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Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales
2024
Diese Handreichung über Kinder- und Jugendrechte richtet sich an Mitarbeitende in Verwaltungen auf kommunaler Ebene. Ziel ist die Stärkung von Beteiligungsrechten von Kindern und Jugendlichen. Die Handreichung gibt einen Überblick über die Rechte von Kindern und Jugendlichen gemäß der UN-Konvention sowie hessenspezifische Kinderrechte und ihre Umsetzung in der Verwaltung. Verschiedene Aspekte in der Umsetzung des Rechts auf Beteiligung wie "die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren" und "in angemessener Weise" beteiligen werden anhand konkreter Beispiele erläutert. Das "Leben" der Kinderrechte, mit dem die Entwicklung einer kinderfreundlichen Haltung einhergeht sowie die Schritte, die es braucht, um Veränderungen im Verwaltungshandeln anzuregen, werden im zweiten Teil der Handreichung thematisiert. Der Leitfaden wurde aus den Ergebnissen zweier Workshops von Selbstvertretungen von Kindern und Jugendlichen, Vertreter:innen kommunaler Verwaltungen, des Sozialministeriums und von Trägern der Jugendhilfe entwickelt, in denen ermittelt wurde, welche Rahmenbedingungen gelingende Beteiligung braucht.
Mehr erfahren: 1,1 Millionen Kinder und Jugendliche leben in Hessen und sie haben viel zu sagen
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
2024
In der TikTok-Reihe #NoHate geht es um Fragen zum Thema Rechtsextremismus. Zum Beispiel, wie Rechtsextremismus sich äußert, was man tun kann und wie gefährlich Rechtsextremismus ist. In der Reihe sind Videos zu rechtsextremen Emojis, zu rechten Codewörtern und zum Umgang mit Verschwörungstheorien im eigenen Umfeld erschienen. In den Videos werden Fragen zu Rechtsextremismus alltagsnah und jugendgerecht aufgegriffen und erklärt. Die Videos können über den TikTok-Kanal @generation_klartext und die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung hier abgerufen werden. Jeden Dienstag erscheint eine neue Folge (Stand Dezember 2024).
Mehr erfahren: TikTok-Reihe #NoHate
Deutsches Institut für Menschenrechte und CMS Stiftung
2024
Nach Deutschland geflüchtete Eltern haben oft Probleme, wenn eine Geburtsurkunde für ihr in Deutschland geborenes Kind ausgestellt werden soll. Auf dem Poster finden sich QR-Codes, die auf einen mehrsprachigen Online-Wegweiser verweisen. Der Wegweiser kann über das Smartphone abgerufen werden. In ihm werden die nötigen Schritte zur Geburtsurkunde beschrieben. Die Informationen gibt es gesprochen und geschrieben, auf Englisch, Arabisch und Deutsch. Jedes Kind hat laut Artikel 7 Absatz 1 der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht darauf, nach seiner Geburt in einem Register eingetragen zu werden. Seit 1992 gelten die Kinderrechte auch in Deutschland. Dieser Auftrag, die Kinder in ein Geburtenregister einzutragen und eine Geburtsurkunde auszustellen, wird in Deutschland von Standesämtern umgesetzt. Hier ist der Link zu dem Online-Wegweiser.
Mehr erfahren: Geburtsurkunde ohne Papiere
Stadt Genf, Save the Children International, Enfants du Monde, Terre des Hommes Schweiz
2024
Am 26. September 2024 wird die Genfer Erklärung von Eglantyne Jebb, die erste Erklärung zu den Kinderrechten, die von einem zwischenstaatlichem Gremium verabschiedet wurde, 100 Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums lohnt ein Blick in die Geschichte der Kinderrechte, die Verabschiedung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes 1989, die 196 von 197 Staaten ratifiziert haben. Viele Staaten davon sind auch den Fakultativprotokollen zu dem Verkauf von Kindern, zu Kinderprostitution und Kinderpornografie, zu Kindern in bewaffneten Koflikten und zum Mitteilungsverfahren beigetreten. Diese Errungenschaften aus 100 Jahren Kinderrechten stehen auf der einen Seite, auf der anderen Seite sind hunderte Millionen Kinder weltweit von armut, Gewalt und den Auswirkungen der Klimakrise betroffen, die die körperliche Gesundheit und mentale Resilienz von Kindern beeinträchtigen. Um diese Herausforderungen mit dem Gedenken an die erste Fassung von Eglantyne Jebb zu verbinden, hat Philip D. Jaffe, Professor an der Genfer Universität und Mitglied des UN-Kinderrechteausschusses, eine überarbeitete und aktualisierte Fassung der Genfer Erklärung entworfen.
Mehr erfahren: Neufassung der Genfer Erklärung über die Rechte des Kindes
Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK)
2020
Auf der Onlineplattform kann die eigene digitale Medienkompetenz überprüft und erweitert werden. Das Angebot richtet sich an alle Menschen und kann beispielsweise zur Kompetenzerweiterung von pädagogischen Fachkräften genutzt werden. Mit Selbsttests zu den Themen Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Desinformation können Nutzer:innen ihr Wissen testen und erweitern. Nach jeder Testfrage bekommen Nutzer:innen eine ausführliche Antwort und weiterführende Informationen zu dem jeweiligen Thema. Für Lehrer:innen und pädagogische Fachkräfte ist eine kompetente Mediennutzung zentral. In den Tests werden daher praxisnahe Fragestellungen aufgegriffen, wie zum Beispiel: Wie finde ich seriöse Informationen im Netz und woran erkenne ich, ob ich womöglich getäuscht werde? Wie funktionieren Messenger und soziale Netzwerke? Welche urheberrechtlichen Vorgaben muss ich beim öffentlichen Teilen von Texten und Bildern bedenken? Auf der Website gibt es außerdem Erklärvideos, Informationstexte und Methodenblätter zu verschiedenen digitalen Themen. Der #DigitalCheckNRW ist ein Projekt der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) e.V. und wird gefördert durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Der Selbsttest basiert auf dem Medienkompetenzrahmen NRW, der zunächst für Schulen entwickelt und nun für Erwachsene nutzbar gemacht wurde, um die Förderung von Medienkompetenz und Medienbildung in jeder Lebensphase zu ermöglichen.
Mehr erfahren: #DigitalCheckNRW
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung
2022
Das Kartenset mit Fragen für den pädagogischen Alltag in Kita und Hort richtet sich an pädagogische Fachkräfte und ihre Teams. Die Karten sind an die neun Handlungsfelder des Programms Wege zur Willkommenskita angelehnt. Diese sind zum Beispiel Kultursensible Haltung und Umgang mit Vielfalt, Gestaltung einer vorurteilsbewussten Lernumgebung, Teilhabe durch Beteiligung, Kita als sicherer Ort und Selbstreflexion. Die Karten können für die persönliche Reflexion oder mit Kolleg:innen in einer Dienstberatung genutzt werden. Ziel ist es, pädagogische Fachkräfte und ihre Teams zum Nachdenken anzuregen und Anlässe zu geben, über Erfahrungen und Beobachtungen zu sprechen und sie gemeinsam zu reflektieren. So kann die eigene Arbeit überprüft und Prozesse der Weiterentwicklung angeregt werden. Das Kartenset wurde im Rahmen des Programms WillkommensKITAs angefertigt und durch die Auridis Stiftung gefördert. Mit dem Programm WillkommensKITAs unterstützte die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) Kitas und Horte in Sachsen dabei, Antworten auf ihre individuellen Fragen zu finden. Kinder und ihre Familien mit Fluchthintergrund sind dabei Anlass zur Entwicklung von Kitas und Horten.
Mehr erfahren: Reflexionsfragen für die pädagogische Praxis
Unicef Norwegen
2019
In den 3 Quiz-Teilen können Kinder spielerisch etwas über die Kinderrechte erfahren. Sie richten sich vor allem an Kinder von 8 bis 12 Jahren und können im schulischen und außerschulischen Bereich gespielt werden. Die Quizze laufen über die spielbasierte Lernplattform Kahoot. Eine Lehrkraft steuert das Quiz über einen Hauptcomputer mit einem großen Screen oder Projektor. Die Spieler:innen geben ihre Antworten einzeln oder in kleinen Teams über die Website oder die Kahoot!App ein. Die Antworten werden in Echtzeit angezeigt und können dann gemeinsam diskutiert werden. Die Benutzung von Kahoot ist einfach: Es funktioniert auf jedem Gerät mit einer Internetverbindung. Weder für Lehrer:innen noch für die Spieler:innen ist es nötig, ein Benutzerkonto einzurichten oder sich anzumelden. Das Herunterladen der Kahoot App ist kostenlos. Auf der verlinkten Website von Unicef Luxemburg finden sich die Links zu den Quiz-Teilen auf Deutsch, Englisch und Französisch. Weiterhin findet sich dort eine umfangreiche Anleitung zur Nutzung von Kahoot für Lehrer:innen auf Deutsch (Userguide Lehrer).
Mehr erfahren: Kahoot! Quiz über Kinderrechte
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
2024
Die Sinus-Jugendstudie berichtet seit 2008 alle vie Jahre darüber, wie es Jugendlichen in Deutschland geht. Die Leitfragen der Studie sind immer: Wie leben und erleben Jugendliche ihren Alltag? Wie optimistisch blicken sie in die Zukunft? Was sind ihre Grundorientierungen? An welchen Werten orientieren sie sich? Welche Lebensentwürfe und -stile verfolgen sie? 2024 wurden die Themen Umgang mit politischen Krisen, soziale Ungleichheit und Diskriminierung, Engagement und Beteiligung, Lernort Schule, Social Media, Fake News, Sinnsuche und Mental Health, Geschlechtsidentität und Rollenerwartungen sowie Sport und Bewegung vertiefend in den Blick genommen. Die Sinus-Jugendstudie ist ein qualitative Studie, für die professionell geschulte Interviewer*innen 72 qualitative Fallstudien mit Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren durchgeführt haben. Die Publikation zur Studie richtet sich an die interessierte (Fach-)Öffentlichkeit ebenso wie an Profis und Praktiker:innen der Jugendarbeit bzw. -bildung. Die Ergebnisse der Sinus-Jugendstudie 2024 zeigen, dass junge Menschen in Zeiten vielfacher Krisen ernster, problembewusster und besorgter denn je sind. Die zunehmend sicht- und spürbare Klimawandel wird als Dauerkrise wahrgenommen. Dennoch bewahren die jungen Menschen sich eine optimistische Grundeinstellung. Sport und Bewegung sind oft genannte Coping-Strategien. Die meisten der befragten Jugendlichen positionieren sich auf einer „Skala des guten Lebens“ in Deutschland im oberen Bereich – selbst diejenigen, die objektiv in wenig privilegierten Verhältnissen leben. Neu gegenüber den Vorgängerstudien ist, dass die Jugendlichen besonders für die Genderthematik stark sensibilisiert sind. Politik hat einen geringeren Stellenwert in ihrem Leben. Hauptgründe für die politische Abstinenz sind die gefühlte Einflusslosigkeit und das geringe politische Wissen. Soziale Medien sind das wichtigste Informations- und Kommunikationsmittel, insbesondere TikTok, Instagram und YouTube. Politische Inhalte werden hier eher zufällig und nebenbei rezipiert. Die Auswirkungen des Social-Media-Konsums auf das eigene Befinden und die mentale Gesundheit sehen viele der befragten Jugendlichen durchaus kritisch. Unter den folgenden Links sind die vergangenen Sinus-Studien zu finden:Sinus-Jugendstudie 2020Sinus-Jugendstudie 2016Sinus-Jugendstudie 2012Sinus-Jugendstudie 2008
Mehr erfahren: Wie ticken Jugendliche? SINUS-Jugendstudie 2024
Arbeitskreis ehemaliger Heimkinder Deutschlands (AeHD)
2018
Die beiden Kinderrechtefibeln richten sich an Kinder von 6 bis 12 Jahre und an junge Menschen von 13 bis 18 Jahren. Sie enthalten die UN-Kinderrechtskonvention in kindgerechter Sprache. Die Fibeln sind vor allem für Kinder an fremdem und anderem Zuhause – nach einer Inobhutnahme durch staatliche Stellen fühlen Kinder sich ohnmächtig und hilflos, so sehr die Maßnahme infolge von Kindeswohlgefährdung im bisherigen Zuhause auch notwendig gewesen sein mag. Die Idee der Herausgebenden ist es, dass Mitarbeitende von Jugendämtern oder anderen aufnehmenden Einrichtungen Kindern die Fibeln als Teil des Willkommenheißens übergeben. Dahinter steckt der Gedanke, dass die aufgenommenen Kinder ein Verständnis dafür bekommen sollen, dass sie nicht Objekt, sondern Subjekt staatlicher Fürsorge sind. Die Fibeln wurden von Heimkindern mitentwickelt, die eigene Beiträge eingebracht haben. Die Fibeln enthalten auch ein Verzeichnis von Krisen- und anderen Hilfseinrichtungen in Berlin, an die sich Kinder in Not wenden können.
Mehr erfahren: Kinderrechtefibel
Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ)
2023
Auf der Website von Machmamit! gibt es eine umfangreiche Karte mit Einrichtungen und Orten in ganz Deutschland, die kulturelle Angebote für und mit Kindern und jungen Menschen umsetzen. Die Angebote können nach verschiedenen Kategorien gefiltert werden, zum Beispiel nach Bewegung, Foto/Video/Audio/Film, Zeichnen, Musik, Museum, Schreiben, Theater und Zirkus. Junge Menschen, die nach Kultur in ihrer Umgebung suchen, finden hier viele spannende Orte, um kreativ zu werden. Es können auch weitere Kulturorte auf der Karte eingetragen werden. Wer noch nicht weiß, in welchem Bereich er oder sie kulturell aktiv werden möchte, kann auf der Website einen Test machen. Anhand von Fotos, auf denen verschiedenen Aktivitäten zu sehen sind, kann eine Auswahl der eigenen Interessen getroffen werden. Im Bereich Festivals sind Kulturfestivals aufgelistet, die demnächst stattfinden und kostenlos sind. Informationen zu Mach ma mit in deutscher Gebärdensprache gibt es hier.
Mehr erfahren: Machmamit! – Finde, was deins ist© 2026 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.