
London Early Years Foundation (LEYF)
2026
Die Podcast‑Folge ist ein Gespräch über Kinderrechte im frühkindlichen Bildungsbereich und darüber, wie Kinder als Rechtsträger:innen von Geburt an ernst genommen werden sollten. Gastgeberin June O’Sullivan und die Kinderrechts‑Expertin Laura Lundy sprechen darüber, dass Kinderrechte nicht abstrakte Ideale sind, sondern täglich in den Beziehungen, Entscheidungen und Umgebungen von Bildungssettings gelebt werden müssen. Wichtig sind dabei echte Beteiligungsmöglichkeiten nach dem Lundy Model (mit Raum, Stimme, Zuhörer:innen und Einfluss), damit Kinder nicht nur gehört, sondern ihre Beiträge auch in Entscheidungen umgesetzt werden. Es geht weiterhin um Ausdrucksformen von Babies, an denen sich Präferenzen und Bedürfnisse zeigen, durch die ihre Rechte sichtbar werden können.
Mehr erfahren: Talking Early Years: June O’Sullivan and Laura Lundy
Penguin Junior
2026
In dem Kinderbuch "Alexander" werden auf anschauliche und einfühlsame Weise die Grundzüge der Demokratie erklärt. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen aus der antiken Stadt Kaliste, dem von den Bürger:innen aufgetragen wird, „gute Gesetze“ zu finden, damit eine Tyrannei nie wieder möglich ist. Auf seiner Reise begegnet Alexander vielen verschiedenen Menschen – einem Orakel, einem Modeschöpfer, einem Soldaten und einem Philosophen – und lernt so nach und nach, was gerechte Regeln für ein friedliches Zusammenleben bedeuten. Dabei wird Demokratie nicht abstrakt vermittelt, sondern durch Gespräche, Erfahrungen und Herausforderungen greifbar, während gleichzeitig Spannung und Humor im Vordergrund stehen. Das Kinderbuch kann als Anlass zum Philosophieren mit Kindern genutzt werden. Empfohlen ab 10 Jahren.
Mehr erfahren: Alexander
Miteinander ankern e.V.
2019
In der Zeitschrift #4: Kinderrechte aus dem kohero Magazin (vormals: Flüchtling) werden Kinderrechte aus der Perspektive von Kindern und jungen Menschen mit Fluchterfahrungen erklärt. Es wird zum Beispiel auf Rechte wie das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung, den Schutz vor Gewalt und Ausbeutung sowie besonderen Schutz für Kinder auf der Flucht oder im Krieg eingegangen. Hervorgehoben wird auch, dass die Kinderrechte für alle Kinder gelten, unabhängig von ihrer Herkunft oder Situation. In dem Heft werden Beispiele sowohl für die weltweite Umsetzung der Kinderrechte aber auch Herausforderungen für ihre Verwirklichung gegeben.
Mehr erfahren: Kinder haben Rechte. Perspektiven von geflüchteten Kindern auf ihre Rechte I kohero – Magazin für multikulturellen Austausch
Klett Kinderbuch
2025
„Klassenbuch – Wer gewinnt im Spiel des Lebens?“ ist ein kindgerecht gestaltetes Sachbuch über Klassismus, das sich an Leser:innen ab etwa 8 Jahren richtet. Es nutzt die Alltagserfahrungen einer Grundschulklasse, um zu zeigen, wie soziale Ungleichheiten und Unterschiede in Herkunft, Sprache, Essen, Wohnen oder kulturellen Gewohnheiten unbemerkt Chancen und Lebenswege beeinflussen können. Anhand klarer Beispiele und illustrierter Szenen macht das Buch nachvollziehbar, wie soziale Klassen entstehen und warum es wichtig ist, diese Ungerechtigkeiten früh zu erkennen und darüber ins Gespräch zu kommen.
Mehr erfahren: Klassenbuch. Wer gewinnt im Spiel des Lebens?
Unicef Deutschland
2026
In dem Video besucht der bekannte Moderator Tobias Krell eine Kinderrechteschule und erlebt, wie Kinderrechte im Schulalltag gelebt und umgesetzt werden. Schüler:innen und Lehrkräfte erklären Tobi, dass Kinder an ihrer Schule nicht nur lernen, was Kinderrechte sind, sondern aktiv Mitbestimmung und Beteiligung erleben – zum Beispiel in Klassenräten, in der Schülervertretung und in Projekten wie der Kinderrechte‑AG. Eine kinderrechtsorientierte Haltung verändert den Schulalltag, stärkt Beziehungen stärkt und fördert die Teilhabe von Kindern an Entscheidungen, ohne die notwendigen Regeln und Grenzen zu vernachlässigen.
Mehr erfahren: Was ist eine Kinderrechteschule? Unicef Erklärvideo mit Tobias Krell
Umweltbundesamt
2026
In dem Handbuch finden Fachkräfte in der Jugend- und Verbandsarbeit vielfältige Hinweise, wie junge Menschen, insbesondere solche mit bisher wenig Bezug zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen, besser angesprochen und eingebunden werden können. Das Handbuch baut auf dem Projekt JuNast auf und kombiniert Forschung, Praxisbeispiele und Methoden, um Kooperationen zwischen Jugendverbänden, Offener Kinder‑ und Jugendarbeit und anderen Akteur:innen zu fördern. Kooperative Ansätze, lebensweltnahe Zugänge zu Nachhaltigkeit, interaktive Formate und Beziehungsarbeit werden als Schlüssel hervorgehoben, um Motivation und Engagement zu stärken und Nachhaltigkeit für junge Menschen erfahrbar zu machen.
Mehr erfahren: Junge Menschen erreichen – Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten. Kooperationen als Schlüssel in der Jugend- und Verbandsarbeit
Lena Staab, Sina Isabel Freund, Mai-Anh Boger, Lizenz: CC-BY
2026
Der Band bietet einen interdisziplinären Überblick darüber, wie das Konzept der Intersektionalität – also das Zusammenwirken verschiedener Ungleichheits- und Diskriminierungsverhältnisse wie z. B. Geschlecht, Herkunft, Klasse, Behinderung – in der Erziehungswissenschaft und pädagogischen Praxis aufgegriffen wird. Die Beiträge analysieren aus unterschiedlichen fachlichen und praktischen Perspektiven, wie sich intersektionales Denken in verschiedenen Handlungsfeldern, Lebensphasen und Institutionen etabliert hat und welche Konsequenzen sich daraus für eine diskriminierungskritische Pädagogik ergeben. Dabei werden zentrale Begriffe geklärt, bestehende Ansätze kritisch reflektiert und offene Fragen diskutiert, insbesondere ob und wie eine „intersektionale Pädagogik“ als eigenständiges Konzept sinnvoll gefasst werden kann.Der Band ist kostenfrei im Format EPUB verfügbar.
Mehr erfahren: Intersektionale Pädagogik. Grundbegriffe und Felder der Erziehungswissenschaft und pädagogischen Praxis
Florian Höhne, Konstantin Lindner, Manfred L. Pirner, Lizenz: CC-BY-SA 4.0
2026
In dem Fachartikel wird das Phänomen des Kidfluencings im Spannungsfeld zwischen Teilhabe und Schutzrechten betrachtet. Ausgehend von der UN-Kinderrechtskonvention argumentieren die Autor:innen, dass Kidfluencing zwar Potenziale für Selbstverwirklichung, Partizipation und Kompetenzerwerb bietet, zugleich jedoch erhebliche Risiken birgt: Insbesondere werden Verletzungen der Privatsphäre, wirtschaftliche Ausbeutung, unklare Arbeitsverhältnisse sowie Belastungen für Entwicklung und Wohlbefinden problematisiert. Kinder handeln häufig nicht vollständig autonom, sondern unter Einfluss oder Kontrolle von Eltern und kommerziellen Interessen, wodurch ihre Rechte auf Schutz und freie Entfaltung gefährdet sein können. Insgesamt kommt der Beitrag zu dem Schluss, dass Kidfluencing in einer rechtlichen Grauzone liegt und stärkere Regulierung sowie eine konsequente Orientierung am Kindeswohl erforderlich sind, um Rechteverletzungen zu vermeiden.Der Fachartikel sowie der gesamte Band Digitalitätsethische Souveränität. Theologische und religionsdidaktische Perspektiven auf Influencer:innen sind als PDF kostenfrei verfügbar. Der vorgestellte Artikel kann auf den Seiten 135 – 150 nachgelesen werden.
Mehr erfahren: Kidfluencing aus kinderrechtlicher Perspektive: Selbstverwirklichung oder Rechtsverletzung?
Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung e.V. (nifbe)
2026
Der Artikel beschreibt die kollegiale Fallberatung als strukturierte, praxisnahe Methode der gegenseitigen Beratung unter Fachkräften, bei der herausfordernde Fragestellungen in einer Gruppe systematisch reflektiert und lösungsorientiert bearbeitet werden. Neben Kollegialer Fallberatung werden Begriffe wie Kollegiale Beratung, Kollegiale Supervision, Kollegiale Fallsupervision, Fallbesprechung oder Intervision synonym verwendet. Zentrales Merkmal ist ein klarer, moderierter Ablauf in mehreren Phasen (z. B. Fallvorstellung, Perspektivwechsel, Hypothesenbildung und Entwicklung von Lösungen), der die Nutzung unterschiedlicher Erfahrungen und Sichtweisen ermöglicht. Ziel ist es, durch den Austausch auf Augenhöhe ein tieferes Fallverständnis sowie neue Handlungsoptionen zu entwickeln. Die Ergebnisse zeigen, dass die Methode sowohl die individuelle Handlungskompetenz und Reflexionsfähigkeit stärkt als auch zur Professionalisierung, Teamkultur und Organisationsentwicklung beiträgt, vorausgesetzt, es bestehen geeignete Rahmenbedingungen wie Vertrauen, Verbindlichkeit und klare Rollenstrukturen.
Mehr erfahren: Kollegiale Fallberatung – eine Methode mit Potenzial
Vodafone Stiftung Deutschland gGmbH
2025
Die Jugendstudie basiert auf einer Online-Befragung (CAWI) von 1.046 Jugendlichen im Alter von 14–20 Jahren zwischen Mapril und Mai 2025 in Deutschland, durchgeführt von infratest dimap. Untersucht wurden Nutzung, Motive und Auswirkungen sozialer Medien auf Wohlbefinden und Lernen sowie Strategien der Selbstregulation.Die Ergebnisse zeigen ein ambivalentes Nutzungsverhältnis: Soziale Medien sind zentraler Bestandteil des Alltags und werden oft positiv erlebt, gleichzeitig verbringen rund drei Viertel der Jugendlichen mehr Zeit online als gewünscht, und etwa ein Drittel berichtet von belastenden Gefühlen wie Stress oder Überforderung. Viele reflektieren ihr Verhalten und entwickeln eigene Regulierungsstrategien wie das Abschalten von Benachrichtigungen, schaffen es jedoch häufig nicht, ihre Nutzung dauerhaft zu reduzieren. Gleichzeitig besteht ein starker Wunsch nach Unterstützung, insbesondere durch Schule und Medienbildung, statt ausschließlich restriktiver Maßnahmen.
Mehr erfahren: Zwischen Bildschirmzeit und Selbstregulation. Soziale Medien im Alltag von Jugendlichen© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.