Gefundene Beiträge: 1691

UNICEF Deutschland
2024
UNICEF Deutschland ruft Bund, Länder und Kommunen dazu auf, bei ihren Investitionen die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen zu priorisieren. Ein am 29. August 2024 in Berlin vorgestelltes Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag von UNICEF Deutschland zeigt, dass gezielte Investitionen insbesondere für benachteiligte Kinder sowohl gesellschaftlich als auch ökonomisch sinnvoll sind und positive Effekte in Milliardenhöhe für die öffentlichen Haushalte bringen. Weltweit investieren Staaten viele Milliarden Euro, um gute Bedingungen für das Aufwachsen von Kindern zu schaffen. Das Geld ist nachhaltig investiert, denn Kinder sind die Zukunft jeder Gesellschaft. Zu wissen, welche Mittel in Kinder investiert werden, ist Grundvoraussetzung für eine an den Bedürfnissen und den Rechten von Kindern orientierte Haushaltspolitik. Bisher ist über die Gesamtheit der Mittel und Maßnahmen jedoch wenig bekannt. UNICEF Deutschland hat deshalb das Institut der deutschen Wirtschaft mit einer Analyse der staatlichen Ausgaben für Kinder beauftragt. Das Gutachten „Investitionen in Kinder wirkungsvoll gestalten“ zeigt, wie Deutschland bisher in Kinder investiert, warum andere Länder ihre Investitionen teils wirkungsvoller einsetzen und was Deutschland daraus lernen kann. Die Autoren schlussfolgern, dass sich diese Investitionen mit Renditen in Milliardenhöhe auszahlen. Gerade in Zeiten umkämpfter öffentlicher Haushalte ist es wichtig zu zeigen, dass Kinder – auch ökonomisch – die Zukunft unserer Gesellschaft sind.
Mehr erfahren: Investitionen für Kinder, Investitionen in Deutschland
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
2024
Wie gut sind Kinder und Jugendliche bei sie betreffenden Angelegenheiten eingebunden? Mit dem Child Participation Assessment Tool des Europarats können die Mitgliedsstaaten die Kinder- und Jugendbeteiligung evaluieren. Das Deutsche Kinderhilfswerk hat die Anwendung des Tools für Deutschland im Rahmen eines Projekts erprobt. Kinder und Jugendliche haben das Recht, an allen sie betreffenden Angelegenheiten beteiligt zu werden. So gibt es Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) vor. Das Recht auf Beteiligung ist eines der Grundprinzipien der UN-KRK und entscheidend für die Anerkennung von Kindern und Jugendlichen als Träger*innen eigener Rechte. Doch wie und wo werden Kinder und Jugendliche eigentlich konkret beteiligt? Welche Maßnahmen hat Deutschland seit der Ratifizierung der UN-KRK vor 30 Jahren zur Verwirklichung dieses Rechts ergriffen? Im Rahmen eines Pilotprojekts, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), erprobte die Koordinierungsstelle Kinderrechte des Deutschen Kinderhilfswerkes die Anwendung des Child Participation Assessment Tool (CPAT) des Europarates erstmals in Deutschland. Im Ergebnis ist eine umfassende Evaluation der Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Lebensbereichen entstanden. Die Analyse bietet sowohl für Entscheidungsträger*innen auf allen politischen Ebenen als auch für die Praxis relevante Erkenntnisse zur Umsetzung des Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention und stellt zu jedem Indikator Entwicklungsbedarfe und spezifische Maßnahmen dar.
Mehr erfahren: Child Participation Assessment Tool für Deutschland
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) Heft 2
2024
Für Kinder und Jugendliche ist die Nutzung von Medien und digitalen Angeboten ein selbstverständlicher Teil ihrer Alltagsgestaltung. Junge Menschen nutzen mediale Angebote aber nicht nur de facto, sie haben gemäß Artikel 17 der UN-Kinderrechtskonvention auch ein Recht darauf. Im Beitrag wird analysiert, wie sich der Kinder- und Jugendmedienschutz in den vergangenen Jahren vor diesem Hintergrund entwickelt hat. Dafür werden Regulierungen auf nationaler und europäischer sowie auf Ebene der Vereinten Nationen in den Blick genommen. Im Abgleich mit dem Handeln von Anbietenden wird deutlich, dass zwischen Rechtssetzung und deren Verwirklichung (noch) Differenzen bestehen.
Mehr erfahren: Jugendmedienschutz: (How to) Do the Right Thing
Prof. Dr. Bernd Schorb und Kathrin Demmler in merz Medien und Erziehung. Zeitschrift für Medienpädagogik. Nr. 3
2024
Im Beitrag werden mögliche Chancen und Risiken virtueller Welten sowie generativer künstlicher Intelligenz im Zusammenhang mit den Rechten von Kindern gemäß UN-Kinderrechtskonvention beleuchtet. Darüber hinaus wird das juristische Konzept der persönlichen Integrität als Grundlage für das Wohlergehen (junger) Nutzender im Metaversum empfohlen.
Mehr erfahren: Das Metaversum schlägt zurück!? Eine kinderrechtliche Perspektive
Benno Hafeneger, Türkân Kanbiçak im Wochenschau Verlag
2024
Zwei kulturelle Outreach-Programme des Jüdischen Museums Frankfurt geben Einblicke in gelingende Bildungsarbeit und in Strukturen und Dynamiken antisemitismus- und rassismuskritischer Bildungsprogramme. Sie veranschaulichen dabei die Umsetzung des musealen Bildungsauftrags. Outreach-Programme verbinden unterschiedliche Lernräume und Lernperspektiven miteinander. Das Zusammendenken unterschiedlicher Bildungsaufträge ist visionär und ein zukunftsweisender Bildungspfad für Kooperationen zwischen Schulen, Bildungseinrichtungen und Museen. Dieser Band reflektiert die Erfahrungen aus zwei Bildungsprogrammen, die seit 2017 kontinuierlich vom Jüdischen Museum in Frankfurt/M. angeboten werden. „AntiAnti – Museum Goes School“ mit sechs Workshops richtet sich an Berufsschulklassen, die „Schattenspiele – Wahrheiten und Narrheiten“ an Grundschulklassen. Vorgestellt werden die konzeptionellen Ideen, die Praxisverläufe und ausgewählte Skripte sowie die Ergebnisse der Evaluation und weiterführende Reflexionen und Folgerungen.
Mehr erfahren: Das Museum als Lern- und Bildungsort für Kinder und Jugendliche
Jesper Lüttgens, Michael Rump-Räuber, Michael Siegel im Wochenschau Verlag
2024
Wie steht's um die Schule nach Corona? Dieses Buch geht auf aktuelle Herausforderungen ein und beschreibt, wie mit dem sozialpädagogischen Konzept der Lebensweltorientierung Wege für eine demokratische Teilhabe von jungen Menschen gelingen kann. Mit dem sozialpädagogischen Konzept der Lebensweltorientierung können Ressourcen aus dem eigenen und dem sozialräumlichen Umfeld von Schüler:innen nutzbar gemacht und damit ein Beitrag für eine demokratische Schulkultur geleistet werden. So können für immer individuellere Herausforderungen von Schüler:innen besser Lösungen gefunden werden, zudem werden demokratische Werte gestärkt und Voraussetzungen für eine sozial gerechte Bildung geleistet. Der Band bündelt Expertise von Expert:innen aus der Lebensweltorientierung, der Demokratiepädagogik und der Praxis. Grundlagen und Grundfragen der Konzepte werden thematisiert und Praxisbeispiele lebensweltlich orientierter Arbeit in Schule beschrieben.
Mehr erfahren: Lebenswelt und Partizipation
Rita Braches-Chyrek, Irene Dittrich im Wochenschau Verlag
2024
Dieser Sammelband stellt Lehrenden, Lernenden, Forschenden und praktisch Handelnden Grundlagenwissen zu den Themenfeldern Kommunikation und Interaktion in der Kindheitspädagogik zur Verfügung. Neuere Forschungsergebnisse und Erkenntnisse aus der Praxis zu den Anwendungs- und Ausgestaltungsmöglichkeiten von Kommunikation und Interaktion werden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Wirkmächtigkeit in der kindheitspädagogischen Praxis überprüft, damit sie für die professionelle Gestaltung von Schlüsselsituationen und Formen des Austausches genutzt werden können. Zentral werden die Themen gewaltfreie Kommunikation und Interaktion, kulturelle Grenzen, Selbstkompetenzförderung, Partizipation, Wertschätzung, Einsatz von Medien, Konflikte oder Bildungsteilhabe diskutiert, um die Interaktion und Kommunikation zwischen Fachkräften und Kindern sowie zwischen den Kindern in den Blick nehmen zu können. Dabei werden Fragen nach den zu erwerbenden und anzuwendenden Kommunikations-, Interaktions- und Reflexionskompetenzen erörtert. Im ersten Teil des Buches wird Grundlagenwissen zu Kommunikation und Interaktion aus der Perspektive der Fachkräfte in den Institutionen der Kindheitspädagogik zu Verfügung gestellt. Im zweiten Teil werden neuer Forschungsbefunde unter besonderer Berücksichtigung der Perspektive der Kinder hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Umsetzung in der kindheitspädagogischen Praxis erörtert.
Mehr erfahren: Kommunikation und Interaktion in der Kindheitspädagogik
Wochenschau Verlag Wissenschaft
2024
Geflüchteten Schüler*innen wird oftmals unterstellt, demokratische Strukturen aus vermeintlich kulturellen Gründen nicht nachvollziehen zu können oder sogar feindlich gegenüber der Demokratie eingestellt zu sein. Das Forschungsprojekt „Existierst du nur oder partizipierst du schon?“ untersucht in einer quantitativen, fragebogengestützten Befragung, ob sich die Demokratie- und Partizipationseinstellungen von geflüchteten Schüler*innen von Schüler*innen mit und jene ohne Migrationshintergrund unterschieden. Aus den Ergebnissen werden Implikationen für den schulischen Politikunterricht abgeleitet. Die Erkenntnisse schließen bestehende Forschungslücken in der Demokratie- und Partizipationsforschung einer Migrationsgesellschaft. Sie sind ein Gewinn für die Lehrkräfteaus- und -fortbildung.
Mehr erfahren: Existierst du nur oder partizipierst du schon?
Wochenschau Verlag
2024
Ina Schildbach geht der Frage nach, was Armut bedeutet, und bezieht dazu neben sozialwissenschaftlichen auch sozialphilosophische Konzepte ein. Der zweite Teil des Bandes widmet sich der Frage, wie sich Armut bekämpfen lässt. Dazu werden bereits praktizierte sowie darüberhinausgehende Maßnahmen vorgestellt, die aktuell von Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen diskutiert werden.
Mehr erfahren: Armut verstehen
Wochenschau Verlag
2023
Über Menschenrechte ist viel geschrieben worden, aber was ist Menschenrechtspolitik und wie stellt sie sich dar? Dieses Buch führt nicht nur inhaltlich in die Vielfalt an Themen, Akteure und Institutionen der Menschenrechtspolitik ein. Es enthält auch Hilfestellungen und Anregungen, wie mithilfe der Politikwissenschaft und benachbarter Disziplinen die komplexe Realität der Menschenrechtspolitik untersucht und beschrieben werden kann. Behandelt werden zivilgesellschaftliches Menschenrechtsengagement sowie die staatliche und die internationale Menschenrechtspolitik. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Menschenrechtspolitik in und durch Deutschland. Eine anschauliche Einführung für Studierende und menschenrechtspolitisch Interessierte, verfasst von einem ausgewiesenen Menschenrechtsexperten.
Mehr erfahren: Menschenrechtspolitik – Eine Einführung© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.