
Wandelwärts gUG
2025
In dem Methodenhandbuch finden Fachkräfte der frühkindlichen Bildung Methoden, um Kita-Kinder im letzten Kita-Jahr an fünf ausgewählte Kinderrechte heranzuführen: das Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung, das Recht auf Nichtdiskriminierung, das Recht auf Beteiligung, das Recht auf Gesundheitsvrsorge und das Recht auf Schutz. Dabei kommen verschiedene Materialien, Geschichten und das Maskottchen „Kiki“ als wiederkehrendes Symbol zum Einsatz, um die Aufmerksamkeit zu bündeln und das Thema greifbar zu machen. Die Methoden sind flexibel anpassbar, lassen sich im Tagesablauf integrieren und sollen Fachkräften Orientierung geben, wie Kinderrechte altersgerecht vermittelt werden können.
Mehr erfahren: Methodenhandbuch Kinderrechte Kindgerecht
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
2025
Die Website justiz.kinderrechte.de ist ein Fachportal zur Kindgerechten Justiz in Deutschland. Sie richtet sich an Fachkräfte in Justiz und Verwaltung, betroffene Kinder und ihre Sorgeberechtigten. Das Portal bietet eine umfangreiche, suchbare Datenbank mit Materialien, darunter Fachliteratur, Handreichungen, Videos und Podcasts. Nutzer:innen können Materialien speichern, einreichen oder kommentieren. Ziel ist es, die Umsetzung der UN‑Kinderrechtskonvention und der Europarats-Leitlinien in gerichtlichen und verwaltungsrechtlichen Verfahren zu fördern – insbesondere durch Beteiligung, kindgerechte Information, psychosoziale Begleitung und Verfahrensbeistände.
Mehr erfahren: Fachportal: Kindgerechte Justiz
John Dewey Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie und Technische Universität Dresden
2024
Das Selbstlernformat besteht aus einem Video mit visueller Untermalung und begleitenden Reflexionsfragen. Dr. Sandra Reitz (Deutsches Institut für Menschenrechte) beantwortet die Frage, ob politische Bildung automatisch Menschenrechtsbildung ist. Sie ist es nicht, denn die Bildung in durch und für Menschenrechte erfordert ein bewusstes Konzept, das die Menschenrechte als verbindliche Grundlage thematisiert, kritisch reflektiert und in Handlungskompetenz überführt. Das Format regt zur eigenständigen Auseinandersetzung mit dem Unterschied und den Schnittmengen beider Bildungsbereiche an.
Mehr erfahren: Ist politische Bildung automatisch auch Menschenrechtsbildung?
FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH und nifbe – Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung
2025
Die Diplom‑Sozialwissenschaftlerin Klara Schlömer erläutert, wie die Beobachtungsmethode Lerngeschichten die Wahrnehmung von Kindern in der Frühpädagogik grundlegend verändert. Statt isolierte Fähigkeiten wie Malen oder Schneiden zu betrachten, rücken Lerngeschichten das dahinterliegende Lernen ins Zentrum – Engagement, Neugier, Ausdruck und Verantwortungsübernahme – und legen dabei eine wertschätzende Haltung zugrunde. Der neuseeländische Ansatz Te Whāriki bildet dafür die theoretische Basis. Durch Erzählen und Beobachtung wird Beziehungspflege sichtbar, und Fachkräfte lernen, mit wenigen Mitteln selbst solche Geschichten zu erstellen. Die Folge beleuchtet zentrale Fragen: Was sind Lerngeschichten, was versteht man unter Lerndispositionen, wie gelingt der Einstieg – und welche Hürden gibt es auf diesem Weg.Lerngeschichten eröffnen eine ganzheitliche, beziehungsorientierte Perspektive auf kindliches Lernen und stärken so sowohl die individuelle Entwicklung der Kinder als auch die Professionalität der pädagogischen Begleitung.Alle Podcast-Folgen sind über den externen Link zu finden und können auf Soundcloud und Spotify angehört werden.
Mehr erfahren: Podcast „Auf die ersten Jahre kommt es an“: Wie Lerngeschichten den Blick auf Kinder verändern
Bayerischer Rundfunk
2024
In der dreiteiligen Podcast-Reihe geht es um die Realität von Kinderarbeit in Vergangenheit und Gegenwart. In Folge 1 berichtet Gertraud, wie sie in den 1950er-Jahren auf einem Bauernhof in Bayern schon als Vierjährige harte Arbeit verrichtete – ein Beispiel dafür, dass Kinderarbeit auch in Deutschland bis in die 1980er-Jahre existierte. Folge 2 erzählt von Mattie, einem Mädchen, das 1850 in einer US-amerikanischen Textilfabrik arbeitete, und schlägt die Brücke zurück zu Gertraud, die sich bei der Feldarbeit schwer verletzte – beide Geschichten zeigen, wie sehr Kinder körperlichen Risiken ausgesetzt waren. In Folge 3 steht Cinzia im Mittelpunkt, die als Teenager in Italien auf einem Campingplatz arbeitete, oft 20 Stunden täglich – ein erschütterndes Beispiel dafür, dass Kinderarbeit auch heute noch in Europa Realität ist. Die drei Folgen machen deutlich: Kinderarbeit ist kein abgeschlossenes Kapitel, sondern ein aktuelles, oft übersehenes Problem.
Mehr erfahren: Kinderarbeit – Bei uns doch nicht!
Ohrka e.V.
2021
Der Ohrka-Podcast ist ein kostenloses und werbefreies Audioangebot, das seit der Bundestagswahl 2021 politische Themen kindgerecht aufbereitet. Mit Unterstützung von rund 150 Kindern aus Berlin, Schwerin und Saarbrücken und Beiträgen von Politiker:innen, Journalist:innen und Expert:innen behandelt der Podcast Fragen wie „Wie entsteht ein Gesetz?“ oder „Was macht ein Bürgermeister?“. Die Episoden sind nach Themen wie Bundestagswahl, Europawahl oder Kommunalpolitik gegliedert und richten sich an Kinder ab etwa 8 Jahren. Alle Folgen sind auf ohrka.de, Spotify und weiteren Plattformen verfügbar.
Mehr erfahren: Ohrka-Podcast: Politik für Kinder
Bayerischer Rundfunk
2024
Der Podcast zeichnet die historische Entwicklung der Kinderrechte nach. Es wird darauf eingegangen, wie Kinderrechte, die heute als selbstverständlich gelten – wie das Recht auf Bildung, Schutz vor Gewalt und das Recht auf Spiel – im Laufe der Geschichte erkämpft wurden. Besonderes Augenmerk liegt auf der Einschränkung der Kinderarbeit im 19. Jahrhundert und der Verankerung des Rechts auf Bildung. Im Jahr 1989 wird die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet, ein Meilenstein in der Anerkennung und dem Schutz der Rechte von Kindern weltweit. Diese Konvention legt fest, dass Kinder eigenständige Träger:innen von Rechten sind und betont die Bedeutung ihrer Beteiligung an gesellschaftlichen Prozessen.
Mehr erfahren: Kinder haben Rechte – Die Geschichte der Kinderrechte
Deutschlandfunk
2025
Kinderarbeit wird in Deutschland oft übersehen, obwohl sie auch hier ein relevantes Thema ist. Trotz strenger gesetzlicher Regelungen – etwa dem Jugendarbeitsschutzgesetz, das nur leichte Tätigkeiten für Kinder über 13 Jahren erlaubt – arbeiten viele Kinder mehr als erlaubt, besonders in Bereichen wie Landwirtschaft, Gastronomie und Pflege. Studien zeigen, dass viele Kinder gesetzeswidrige Arbeiten verrichten, z. B. Nachtarbeit oder Tätigkeiten mit gefährlichen Maschinen. Ein neues Problemfeld sind zudem Kinder, die von ihren Eltern als „Familieninfluencern“ im Netz präsentiert werden. Kinderrechtsorganisationen wie Terre des Hommes und das Deutsche Institut für Menschenrechte fordern eine Reform der gesetzlichen Regelungen, mehr Aufklärung und Beteiligung von Kindern selbst. Die Bundesregierung sieht aktuell jedoch keinen Änderungsbedarf im Jugendarbeitsschutzgesetz.
Mehr erfahren: Warum Kinderarbeit in Deutschland ein unbeachtetes Problem ist
Bayerischer Rundfunk
2020
In dem Podcast Die Befreiung geht es um die letzten Tage und Wochen des 2. Weltkriegs. In den Folgen wird diese Zeit aus der Perspektive von jungen Menschen erzählt, die von den Nationalsozialist:innen in Konzentrationslager (KZ) deportiert wurden und auf ihre Befreiung warten. Beim letzten Zählappell vor der Befreiung des KZ Dachau waren allein 1057 Gefangene unter 18 Jahren inhaftiert und 300 Frauen mit Kindern. Viele Jugendliche machten sich bei der Einlieferung älter als sie waren, um ihre Überlebenschancen zu erhöhen, daher ist von einer hohen Dunkelziffer Minderjähriger in den Konzentrationslagern auszugehen. In den Podcasts werden zum Beispiel die Geschichten der Brüder Marcel, Danielle und Guilbert Durnez erzählt, die damals 16, 18 und 20 Jahre alt waren. Sie wurden als politische Häftlinge erst ins KZ Auschwitz, dann ins KZ Buchenwald und schließlich ins KZ Flossenbürg deportiert, wo sie zu Zwangsarbeit in einem Flugzeugwerk und einem Steinbruch gezwungen wurden. Oder die Geschichte des 16-jährigen Ben Lesser und seinem älteren Cousin, die in dem so genannten Todeszug vom KZ Buchenwald zum KZ Dachau deportiert wurden. In den Beschreibungen der jungen Menschen wird von dem Alltag in den Konzentrationslagern erzählt, von der Arbeit, zu der die jungen Menschen gezwunden wurden, von ihren Gedanken und Wünschen. Die Podcasts eignen sich zur Beschäftigung mit dem Alltag und der Lebenswelt von jungen Menschen, die während des 2. Weltkrieges von den Nationalsozialist:innen verfolgt wurden. Weitere Anknüpfungspunkte zur pädagogischen Arbeit bieten die Quellen der einzelnen Podcastfolgen sowie das Angebot eines virtuellen Rundgangs über die KZ-Gedenkstätte Dachau. Der Rundgang erzählt die Geschichte der Befreiung des KZ Dachau durch die Amerikaner und bezieht interaktiv historische Fotos und Aufzeichnungen von Augenzeug:innen mit ein.
Mehr erfahren: Die Befreiung
FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH
2023
In der Kita essen einige Kinder abwechslungsreicher als zu Hause – plötzlich gehen auch Gemüse und Fisch. Anderen Kindern fällt es schwer, in der Kita zu essen, nur trockene Nudeln und Reis werden gekostet. Im dieser Folge des FRÖBELcasts spricht Neele Friedrich mit Dirk Golze-Dornsiepen, der als Kitakoch und Küchenkoordinator im FRÖBEL-Kindergarten Daumstraße in Berlin-Spandau jeden Tag für viele Kinder kocht. Sie unterhalten sich über Essen und Kochen im Familienalltag, über Beteiligung von Kindern, gesunde Ernährung und Zucker und darüber, was in eine gute Brotbox gehört.
Mehr erfahren: FRÖBELcast: Gesunde Familienküche – Tipps von einem Kitakoch© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.