
London Early Years Foundation (LEYF)
2026
Die Podcast‑Folge ist ein Gespräch über Kinderrechte im frühkindlichen Bildungsbereich und darüber, wie Kinder als Rechtsträger:innen von Geburt an ernst genommen werden sollten. Gastgeberin June O’Sullivan und die Kinderrechts‑Expertin Laura Lundy sprechen darüber, dass Kinderrechte nicht abstrakte Ideale sind, sondern täglich in den Beziehungen, Entscheidungen und Umgebungen von Bildungssettings gelebt werden müssen. Wichtig sind dabei echte Beteiligungsmöglichkeiten nach dem Lundy Model (mit Raum, Stimme, Zuhörer:innen und Einfluss), damit Kinder nicht nur gehört, sondern ihre Beiträge auch in Entscheidungen umgesetzt werden. Es geht weiterhin um Ausdrucksformen von Babies, an denen sich Präferenzen und Bedürfnisse zeigen, durch die ihre Rechte sichtbar werden können.
Mehr erfahren: Talking Early Years: June O’Sullivan and Laura Lundy
Europäische Kommission, Lizenz: CC BY 4.0
2025
In der Broschüre wird verständlich erklärt, wie die EU Online-Plattformen mit dem Gesetz über Digitale Dienste (DSA) stärker in die Verantwortung nimmt, um Kinder und Jugendliche im Internet zu schützen. Es wird gezeigt, wie Plattformen ihre Dienste gestalten müssen, damit Sicherheit, Datenschutz und Kinderrechte von Anfang an berücksichtigt werden, zum Beispiel durch sichere Voreinstellungen, Altersüberprüfung, einfache Meldefunktionen und den Schutz vor schädlichen Inhalten.Mit Klick auf "Download PDF" können Sie die Broschüre in deutscher Sprache aufrufen. Wenn Sie "Externe Quelle öffnen" aufrufen, gelangen Sie auf die Publikation auf der Website der Europäischen Union. Hier können Sie die Broschüre in weiteren Sprachen herunterladen.
Mehr erfahren: Das Gesetz über digitale Dienste (DSA) verstehen. Was Online-Plattformen tun sollten, damit Kinder und Jugendliche sicher sind
Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V.
2022
ZAnK – Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte ist ein Beratungsangebot für Eltern, Fachkräfte, betroffene Kinder, weitere Bezugspersonen sowie Jurist:innen und Fachkräfte im Sozial- und Bildungsbereich, die mit grenzüberschreitenden Familienkonflikten zu tun haben, etwa bei internationalem Sorgerecht, Umgangsfragen oder (drohender) Kindesentführung. Die Stelle informiert, berät und unterstützt kostenfrei bei der Einschätzung von Situationen, zeigt rechtliche und praktische Handlungsmöglichkeiten auf und vermittelt bei Bedarf an weitere Fachstellen oder Mediationsangebote. Ziel ist es, Betroffene dabei zu unterstützen, kindeswohlorientierte Lösungen zu finden und mit komplexen internationalen Regelungen und Zuständigkeiten umzugehen.
Mehr erfahren: ZAnK – Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte
Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
2025
Die Handreichung bietet Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe eine praxisnahe Orientierung für die Arbeit in grenzüberschreitenden Einzelfällen. Sie zeigt anhand möglicher Fallkonstellationen (z. B. Kinderschutz, Sorgerechts- und Umgangskonflikte, Kindesentführung oder Unterbringung im Ausland) auf, welche rechtlichen Rahmenbedingungen – insbesondere internationale und europäische Regelungen – zu beachten sind und wie Verfahren ablaufen können. Zudem werden konkrete Handlungsschritte, Kooperationsmöglichkeiten mit ausländischen Stellen sowie wichtige Ansprechstellen und Unterstützungsstrukturen (z. B. Internationaler Sozialdienst) dargestellt, um Fachkräfte bei der Einschätzung und Bearbeitung solcher komplexen Fälle zu unterstützen.In englischer Sprache ist die Handreichung hier zu finden.
Mehr erfahren: Handreichung zur grenzüberschreitenden Einzelfallarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe
Europäische Union
2024
In der Studie werden internationale Kindesentführungen durch Eltern aus der EU in Drittstaaten analysiert und aufgezeigt, dass das zentrale Instrument – das Haager Übereinkommen von 1980 – zwar grundsätzlich wirksam ist und die Rückführung entführter Kinder sich deutlich verbessert hat, seine Anwendung jedoch mit erheblichen praktischen Problemen verbunden ist. Insbesondere bestehen Unterschiede in der Umsetzung zwischen Staaten, Schwierigkeiten bei Fällen mit häuslicher Gewalt sowie große Herausforderungen bei Entführungen in Staaten, die dem Übereinkommen nicht beigetreten sind. In der Studie werden die teils gravierenden Folgen für Kinder und Eltern betont und für stärkere internationale Zusammenarbeit plädiert, für bessere Schutzmechanismen z. B. bei Gewaltkontexten, mehr Mediation sowie eine Weiterentwicklung und Pflege des bestehenden Rechtsrahmens, um ihn an gesellschaftliche Veränderungen anzupassen.
Mehr erfahren: Parental Child Abductions to Third Countries
Designing for Children’s Rights (D4CR), Lizenz: CC BY-SA 4.0
2026
In dem Design Guide werden zehn Prinzipien formuliert, wie Produkte und Services konsequent an den Rechten und Bedürfnissen von Kindern ausgerichtet werden können. Sie sind in drei Bereiche gegliedert: Inklusion, Spiel & Lernen und Sicherheit & Nachhaltigkeit. Ergänzend bietet die Website zu jedem Prinzip weiterführende Ressourcen, Methoden und Praxisbeispiele, die Designer:innen helfen sollen, diese Leitlinien konkret in Projekten umzusetzen und Kinderrechte systematisch in Design- und Geschäftsentscheidungen zu integrieren.
Mehr erfahren: Designing for Children’s Rights Guide
Kindernothilfe e.V.
2024
Der Advocacy-Leitfaden der Kindernothilfe bietet eine praktische Anleitung, wie sich junge Menschen, Organisationen und Einzelpersonen in 10 Schritten für die Verwirklichung von Kinderrechten einsetzen können. Im Mittelpunkt stehen die vier Säulen der Advocacy-Arbeit: der Schutz vor Gewalt, die Förderung von Teilhabe und Bildung sowie der Kampf gegen Ausbeutung, insbesondere Kinderarbeit. Das Ziel der Advocacy-Arbeit ist es, politische, wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Kinderrechte weltweit durchgesetzt und eingehalten werden. Dazu gehören der direkte Dialog mit Entscheidungsträger:innen, die Einbindung von Kindern in politische Prozesse, die Zusammenarbeit in Bündnissen und Netzwerken sowie die Nutzung von Daten und Fakten, um konkrete Verbesserungen für Kinder zu erreichen. Anhand von Bündnissen und Initiativen von Kindern weltweit wird gezeigt, wie vor Ort Veränderungen im Sinne der Kinderrechte angestoßen werden können.Der Advocacy-Leifaden kann kostenfrei auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Portugiesisch heruntergeladen werden.
Mehr erfahren: Dein Advocacy-Leitfaden voller Ideen und Erfahrungen von Kindern aus der ganzen Welt!
International Telecommunication Union (ITU)
2025
In diesem gemeinsamen Statement fordern die Unterzeichner:innen alle Staaten, UN-Organisationen, Unternehmen, die Zivilgesellschaft und weitere Akteur:innen auf, Künstliche Intelligenz (KI) so zu gestalten, zu entwickeln, einzusetzen und zu regulieren, dass die Rechte von Kindern geachtet, geschützt und gefördert werden. Dabei wird betont, dass Kinder als eigenständige Rechtsträger besondere Aufmerksamkeit verdienen, da ihre körperliche, soziale, emotionale und kognitive Entwicklung sie besonders verletzlich macht.Das Statement verweist auf die Chancen, die KI für die Verwirklichung von Kinderrechten bietet, warnt aber auch vor Risiken – sowohl bei direkter Interaktion von Kindern mit KI-Systemen als auch durch indirekte Auswirkungen. Es fehle oft an altersgerechter KI-Kompetenz, an Schulungen für alle Beteiligten und an kindzentrierten Designansätzen. Die Unterzeichner:innen rufen dazu auf, KI-Systeme transparent, verantwortungsvoll und unter Einbindung von Kindern selbst zu gestalten. Konkrete Empfehlungen umfassen unter anderem den Schutz vor Gewalt und Ausbeutung durch KI, Datenschutz, die Berücksichtigung des Kindeswohls, die Vermeidung von Diskriminierung, die Förderung von Teilhabe sowie die Stärkung von Bildung und Aufklärung über KI.Ziel ist es, KI so zu nutzen, dass durch sie die Rechte und das Wohl aller Kinder weltweit gefördert und sie gleichzeitig vor Missbrauch geschützt werden.
Mehr erfahren: Joint Statement on Artificial Intelligence and the Rights of the Child
Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland (KJTZ)
2023
Die Gesprächskarten mit+mischen sind ein Kartenset, das junge Menschen dabei unterstützt, sich aktiv in die Mitgestaltung von Theatern und Festivals einzubringen. Sie wurden gemeinsam von Beteiligungsgruppen entwickelt und helfen dabei, ins Gespräch zu kommen, Motive, Interessen und Rahmenbedingungen innerhalb einer Gruppe zu erkunden sowie Diskussionen zu strukturieren und gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Das Set besteht aus Fokuskarten zum Kennenlernen und zur Reflexion der eigenen Motivation und Aktionskarten zur Weiterentwicklung von Diskussionen und Entscheidungsprozessen und soll Beteiligungsgruppen ein niedrigschwelliges, moderierbares Werkzeug bieten, um gemeinsam ihre Theater- und Kulturarbeit zu gestalten.Die Gesprachskarten können kostenfrei auf Deutsch und auf Englisch heruntergeladen werden.
Mehr erfahren: mit+mischen. Gesprächskarten für junge Menschen, die Theater mitgestalten wollen
Eurochild
2026
Der Sub-Report basiert auf einer qualitativ-deskriptiven Auswertung von Rückmeldungen aus 36 europäischen Ländern zur Situation frühkindlicher Entwicklung. Untersucht werden Zugänge, Qualität und Integration von Angeboten der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Unterstützung. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Ländern, strukturelle Defizite wie fragmentierte Systeme, Fachkräftemangel und ungleichen Zugang – besonders für benachteiligte Kinder – sowie positive Reformansätze. Im Vergleich gilt Deutschland als Land mit relativ gut ausgebauter frühkindlicher Infrastruktur, steht jedoch ebenfalls vor Herausforderungen hinsichtlich Qualität, Fachkräftegewinnung und chancengerechtem Zugang.
Mehr erfahren: Early Childhood Development in Europe: focus on integrated and quality services for all© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.