Orange Punkte auf gelbem Hintergrund und eine Hand, die Stopp zeigt.

Haltung statt Neutralität. Zum Umgang mit rechtsextremen Anfeindungen der Jugendverbandsarbeit

Deutscher Bundesjugendring, Landesjugendring Hamburg, Bundesverband Mobile Beratung, 2025

In dem Sonderheft der punktum-Reihe wird beleuchtet, wie rechtsextreme Akteur:innen – insbesondere die AfD – durch parlamentarische Anfragen, Vorwürfe gegen politische Neutralität und Diffamierungskampagnen gezielt versuchen, Jugendverbände einzuschüchtern und ihre demokratische Arbeit zu delegitimieren. Die Beiträge räumen mit dem Mythos eines Neutralitätsgebots für gemeinnützige Jugendorganisationen auf und betonen, dass politische Stellungnahmen zulässig bleiben, solange sie satzungsgemäß eingebettet sind. Zudem gibt die Ausgabe praxisnahe Hinweise und Handlungsempfehlungen – etwa zum Umgang mit rechten Angriffen, zum Schutz von Veranstaltungen und zur Verteidigung der Gemeinnützigkeit –, damit Jugendverbände handlungsfähig bleiben und sich wirksam für die Demokratie einsetzen können.
Onlinekarte mit vielen Wegmarkern auf Ländern wie Deutschland und Polen.

Hachschara als Erinnerungsort

Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e. V., 2022

Das Wort Hachschara ist Hebräisch und heißt übersetzt Tauglichmachung oder Vorbereitung. Mit Hachschara ist eine landwirtschaftliche, gärtnerische, handwerkliche oder hauswirtschaftliche Berufsausbildung junger Jüdinnen und Juden gemeint. Nach der Ausbildung sollte die Auswanderung nach Palästina erfolgen und dort ein Leben in einer Kibbuz-Gemeinschaft geführt werden. Die Ausbildungen wurden seit dem Ende des Ersten Weltkriegs in Deutschland durchgeführt. Die Hachschara ging von der jüdischen Jugendbewergung aus. Viele tausend Jugendliche gelang durch die Hachschara in den 1930er Jahren die Flucht aus Deutschland.

Die Online-Datenbank bietet Informationen zu den Hachschara-Stätten und eine Übersicht auf einer Landkarte.

Blauviolettes Buchcover mit Titel und Verlag.

Grundlagen der Menschenrechtsbildung

Verlag Wochenschau Wissenschaft, 2017

In dem Buch werden normative, kritische und transformative Dimensionen der Menschenrechtsbildung aufgezeigt. Die Bedeutung einer „Kultur der Menschenrechte“ als Leitidee für Bildungsprozesse wird diskutiert. Durch die Betrachtung benachbarter Bildungsansätze wie politische Bildung, Friedensbildung und interkulturelle Bildung werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet. Das Buch richtet sich an alle in der Bildung Tätigen und unterstützt sie dabei, den Bezug zu den Menschenrechten in ihrer Arbeit herzustellen.
© Verlag BertelsmannStiftung

Geschichten von Leon und Jelena

Verlag Bertelsmann Stiftung, 2014, 2016, 2018, 2021, 2022, 2023, 2024

Leon und Jelena gehen zusammen in den Kindergarten. Beide Kinder können bei vielen alltäglichen Dingen mitentscheiden. Sie erfahren so schon früh, wie Beteiligung und Einsatz in der Gemeinschaft gelebt werden kann. In den Bänden werden viele Themen aus dem Alltag von Kindern aufgegriffen, zum Beispiel, wo die Haltestelle für die Dreiräder sein soll, wie mit den Hundehaufen auf der Spielwiese umgegangen werden kann und wie die Kinder sich in verschiedenen demokratischen Gremien für den Kindergarten einbringen können.

Über den externen Link sind alle bisher erschienenen Bände aus der Leon und Jelena-Reihe zu finden. Sie eignen sich, um kindgerecht an Beteiligungsthemen zum Beispiel in der Kita heranzuführen.

Ein blauer Hintergrund auf dem mit Schreibschrift Anoha Impulse steht.

Gegen Antisemitismus. Pädagogische Impulse für Fairness und ein gutes Miteinander

Stiftung Jüdisches Museum Berlin, 2024

„Die Beschäftigung mit Antisemitismus sollte nicht erst beginnen, wenn schon Angriffe oder Übergriffe stattgefunden haben. Kinder verdienen die Chance, in einer Umgebung aufzuwachsen, die ausgrenzende Mechanismen frühzeitig wahrnimmt und sich mit diesen aktiv und kritisch auseinandersetzt.“ Dr. Ane Kleine-Engel, Leiterin ANOHA

Die Eselin, die in ihren Körben kleinere Tiere auf die Arche tragen kann, steht im Mittelpunkt unserer Impulse zur Antisemitismus-Prävention. An ihrer Seite erfahren Kita-Kinder die Voraussetzungen für ein gelungenes, diskriminierungsfreies Zusammenleben. Die Impulse verbinden Geschichte, Erleben, dialogischen Austausch und gemeinsames Nachdenken miteinander. Für den Besuch mit Kindergruppen im ANOHA konzipiert, lassen sie sich für die Kita und andere Lernorte adaptieren. Die Impulse beinhalten eine theoretische Einführung und ein Glossar und entstanden partizipativ mit pädagogischem Fachpersonal und weiteren Expert*innen.

Gestaltung, Satz, Illustrationen WERBHAUS  Georg Lange

Gefährliche Verschwörungsgeschichten – Das können Sie dagegen tun

Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V. aj & Bayerische Landeszentrale für neue Medien BLM, 2023

Diese informative Broschüre beleuchtet verschiedene Verschwörungsmythen und erklärt auf verständliche Weise, was es mit ihnen auf sich hat. Mit kindgerechten Worten und ansprechenden Illustrationen bietet diese Broschüre einen Einblick in die Welt der Verschwörungsmythen, ohne dabei Ängste zu schüren. Sie hilft Kindern, kritisch zu denken und Fakten von Fiktion zu unterscheiden.

Diese Broschüre ist ein wertvolles Werkzeug, um Kinder auf eine altersgerechte Weise über Verschwörungsmythen aufzuklären und sie zu ermutigen, selbstständig zu denken und Fragen zu stellen.

Copyright: Bayerische Landeszentrale für neue Medien BLM
Ein Kind läuft mit einem Hund durch eine Straße, in der demonstriert wird.

Fritzi – eine Wendewundergeschichte

Balance Film GmbH, 2019

Es ist das Jahr 1989. Fritzi ist zwölf Jahre alt und wohnt in Leipzig. Ihre beste Freundin Sophie fährt mit ihrer Mutter in den Urlaub nach Ungarn. Fritzi passt solange auf Sophies Hund Sputnik auf. Die Schule fängt wieder an und Sophie und ihre Mutter sind noch nicht wieder da. Sie sind in Ungarn geblieben und wollen ein neues Leben im Westen anfangen. Fritzi überlegt sich, den Hund Sputnik zu Sophie zu bringen. Zusammen mit ihrem Freund Bela machen sie sich nachts bei einem Schulausflug auf den Weg zur deutsch-deutschen Grenze. Dabei geraten sie in Lebensgefahr...

Der Animationsfilm "Fritzi - Eine Wendewundergeschichte" erzählt von den Ereignissen der Friedlichen Revolution im Jahr 1989 aus der Perspektive eines zwölfjährigen Mädchens.

Auf der Website Wendewundergeschichte gibt es vielfältige Materialien zur Thematisierung des Films im Lerneinheiten zu DDR-Geschichte: einen Zeitstrahl zu 40 Jahren DDR-Geschichte, kindgerechte Artikel zu wichtigen Begriffen der DDR-Zeit und ein Videoarchiv mit Interviews von Zeitzeug:innen.

Eine weitere Methode, um mit Kindern die DDR zu thematisieren, stellt politischbilden.de zur Verfügung: Johanna Herwix von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in NRW AEJ-NRW hat für ihren methodischen Zugang den Film Fritzi - Eine Wendewundergeschichte als Ausgangspunkt genommen, um die Wendezeit in der DDR zu thematisieren und anzuregen, sich mit Demokratie und lieberalen Gesellschaften auseinanderzusetzen. Die Methode wird für die pädagogische Arbeit mit Kindern zwischen 8 und 12 Jahren empfohlen.

Vision Kino stellt ebenfalls weitere Informationen und lernbegleitendes Unterrichtsmaterial zu dem Film Fritzi für Lehrkräfte zur Verfügung.

In fetten Buchstaben steht da "Fragen - fragen!" und darunter in dünner Schruft "Das Karten-Spiel für gute Gespräche, darüber ist ein blau-rotes Symbol, in dem steht "Leichte Sprache"

Fragen fragen – Das Kartenspiel für gute Gespräche

Landesjugendring Brandenburg e.V., 2021

Das Kartenspiel Fragen fragen – Das Kartenspiel für gute Gespräche ist ein Fragespiel in leichter Sprache, das als Einstieg für Gespräche über die Vergangenheit genutzt werden kann. Ziel des Kartenspieles ist es, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Anhand von Fragen  sie einander kennenlernen und gleichzeitig auch mit den Antworten des Gegenübers etwas aus der Vergangenheit erfahren. Das Spiel lädt dazu ein, generationenübergreifend gespielt zu werden. So gibt es Fragen, die eher an junge Menschen gerichtet, und Fragen, die eher an ältere Menschen gerichtet sind. Es ist allerdings nicht zwingend notwendig, das Spiel mit einer Person anderen Alters zu spielen. Generell gibt das Spiel genügend Raum, es nach eigenem Belieben zu gestalten.

Das Spiel ist in leichter Sprache erstellt und hat ein Verzeichnis für schwere Worte in einem Begleitheft. Die Fragen sind sehr unterschiedlich. So wird bei einer Karte beispielsweise gefragt, womit man früher gespielt hat. Bei einer anderen wird gefragt, ob Angehörige der eigenen Familie über Kriegsgefangenschaft oder die Zeit nach dem 2. Weltkrieg berichtet haben. Die Karten wechseln zwischen Alltagsfragen, Fragen zu eigenen Werten und welchen, die sich auf die Vergangenheit beziehen.

Das Kartenspiel ist in dem Projekt "überLAGERt - Lokale Jugendgeschichtsarbeit an Orten ehemaliger KZ-Außenlager in Brandenburg" entstanden, das der Landesjugendring Brandenburg e.V. in Kooperation mit den pädagogischen Abteilungen der Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück von 2017 bis 2021 durchgeführt hat.

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Forderungen zur Europawahl 2024

Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit e.V., 2024

Für junge Menschen, die von Fachkräften der Jugendsozialarbeit begleitet werden, kann Europa bei allen Herausforderungen eine Chance sein. In ihrem Interesse formuliert die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit in diesem Beitrag zur Europawahl 2024 Erwartungen an die künftigen Mitglieder des Europäischen Parlaments.
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Forderungen des Bundesjugendrings zur Europawahl 2024

Deutscher Bundesjugendring, 2023

Der Vorstand des DBJR hat am 12. September die Forderungen des Bundesjugendrings zur Europawahl 2024 beschlossen. Er setzt sich für ein weltoffenes und demokratisches, soziales und solidarisches und jugendgerechtes Europa ein. Die Forderungen bilden die Grundlage für Gespräche mit Kandidierenden zur Europawahl.