
Deutsches Institut für Menschenrechte e. V.; Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
2025
Der Forschungsbericht fasst die Ergebnisse des Projekts "Abwehrreaktionen in der rassismuskritischen Bildungsarbeit" (ABRAKA) zusammen. Abwehrreaktionen wie Verdrängung, Täter-Opfer-Umkehr oder emotionale Distanz tauchen in rassismuskritischen Bildungssettings häufig auf und sind teils individuell, teils strukturell bedingt. Solche Reaktionen können Lernprozesse behindern oder verhindern. Zugleich kann professionelle Begleitung, zum Beispiel durch sichere Lernräume, biografische Reflexion und Beziehungsarbeit Abwehr in produktive Reflexion umwandeln und auf diese Weise Potenzial für tiefergehendes Lernen und Veränderung eröffnen. Der Bericht liefert eine differenzierte Analyse der Hürden rassismuskritischer Bildung und gibt Impulse für Praxis, Forschung und Politik.
Mehr erfahren: Abwehr in der rassismuskritischen Bildungsarbeit
Kleinstkinder in Kita und Tagespflege
2025
Autonomie von U3-Kindern fördern:Teilhabe, Mitbestimmung und Beschwerdemanagement im Kita-Alltag: Stärken Sie das Selbstbewusstsein und das Sozialverhalten der Jüngsten von Anfang an. Kinder unter drei Jahren lernen durch gezielte Aktivitäten, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und ihre Fähigkeiten zu entdecken. Ob beim dialogischen Vorlesen, an der Garderobe, beim Gestalten von Kunstprojekten, in Essenssituationen oder bei der Pflege – diese Mappe bietet vielseitige Praxisimpulse, um die Autonomie von U3-Kindern zu fördern.
Mehr erfahren: Partizipation leben. Die Praxismappe
Der Kinderschutzbund Orts- und Kreisverband Mainz
2025
Mit detailreichen Illustrationen zeigt das Wimmelbuch, was Kinderrechte im Alltag bedeuten. Kinder werden beim Spielen, Lernen, Helfen, Mitbestimmen und Gemeinschaft gestalten gezeigt— also genau dann, wenn Grundrechte wie Schutz, Bildung, Gesundheit, Teilhabe und Mitbestimmung im Alltag gelebt werden. Das Buch kommt fast ohne Text aus, sodass sprachliche Barrieren überwunden werden und Menschen unterschiedlichen Alters oder mit verschiedenen Sprachkenntnissen gemeinsam erkunden können, was Kinderrechte im Alltag konkret heißen. Es richtet sich an Kinder ab etwa drei Jahren und eignet sich für Familien, Kindertagesstätten oder Schulen als pädagogisches Werkzeug, um mit Kindern über ihre Rechte ins Gespräch zu kommen.
Mehr erfahren: Meine starken Rechte: Das Kinderrechte-Wimmelbuch MINI!
Der Kinderschutzbund Orts- und Kreisverband Mainz
2025
In dem Wimmelbuch wird kindgerecht und bildreich gezeigt, was Kinderrechte im Alltag bedeuten. Auf 14 Wimmelbildern werden Situationen aus Alltag, Schule, Freizeit und Gemeinschaft illustriert: Kinder beim Spielen, Lernen, gemeinschaftlichen Feiern oder sich gegenseitig helfen — und das so, dass sie ihre Meinung sagen, mitbestimmen und mitgestalten können. In dem Wimmelbuch wird weitgehend auf Text verzichtet und stattdessen mit Bildern erzählt. Das Wimmelbuch gibt Kindern und Erwachsenen Raum, um über Themen wie Schutz, Bildung, Gesundheit, Mitbestimmung, Teilhabe und Zusammengehörigkeit ins Gespräch zu kommen.
Mehr erfahren: Meine starken Rechte: Das Kinderrechte-Wimmelbuch
Bundesvereinigung Kulturelle Kinder-& Jugendbildung (BKJ)
2025
Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt können überall passieren – auch in kreativen Räumen. Schutz beginnt damit, Hilfsangebote sichtbar zu machen. Das ist nicht nur präventiv wichtig, sondern zeigt auch Haltung. Wer sich mit Kinderschutz auseinandersetzt, kann sicher handeln und Betroffenen helfen.Kinderschutz vor Ort: Orientierung für alle BeteiligtenEinrichtungen aus Jugend-, Bildungs- und Kulturarbeit können die Materialien nutzen, um für den Schutz vor Grenzverletzungen zu sensibilisieren, Haltung zu zeigen und handlungssicher zu werden – im Verdachtsfall und darüber hinaus.Das Plakat für Fachkräfte zeigt erste Handlungsschritte, wenn der Verdacht auf sexualisierte Gewalt besteht, und unterstützt Fachkräfte der Kulturellen Bildung dabei, Verantwortung zu übernehmen und sicher zu handeln.Das Plakat für Kinder und Jugendliche thematisiert grenzverletzendes Verhalten in altersgerechter Darstellung und bestärkt junge Menschen in ihrem Recht auf Schutz, Hilfe und Beteiligung.Lokale Hilfsangebote sichtbar machenBeide Plakate bieten Raum, um einrichtungsinterne Ansprechpersonen und Beratungsstellen einzutragen. So werden bestehende Schutzangebote sichtbar und im Alltag leichter zugänglich gemacht.Weitere Informationen zum Thema www.start2act.de.Die Materialien sind im Förderprogramm „Start2Act“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) entstanden. Das Programm unterstützt Träger der Kulturellen Bildung bei der Prävention sexualisierter Gewalt. Das Programm „Start2Act“ wird finanziert von der Europäischen Union.
Mehr erfahren: Kinderschutz in der Kulturellen Bildung: Materialpaket für mehr Handlungssicherheit
Queerformat e. V. und kijubb- Kompetenzzentrum Kinder-und Jugendbeteiligung Brandenburg
2025
Der Queere Erst-Beratungs-Koffer ist ein digitales Informations- und Unterstützungsangebot für Fachkräfte der öffentlichen und freien Jugendhilfe. Er bündelt verständliches Grundlagenwissen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, gibt praxisnahe Hinweise für eine queersensible Beratung und Hilfeplanung, den (präventiven) Kinderschutz und verweist auf passende Unterstützungs- und Beratungsangebote in Berlin und Brandenburg. Ziel ist es, Orientierung zu geben, Diskriminierung abzubauen und die bedarfsgerechte Unterstützung queerer junger Menschen zu stärken. Die Empfehlungen sind in einem gemeinsamen Entwicklungsprozess entstanden, an dem Fachkräfte, junge Menschen und Interessenvertretungen beteiligt waren.
Mehr erfahren: Queerer Erst-Beratungs-Koffer
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs)
2025
Seit 1998 wird die JIM-Studie zur Mediennutzung von 12- bis 19-Jährigen jährlich durchgeführt. Ziel der Studie ist es, ein aktuelles Bild der Mediennutzung junger Menschen in Deutschland zu erhalten. Für die Erhebung werden etwa 1200 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren in Deutschland mit einer Kombination von Telefon- und Online-Interviews befragt.Die gewonnenen Daten sollen in Strategien für neue Konzepte in den Bereichen Bildung, Kultur und Arbeit einfließen. JIM-Studie 2025Die JIM-Studie 2025 zeigt, dass Künstliche Intelligenz (KI) hat bei Jugendlichen massiv an Bedeutung gewonnenhat: 91 % nutzen mindestens ein KI-Tool, vor allem zum Lernen (74 %) und um Informationen zu finden (70 %). Mehr als die Hälfte der Befragten vertraut den durch KI gelieferten Informationen. Gleichzeitig bleibt das Smartphone zentral im Alltag: Jugendliche verbringen im Durchschnitt fast vier Stunden pro Tag am Bildschirm. Eine Regulierung der Nutzungszeit fällt den meisten Befragten schwer. Fast ein Drittel der Jugendlichen berichtet, morgens müde zu sein, weil sie bis spät nachts am Handy waren.Hier können JIM-Studien aus den vergangenen Jahren aufgerufen werden.
Mehr erfahren: JIM-Studie 2025. Jugend, Information, Medien
Deutscher Bildungsserver; CC BY 4.0-Lizenz
2025
In dem Podcast Bildung auf die Ohren sprechen Prof. Dr. Susann Fegter und Prof. Dr. Angela Million von der TU Berlin über ihr Forschungsprojekt „Wohlergehen in sozialräumlichen Kontexten“. Sie untersuchen, wie Kinder außerschulische Lernorte erleben und legen dabei den Fokus auf die Sichtweisen der Kinder — insbesondere auf Partizipation, Schutz, Sicherheit und Wertschätzung. Dazu nutzten sie Methoden wie City Walks, digitale Karten, Interviews und ein eigens entwickeltes Spiel, mit dem Wohlfühlorte der Kinder sichtbar gemacht werden. Wichtige Erkenntnisse sind: stabile Beziehungen zu pädagogischen Fachkräften, der Zugang zu digitalen Medien sowie die Gestaltung der Stadt als Raum wirken sich stark auf das Wohlbefinden und damit auf die Bildungsbeteiligung von Kindern aus — insbesondere unter sozial ungleichen Bedingungen. Über den externen Link kann ein mit AI Companion generiertes Transkript des Interviews abgerufen werden.
Mehr erfahren: Wohlergehen von Kindern in sozialräumlichen Kontexten: Forschung zu Lernorten, digitaler Teilhabe und Stadtplanung
Deutsches Komitee für UNICEF e. V.
2025
Der Bericht zeichnet ein alarmierendes Bild: Über eine Million der Kinder in Deutschland haben nicht die grundlegenden Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe oder beruflichen Erfolg – ihnen fehlen beispielsweise ein ruhiger Platz zum Lernen, warme Mahlzeiten oder Freizeitmöglichkeiten. Armut wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus, und die Kluft zwischen privilegierten und benachteiligten Kindern wird größer. Viele Jugendliche klagen über psychische und körperliche Beschwerden, 40 % geben an, regelmäßig gesundheitliche Probleme zu haben. Zudem fühlen sich benachteiligte Kinder seltener unterstützt – weder von ihren Familien noch von Lehrkräften – und jedes Jahr beenden etwa 62.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Unicef fordert deshalb deutlich mehr gezielte Investitionen, insbesondere in Kinder aus ärmeren Verhältnissen, zum Beispiel durch Ausbau von Förderprogrammen in Schulen und Kitas.Das Deutsche Jugendinstitut hat 2025 den Bericht für Unicef mit einem Team von 27 wissenschaftlichen Expert:innen erstellt. Als Datenbasis dienten zum Beispiel amtliche Statistiken und internationale Studien wie EU-SILC, HBSC (Health Behaviour in School-aged Children) und PISA. 23 Jugendliche wurden in Workshops sowohl bei der Themenwahl als auch bei der Interpretation der Ergebnisse für den Bericht aktiv beteiligt.In dem seit 2006 jährlich erscheinenden Unicef-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland wird die Situation der aktuell 14 Millionen Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren untersucht. Die Analysekategorien sind die sechs Dimensionen des kindlichen Wohlbefindens: Materielle Situation, Bildung, Soziale Beziehungen, Sicheres Aufwachsen und Risiken, Gesundheit und Subjektives Wohlbefinden.
Mehr erfahren: Eine Perspektive für jedes Kind. Unicef-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2025
Plan International Deutschland e.V., Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
2025
Das Unterrichtsmaterial ermöglicht Schüler:innen von Klasse 1 bis 13 einen Einstieg in die Agenda 2030 und die SDGs (SDGs heißt Sustainable Development Goals/Ziele für nachhaltige Entwicklung). Von Wimmelbildern zu Kinderschutz und geflüchteten Kindern für die Jüngeren, über Sicherheit auf dem Schulweg ab Klasse 5 bis zu die Situation von wohnungslosen Menschen und Debatten zu guter Bildung für die Klassen 7 bis 13. Die Schüler:innen lernen die SDGs kennen und lernen, die zum Teil abstrakten Ziele auf ihre eigene Lebenswelt und Situationen in ihrem Alltag zu beziehen. Maßgeblich ist hier die Leitfrage: „Was hat das mit mir zu tun?“. Darüber hinaus werden Kompetenzen wie Menschenrechtsbildung, politische Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienbildung sowie geschlechtersensible und interkulturelle Bildung gefördert.Das Unterrichtsmaterial wird begleitend zur Wanderausstellung Mission 2030 – Globale Ziele erleben bereitgestellt. Ind er Ausstellung wird ein Fokus auf sieben der 17 Sustainable Development Goals (SDGs) gelegt. Informationen zur Ausstellung sowie der aktuelle Standort sind hier zu finden.
Mehr erfahren: Unterrichtsmaterial zur SDG-Ausstellung Mission 2030 – Globale Ziele erleben.© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.