Gefundene Beiträge: 1675

Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
2024
Die Beiträge der Fachpublikation “Mit Kultureller Bildung Räume für Demokratiebildung öffnen”, die im Rahmen des Kompetenznetzwerkes Demokratiebildung im Kindesalter erschienen ist, machen die große Bedeutung Kultureller Bildung für die Persönlichkeitsentwicklung und demokratische Selbstbildung junger Menschen deutlich. Anhand unterschiedlicher Perspektiven wird dargestellt, weshalb Kulturelle Bildung als selbstverständlicher Teil von Bildungsprozessen verstanden und gefördert werden muss und welche Voraussetzungen notwendig sind, um allen Kindern kulturelle Teilhabe zu ermöglichen.
Mehr erfahren: Mit Kultureller Bildung Räume für Demokratiebildung öffnen
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Land Brandenburg
2024
Der Kita-Bildungsplan des Jugendministeriums (MBJS) Bildungsplan – die erweiterten Grundsätze elementarer Bildung gibt Leitlinien für pädagogisches Handeln in Alltagssituationen in der Kindertagesbetreuung vor. Er wurde mit wissenschaftlicher Expertise erarbeitet und bietet Grundlagen für nahtlosere Übergänge von der Krippe bis in die Grundschulzeit. Nach einem breiten Abstimmungsprozess mit Kita-Akteuren in Brandenburg gilt er zum neuen Kita-Jahr mit der Veröffentlichung im Amtsblatt des MBJS am 29.7.2024. Der Kita-Bildungsplan ist altersübergreifend konzipiert – also für Krippe, Kindergarten, Hort, Kindertagespflege sowie alternative Angebote der Kindertagesbetreuung. Er gibt Anregungen und Beispiele, wie Alltagssituationen pädagogisch gestaltet und mit Themen unterschiedlicher Bildungsbereiche systematisch verknüpft werden können. Pädagogischen Fachkräften bietet er klare Handlungsleitlinien, wie sie ihrem Bildungsauftrag Kinderrecht basiert gestalten können. Der Bildungsplan definiert einerseits pädagogische Alltagssituationen wie Spielen, Essen, Hygiene, Kinderkreise oder Aufräumen, andererseits beschreibt er klassische Bildungsbereiche wie Sprache, Mathematik, Bewegung oder Ästhetik. Damit ersetzt der Bildungsplan die „Grundsätze elementarer Bildung“, die erstmals im Jahr 2004 veröffentlicht wurden.
Mehr erfahren: Bildungsplan – Erweiterte Grundsätze elementarer Bildung in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung im Land Brandenburg
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
2024
Einmal im Jahr gibt das Deutsche Kinderhilfswerk den Kinderreport Deutschland heraus, der die Umsetzung der UN-Kinderrechte in Deutschland untersucht. Der Kinderreport behandelt jedes Jahr ein anderes kinderrechtliches Thema. 2024 machte der Report deutlich, dass das Vertrauen in den dauerhaften Erhalt der Demokratie erschreckend gering ist.Wenig Vertrauen in junge GenerationNur rund zwei Drittel der erwachsenen Bevölkerung (67 Prozent) trauen der heutigen Generation der Kinder und Jugendlichen zu, als Erwachsene Verantwortung für den Erhalt unserer Demokratie zu übernehmen. Die Kinder und Jugendlichen sind bei dieser Frage noch skeptischer: Nur 54 Prozent trauen der heutigen jungen Generation zu, sich als Erwachsene für die Demokratie in Deutschland einzusetzen. Zu diesem Ergebnis kommt der Kinderreport 2024 des Deutschen Kinderhilfswerkes. Bei der Vermittlung demokratischer Überzeugungen und Fähigkeiten sind nach Ansicht der Erwachsenen die Familie und das Elternhaus zentral: Für 85 Prozent trägt hauptsächlich das familiäre Umfeld die Verantwortung dafür, bei Kindern und Jugendlichen demokratische Überzeugungen und Fähigkeiten zu fördern. Die Kinder und Jugendlichen hingegen sehen die Hauptverantwortlichkeit bei der Vermittlung demokratischer Überzeugungen und Fähigkeiten bei Schulen und Kitas (73 Prozent).
Mehr erfahren: Kinderreport Deutschland 2024
Deutsches Institut für Menschenrechte
2024
Inwieweit erfüllen strafgerichtliche Verfahren die Anforderungen an eine kindgerechte Justiz? Welche Vorgaben sehen die UN-Kinderrechtskonvention und die Leitlinien zur kindgerechten Justiz des Europarates vor? Die Analyse erläutert, wie Kinder als Zeugen und Verletzte in Gerichtsverfahren derzeit unterstützt werden und wo noch Handlunsgbedarf besteht. Sie basiert auf einer bundesweiten Untersuchung des Deutschen Instituts für Menschenrechte und des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Mehr erfahren: Kindgerechte Justiz in der strafgerichtlichen Praxis – Über die Rechte von Kindern und Jugendlichen als Zeug*innen
UNICEF Deutschland
2024
UNICEF Deutschland ruft Bund, Länder und Kommunen dazu auf, bei ihren Investitionen die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen zu priorisieren. Ein am 29. August 2024 in Berlin vorgestelltes Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag von UNICEF Deutschland zeigt, dass gezielte Investitionen insbesondere für benachteiligte Kinder sowohl gesellschaftlich als auch ökonomisch sinnvoll sind und positive Effekte in Milliardenhöhe für die öffentlichen Haushalte bringen. Weltweit investieren Staaten viele Milliarden Euro, um gute Bedingungen für das Aufwachsen von Kindern zu schaffen. Das Geld ist nachhaltig investiert, denn Kinder sind die Zukunft jeder Gesellschaft. Zu wissen, welche Mittel in Kinder investiert werden, ist Grundvoraussetzung für eine an den Bedürfnissen und den Rechten von Kindern orientierte Haushaltspolitik. Bisher ist über die Gesamtheit der Mittel und Maßnahmen jedoch wenig bekannt. UNICEF Deutschland hat deshalb das Institut der deutschen Wirtschaft mit einer Analyse der staatlichen Ausgaben für Kinder beauftragt. Das Gutachten „Investitionen in Kinder wirkungsvoll gestalten“ zeigt, wie Deutschland bisher in Kinder investiert, warum andere Länder ihre Investitionen teils wirkungsvoller einsetzen und was Deutschland daraus lernen kann. Die Autoren schlussfolgern, dass sich diese Investitionen mit Renditen in Milliardenhöhe auszahlen. Gerade in Zeiten umkämpfter öffentlicher Haushalte ist es wichtig zu zeigen, dass Kinder – auch ökonomisch – die Zukunft unserer Gesellschaft sind.
Mehr erfahren: Investitionen für Kinder, Investitionen in Deutschland
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
2024
Wie gut sind Kinder und Jugendliche bei sie betreffenden Angelegenheiten eingebunden? Mit dem Child Participation Assessment Tool des Europarats können die Mitgliedsstaaten die Kinder- und Jugendbeteiligung evaluieren. Das Deutsche Kinderhilfswerk hat die Anwendung des Tools für Deutschland im Rahmen eines Projekts erprobt. Kinder und Jugendliche haben das Recht, an allen sie betreffenden Angelegenheiten beteiligt zu werden. So gibt es Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) vor. Das Recht auf Beteiligung ist eines der Grundprinzipien der UN-KRK und entscheidend für die Anerkennung von Kindern und Jugendlichen als Träger*innen eigener Rechte. Doch wie und wo werden Kinder und Jugendliche eigentlich konkret beteiligt? Welche Maßnahmen hat Deutschland seit der Ratifizierung der UN-KRK vor 30 Jahren zur Verwirklichung dieses Rechts ergriffen? Im Rahmen eines Pilotprojekts, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), erprobte die Koordinierungsstelle Kinderrechte des Deutschen Kinderhilfswerkes die Anwendung des Child Participation Assessment Tool (CPAT) des Europarates erstmals in Deutschland. Im Ergebnis ist eine umfassende Evaluation der Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Lebensbereichen entstanden. Die Analyse bietet sowohl für Entscheidungsträger*innen auf allen politischen Ebenen als auch für die Praxis relevante Erkenntnisse zur Umsetzung des Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention und stellt zu jedem Indikator Entwicklungsbedarfe und spezifische Maßnahmen dar.
Mehr erfahren: Child Participation Assessment Tool für Deutschland
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) Heft 2
2024
Für Kinder und Jugendliche ist die Nutzung von Medien und digitalen Angeboten ein selbstverständlicher Teil ihrer Alltagsgestaltung. Junge Menschen nutzen mediale Angebote aber nicht nur de facto, sie haben gemäß Artikel 17 der UN-Kinderrechtskonvention auch ein Recht darauf. Im Beitrag wird analysiert, wie sich der Kinder- und Jugendmedienschutz in den vergangenen Jahren vor diesem Hintergrund entwickelt hat. Dafür werden Regulierungen auf nationaler und europäischer sowie auf Ebene der Vereinten Nationen in den Blick genommen. Im Abgleich mit dem Handeln von Anbietenden wird deutlich, dass zwischen Rechtssetzung und deren Verwirklichung (noch) Differenzen bestehen.
Mehr erfahren: Jugendmedienschutz: (How to) Do the Right Thing
Prof. Dr. Bernd Schorb und Kathrin Demmler in merz Medien und Erziehung. Zeitschrift für Medienpädagogik. Nr. 3
2024
Im Beitrag werden mögliche Chancen und Risiken virtueller Welten sowie generativer künstlicher Intelligenz im Zusammenhang mit den Rechten von Kindern gemäß UN-Kinderrechtskonvention beleuchtet. Darüber hinaus wird das juristische Konzept der persönlichen Integrität als Grundlage für das Wohlergehen (junger) Nutzender im Metaversum empfohlen.
Mehr erfahren: Das Metaversum schlägt zurück!? Eine kinderrechtliche Perspektive
Benno Hafeneger, Türkân Kanbiçak im Wochenschau Verlag
2024
Zwei kulturelle Outreach-Programme des Jüdischen Museums Frankfurt geben Einblicke in gelingende Bildungsarbeit und in Strukturen und Dynamiken antisemitismus- und rassismuskritischer Bildungsprogramme. Sie veranschaulichen dabei die Umsetzung des musealen Bildungsauftrags. Outreach-Programme verbinden unterschiedliche Lernräume und Lernperspektiven miteinander. Das Zusammendenken unterschiedlicher Bildungsaufträge ist visionär und ein zukunftsweisender Bildungspfad für Kooperationen zwischen Schulen, Bildungseinrichtungen und Museen. Dieser Band reflektiert die Erfahrungen aus zwei Bildungsprogrammen, die seit 2017 kontinuierlich vom Jüdischen Museum in Frankfurt/M. angeboten werden. „AntiAnti – Museum Goes School“ mit sechs Workshops richtet sich an Berufsschulklassen, die „Schattenspiele – Wahrheiten und Narrheiten“ an Grundschulklassen. Vorgestellt werden die konzeptionellen Ideen, die Praxisverläufe und ausgewählte Skripte sowie die Ergebnisse der Evaluation und weiterführende Reflexionen und Folgerungen.
Mehr erfahren: Das Museum als Lern- und Bildungsort für Kinder und Jugendliche
Jesper Lüttgens, Michael Rump-Räuber, Michael Siegel im Wochenschau Verlag
2024
Wie steht's um die Schule nach Corona? Dieses Buch geht auf aktuelle Herausforderungen ein und beschreibt, wie mit dem sozialpädagogischen Konzept der Lebensweltorientierung Wege für eine demokratische Teilhabe von jungen Menschen gelingen kann. Mit dem sozialpädagogischen Konzept der Lebensweltorientierung können Ressourcen aus dem eigenen und dem sozialräumlichen Umfeld von Schüler:innen nutzbar gemacht und damit ein Beitrag für eine demokratische Schulkultur geleistet werden. So können für immer individuellere Herausforderungen von Schüler:innen besser Lösungen gefunden werden, zudem werden demokratische Werte gestärkt und Voraussetzungen für eine sozial gerechte Bildung geleistet. Der Band bündelt Expertise von Expert:innen aus der Lebensweltorientierung, der Demokratiepädagogik und der Praxis. Grundlagen und Grundfragen der Konzepte werden thematisiert und Praxisbeispiele lebensweltlich orientierter Arbeit in Schule beschrieben.
Mehr erfahren: Lebenswelt und Partizipation© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.