
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
2024
Kinder von Reichsbürger:innen und Selbstverwalter:innen benötigen Schutz und Unterstützung. Die ideologischen Überzeugungen der Eltern können das Wohl der Kinder gefährden. In der Kinder- und Jugendhilfe braucht es ein Bewusstsein für die Dynamiken von Familien aus dem Reichsbürger:innen- und Selbstverwalter:innen-Milieu. Es braucht passende Angebote zur Begegnung mit Reichsbürgereltern und zur Stärkung von Kindern. In ihrem Artikel geht Steffi Bahro darauf ein, welche Konfliktlagen von Eltern- und Kinderrechten sich ergeben, wenn Kinder im Milieu von Reichsbürger:innen aufwachsen. Weiterhin werden Hinweise für die Gesprächsgestaltung mit verschwörungsideologisch, reichsbürgerideologisch oder extremistisch orientierten Menschen für sozialpädagogische Fachkräfte gegeben.
Mehr erfahren: Aufwachsen im Reichsbürger- und Selbstverwaltermilieu. Einschränkungen von Kinderrechten, Fehlsozialisation und Kindeswohlgefährdung
Terre des Hommes Deutschland e.V.
2024
Die Ergebnisse des Reports zu Kinderarbeit in Deutschland zeigen, dass auch in Deutschland Kinder unter Bedingungen arbeiten, die ihre Rechte auf Entwicklung, Gesundheit, Sicherheit und Bildung verletzen. 14 von 37 befragten Kindern und Jugendlichen arbeiten in Tätigkeiten und unter Arbeitsbedingungen, die gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz verstoßen, wie etwa der Ausschank von Alkohol, Nachtarbeit oder der Umgang mit gefährlichen Werkzeugen. Nur 60 Verstöße wurden 2023 durch die zuständigen Aufsichtsbehörden der Länder und das Bundeskriminalamt gemeldet. In Deutschland leben mehr als 14 Millionen Minderjährige, entsprechend hoch dürfte die Dunkelziffer arbeitender Kinder und Jugendlicher sein. In dem Report wird ebenfalls auf pflegende Kinder und Jugendliche geschaut, deren Zahl vom Bundesfamilienministerium auf 480.000 geschätzt wird. Weiterhin wurden die Kanäle von 5 Familieninfluencer:innen beobachtet und die kinderrechtlichen Bedenken der Monetarisierung von Kindern in entsprechenden Geschäftsmodellen aufgezeigt. Terre des Hommes hat mit 37 arbeitenden Kindern aus unterschiedlichen sozialen Schichten in Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gesprochen. Jeweils die Hälfte der befragten Kinder kamen aus ländlichen Regionen und aus Städten. Die Befragung der arbeitenden Kinder ist nicht repräsentativ. Terre des Hommes hat Ministerien in allen 16 Bundesländern zu Kinderarbeit befragt und Berichte der Gewerbeaufsichtsämter und des Bundeskriminalamtes ausgewertet. Weiterhin wurde aktuelle wissenschaftliche Literatur sowie die Gesetzgebung zum Kinder- und Jugendarbeitsschutz mit Blick auf die Umsetzung der Bestimmungen in der UN-Kinderrechtskonvention bewertet. Für die Bewertung der Mitwirkung von Kindern in Kanälen kommerziell arbeitender Familieninfluencer:innen hat Terre des Hommes im Dezember 2023 die Beiträge auf fünf Kanälen von Familieninfluencer:innen analysiert.
Mehr erfahren: „Kinderarbeit? In Deutschland?“ Kinderarbeitsreport 2024
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
2024
Das Bundeskabinett hat am 29. Januar 2025 die Stellungnahme der Bundesregierung zum Ersten Fortschrittsbericht zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans "Neue Chancen für Kinder in Deutschland" (NAP) beschlossen. Die Stellungnahme stellt Maßnahmen und Prozesse des Bundes vor, mit denen die Teilhabe von sozial benachteiligten Kindern verbessert werden soll, um Armut und soziale Ausgrenzung von Kindern zu bekämpfen. Mit dem Nationalen Aktionsplan „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ arbeitet die Bundesregierung daran, allen von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Kindern und Jugendlichen gerechte Chancen zu garantieren. Sie setzen die Europäische Kindergarantie um und wollen bis zum Jahr 2030 gemeinsam mit Ländern, Kommunen sowie der Zivilgesellschaft für benachteiligte Kinder und Jugendliche bessere Zugänge zu Betreuung, Bildung, Erziehung, Gesundheit, Ernährung und Wohnraum ermöglichen. Generationenübergreifende Zyklen der Benachteiligung sollen auf diese Weise beendet werden.
Mehr erfahren: Erster Fortschrittsbericht zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“
Klett Kinderbuch
2023
Die schlechte Nachricht ist: Deine Eltern trennen sich. Die gute Nachricht: Du bist nicht allein! Die Kinder vom Club der geschiedenen Leute haben die gleichen Ängste und Sorgen. Dieses Buch begleitet euch – von der Hochzeit eurer Eltern über die mögliche Scheidung bis zur Zeit danach. Dabei beantwortet es alle wichtigen Fragen, erklärt euch eure Rechte, zeigt, wo ihr Hilfe bekommt, und macht Mut für euren Start in den neuen Lebensabschnitt. Scheiden tut weh – ein ehrlicher Begleiter durch die Trennungszeit deiner Eltern
Mehr erfahren: Vorsicht, frisch geschieden!
Deutsches Kinderhilfswerk e.V., Kinderfreundliche Kommunen e. V.
2023
Auf dem Infoportal finden Mitarbeitende in Städten und Gemeinden Informationen dazu, wie Kinderrechte im Verwaltungshandeln zu berücksichtigen sind. Die gesammelten Materialien sollen dabei unterstützen, Angebote, Planungen und Strukturen auf kommunaler Ebene im Sinne der Interessen von Kindern zu verbessern. Die Materialien auf dem Infoportal Kinderrechte in Kommunen umfassen zum Beispiel Checklisten, Satzungen, Fachartikel, Erklärvideos, Gutachten, Arbeitshilfen, Beteiligungsmethoden und Konzepte. Das Portal richtet sich an Mitarbeiter:innen in Verwaltungen und politische Entscheidungsträger:innen in Kommunen wie zum Beispiel Bürgermeister:innen und Gemeinderäte.
Mehr erfahren: Infoportal: Kinderrechte in Kommunen
Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V. (IGfH) und Institut für Sozial und Organisationspädagogik, Stiftung Universität Hildesheim
2024
In dieser Broschüre geht es um den Übergang, wenn junge Menschen stationäre Erziehungshilfen wie Wohngruppen, Pflegefamilien oder andere betreute Wohnformen verlassen. Dieser Übergang wird Leaving Care (Englisch: die Pflege verlassen) genannt. Der Übergang ins Erwachsenenleben ist für die jungen oft Menschen sehr kompliziert. Ab dem Auszug aus stationären Hilfeformen müssen sie sich selbst um ihren Lebensunterhalt kümmern. Dafür können junge Menschen arbeiten gehen und ein eigenes Einkommen erzielen, sie können Ausbildungshilfen erhalten oder Bürger:innengeld bekommen. Weiterhin ist es wichtig zu schauen, ob weitere Unterstützung und Begleitung durch die Kinder- und Jugendhilfe oder durch andere Sozialrechtskreise benötigt wird. Die Broschüre gibt Informationen zu den Rechten auf Betreuungsleistungen und finanzielle Unterstützung innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe, im Übergang und in nachgehenden Sozialleistungssystemen, die in Anspruch genommen werden können. Er richtet sich u. a. an Care Leaver*innen, Fachkräfte und Pflegeeltern.
Mehr erfahren: Rechte von Care-Leaver*innen
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
2024
Was ist die mobile Kinderrechte-Ausstellung? Die mobile Kinderrechte-Ausstellung besteht aus zehn verschiedenen Modulen, die jeweils ein Kinderrecht näher erklären. Mit interaktiven Elementen können sich Kinder und Jugendliche ebenso wie Eltern, pädagogische Fachkräfte und alle Interessierten über die wichtigsten Kinderrechte informieren und sich mit ihnen auseinandersetzen. Wie ist die Ausstellung aufgebaut? Welche Module gibt es? Die zehn Module werden als Stecksystem zusammengebaut und sind grundsätzlich frei aufstellbar. Die Module sollen als Mitmacherlebnis dazu einladen, die Kinderrechte kennenzulernen. Sie bestehen aus verschiedenen Aktionen, Texttafeln und Informationen zur Veranschaulichung der Kinderrechte, zum Beispiel durch Bilder, Zitate oder Geschichten. Tonieboxen führen zur auditiven Unterstützung durch die Module. Thematisch umfassen die einzelnen Module folgende Kinderrechte: Schutz vor Gewalt, Recht auf Information und Beteiligung, Recht auf Bildung, Recht auf Privatsphäre, Recht auf Gleichheit, Recht auf Freizeit und Spiel, Recht auf Erholung, Recht auf Gesundheit, Recht auf besondere Fürsorge bei Behinderung sowie das Recht auf Fürsorge der Eltern. Wer kann die Ausstellung ausleihen? Die Ausstellung kann zum Beispiel von Schulen, Kitas, Gemeinden oder Vereinen ausgeliehen werden, um im Rahmen von öffentlichen Festen, im Rathaus oder in Projektwochen an Schulen, Jugendeinrichtungen oder Kitas präsentiert zu werden. Weitere Informationen sind über den externen Link sowie auf dem Flyer zu finden.
Mehr erfahren: Die mobile Kinderrechte-Ausstellung
Verlag Kiepenheuer und Witsch
2025
Die Gesellschaft in Deutschland altert. Geburtenstarke Jahrgänge gehen in Rente und die Sozialausgaben steigen. Die jungen Menschen, die nachkommen und bald Verantwortung übernehmen sollen, wachsen in einem andauernden Krisenzustand auf. Sie erfahren Bildungsungleichheit, der gesellschaftliche Diskurs ist von Polarisation und Populismus geprägt und sie haben das stetige Gefühl, von Politik und Gesellschaft übersehen zu werden. In dem Buch wird ein Umdenken gefordert, sodass Kinder aus der gegenwärtigen Außenseiterposition in den Fokus gerückt werden. Mit umfassenden Problemanalysen wird aufgezeigt, welche großen Veränderungen heute Kindheiten prägen und wie Gesellschaft und Politik den Jüngsten gerecht werden können, um eine zukunftsfähige Gesellschaft zu haben.
Mehr erfahren: Kinder. Minderheit ohne Schutz
Deutsches Jugendinstitut e.V. (DJI)
2024
In den AID:A-Studien des Deutschen Jugendinstituts (DJI) wird untersucht, wie Kinder und Jugendliche in Deutschland aufwachsen, wie es ihnen und ihren Familien geht und wie sie ihren Alltag verbringen. Um ein genaues Bild des Aufwachsens zu bekommen, werden Familie, Freund:innen, Kita, Schule oder der Arbeitsplatz einbezogen und multiple Akteur:innen in die Studien einbezogen. Für die aktuelle AID:A 2023 Studie wurden 12.700 Personen von 0 – 37 Jahren entweder persönlich, telefonisch oder online befragt. Faktoren, die das Wohlbefinden prägen, wie Einsamkeitsgefühle, Diskriminierungserfahrungen, Politische Partizipation, Armut, soziale Beziehungen und Digitalisierung waren in der Befragung zentral.
Mehr erfahren: AID:A 2023 Blitzlichter. Zentrale Befunde des DJI-Surveys zum Aufwachsen in Deutschland
Stiftung SPI, Save the Children e.V., Wildwasser e.V.
2023
Junge Menschen haben ein Recht auf Schutz vor körperlicher, sexueller und seelischer Gewalt. Um Jugendliche in diesem Recht zu stärken, wurde der Pocket Guide entwickelt. In dem Pocket Guide findet sich eine Übersicht von Beratungsstellen zu Themen, in denen Jugendliche am häufigsten von Gewalt und Diskriminierung betroffen sind.
Mehr erfahren: ASAP! Schule als sicherer Ort für alle. Pocket-Guide für Jugendliche© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.