herausfordernd ist, da komplexe Machtverhältnisse berücksichtigt werden müssen und pädagogische Ansätze flexibel bleiben sollten, um Diskriminierungen entgegenzuwirken.
Mehr erfahren: Intersektionalität als Bezugspunkt in Jugendarbeit und politischer Bildung? Herausforderungen eines beweglichen Modells
Raphael Bak, Claudia Machold
2022
In dem Band wird in Fachbeiträgen untersucht, wie verschiedene gesellschaftliche Ungleichheiten (z. B. Herkunft, Geschlecht, Sprache oder Behinderung) das Aufwachsen von Kindern gleichzeitig beeinflussen und miteinander verflochten sind. Es zeigt, dass Kindheit nicht einheitlich erlebt wird, sondern stark von diesen Überschneidungen geprägt ist. Dabei werden theoretische Ansätze, empirische Studien und praktische Perspektiven verbunden und analysiert, wie Diskriminierung und Ungleichheit in Bildungs- und Erziehungskontexten entstehen, wirken und pädagogisch bearbeitet werden können.
Mehr erfahren: Kindheit und Kindheitsforschung intersektional denken. Theoretische, empirische und praktische Zugänge im Kontext von Bildung und Erziehung
Kompetenzzentrum Frühe Kindheit Niedersachsen der Stiftung Universität Hildesheim, Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
2025
Die Arbeitsmaterialien für die fallorientierte Lehre zeigen auf, dass Flucht- und Migrationserfahrungen ein zentraler Bestandteil der Lebensrealität vieler Kinder in Deutschland sind und eine diskriminierungskritische, inklusive Ausrichtung der Kindheitspädagogik nötig ist. Theoretische Grundlagen zu Flucht, Migration, Kindheitsbildern und Rassismuskritik werden mit intersektionalen Perspektiven verbunden, ohne die Handlungsmacht von Kindern aus dem Blick zu verlieren. Anhand ethnografisch fundierter Fallvignetten und didaktischen Anregungen werden Einblicke in die Lebenswelten geflüchteter Kinder gegeben und konkrete Zugänge für die pädagogische Arbeit aufgezeigt. Dozierende und pädagogische Fachkräfte, die zu Fluchtmigration, Kindheit und Pädagogik arbeiten, sollen mit den Materialien in ihrer diversitätsbewussten und machtkritischen Praxis gestärkt werden.
Mehr erfahren: Wege zu einer intersektionalen und inklusiven pädagogischen Praxis in der Begleitung von Kindern und Familien mit Fluchterfahrung
Save the Children Deutschland e.V.
2026
Viele geflüchtete Kinder wünschen sich sichere Orte zum Spielen, Lernen und einfach Kindsein. Doch oft fehlen Informationen und Zugänge oder sie erleben Ausschlüsse.Die Handreichung von Save the Children Deutschland zeigt praxisnah, wie Fachkräfte diese Kinder aktiv erreichen können und welche Schritte helfen, Barrieren früh mitzudenken. Sie unterstützt außerdem dabei, Diskriminierung zu erkennen und professionell darauf zu reagieren.Die Materialien bieten konkrete Tipps, Praxisbeispiele und Reflexionsfragen – für wirklich inklusive, empowernde Freizeitangebote.
Mehr erfahren: Freizeit ist für alle Kinder- Ein Leitfaden für Arbeit mit Kindern mit und ohne Fluchthintergrund© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.