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TH Köln und Universität zu Köln
2026
Die Informations- und Methodenplattform "Fachinfo Verschwörungsideologien" richtet sich an Fachkräfte der Sozialen Arbeit, Beratung und politischen Bildung. Auf der Plattform finden sich wissenschaftlich fundierte Informationen zu Verschwörungsideologien, aktuelle Verschwörungserzählungen und deren gesellschaftliche Auswirkungen werden erklärt und konkrete Handlungshilfen für den professionellen Umgang mit Betroffenen und verschwörungsaffinen Personen werden bereitgestellt. Ergänzt wird das Angebot durch Bildungs- und Arbeitsmaterialien, Fallbeispiele, Forschungsergebnisse sowie Hinweise auf Beratungs- und Unterstützungsangebote.Die Plattform entstand im Rahmen des Forschungsprojekts „RaisoN" (Radikalisierung durch Verschwörungsideologien. Auswirkungen auf den sozialen Nahraum als Herausforderung für die Bildungs- und Beratungsarbeit) der TH Köln und der Universität zu Köln und soll den Transfer von Forschungserkenntnissen in die Praxis fördern.
Mehr erfahren: Fachinfo Verschwörungsideologien – Thema in Bildung und Beratung
Lernende Systeme – Die Plattform für Künstliche Intelligenz
2026
In dem Whitepaper wird untersucht, wie Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen prägt – etwa in Schule, Lern-Apps, sozialen Medien, Chatbots oder digitalen Spielzeugen. Die Chancen von KI für individuelle Förderung, Bildung und Inklusion und Risiken wie Datenschutzprobleme, Manipulation, algorithmische Verzerrungen und Auswirkungen auf die mentale Gesundheit junger Menschen werden dargestellt. Aufgrund der besonderen Schutzbedürftigkeit von Kindern fordern die Autor:innen kindgerechte KI-Systeme, klare gesetzliche Rahmenbedingungen, wirksame Schutzmechanismen sowie eine stärkere Förderung von Medien- bzw. KI-Kompetenz, damit junge Menschen KI selbstbestimmt, sicher und kritisch nutzen können.Hier sind die Ergebnisse der Publikation übersichtlich zusammengefasst: Whitepaper "KI undKinder" – Auf einen Blick.
Mehr erfahren: Whitepaper: KI und Kinder. Ein Überblick zur Einordnung
Deutsches Institut für Menschenrechte und Terre des Hommes Deutschland e. V.; Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
2026
In dem Diskussionspapier wird das Phänomen des „Family-Influencing“ untersucht, bei dem Kinder regelmäßig in kommerziellen Social-Media-Inhalten ihrer Eltern auftreten. Das Papier ist als Orientierung für politische und rechtliche Handlungsoptionen gedacht, um Gefährdungen und Ausbeutungen von Kindern und Jugendlichen durch Family-Influencing gemäß aktueller Rechtslage und möglichen Anpassungen abzuschätzen. Aus kinderrechtlicher Perspektive werden Risiken wie die Verletzung von Privat- und Intimsphäre, die kommerzielle Ausbeutung von Kindern sowie mögliche Beeinträchtigungen ihrer psychischen Entwicklung hervorgehoben. Die Autor:innen entwickeln deshalb vier Reformmodelle für das Jugendarbeitsschutzgesetz – von einer behutsamen Anpassung bis hin zu eigenständigen Regelungen für Family-Influencing –, um Kinderrechte im digitalen Raum besser zu schützen und rechtliche Schutzlücken zu schließen.
Mehr erfahren: Family-Influencing und kinderrechtsbasierte Reformbedarfe im Jugendarbeitsschutzgesetz
Latibul Theater- & Zurkuspädagogisches Zentrum Köln
2026
Die „Charta for young culture“ wurde von 369 Jugendlichen gemeinsam mit Künstler:innen und Kulturpädagog:innen erarbeitet. In der Charta wird die zentrale Rolle von Kunst und Kultur für junge Menschen betont, um Identität, Gemeinschaft, Empathie und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Die Jugendlichen fordern mehr frei zugängliche, bezahlbare und attraktive Kulturangebote sowie sichere, kreative Begegnungsorte, an denen sie sich ausprobieren und mitbestimmen können. Gleichzeitig formulieren sie die Vision einer friedlicheren, gerechteren und empathischeren Gesellschaft, in der Kunst auch im Zeitalter von KI eine unverzichtbare Rolle spielt, weil sie echte menschliche Begegnungen, Gefühle und Teilhabe ermöglicht.
Mehr erfahren: Charta for Young Culture
Filmperlen
2026
Regisseur Damon Gameau begleitet in dem Film acht engagierte Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Ländern auf einer Reise durch Europa. Gemeinsam besuchen sie die Zentralen großer Unternehmen und konfrontieren Politiker:innen, Konzernchefs und andere Entscheidungsträger:innen direkt mit ihren Sorgen und Forderungen zur Klimakrise. Gemeinsam suchen sie nach Lösungen für ökologische Herausforderungen und gründen einen „Zukunftsrat“, der die Perspektiven der jungen Generation in politische und wirtschaftliche Entscheidungen einbringen soll. Der Dokumentarfilm verbindet Roadmovie, Umweltbildung und Generationendialog und macht deutlich, dass Kinder nicht nur Betroffene zukünftiger Entwicklungen sind, sondern aktiv an deren Gestaltung mitwirken können.Der Film ist auf Englisch mit deutschen Untertiteln sowie in einer deutschen Voice-Over-Fassung verfügbar.Die Autorin Roberta Huldisch hat für Vision Kino aufgeschrieben, welche Anknüpfungspunkte der Film für die pädagogische Arbeit bietet. Hier können die Hinweise nachgelesen werden.
Mehr erfahren: Future Council – Komm an Bord
Beltz Verlagsgruppe
2026
Die Autorin zeigt, wie Grundschulen zu sicheren Orten für Kinder werden können, indem wirksame Schutzkonzepte gegen seelische Gewalt entwickelt und umgesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen die Kinderrechte, die kritische Auseinandersetzung mit Adultismus (dem Machtgefälle zwischen Erwachsenen und Kindern) und der verantwortungsvolle Umgang mit pädagogischer Macht. Die Autorin verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Handlungsempfehlungen und Reflexionsmethoden – etwa den „Reckahner Reflexionen“ –, um Lehrkräfte dabei zu unterstützen, respektvolle und gewaltfreie Beziehungen zu Kindern zu gestalten. Ziel ist es, eine Schulkultur zu fördern, in der das Wohl, die Beteiligung und die Rechte der Kinder konsequent im Mittelpunkt stehen.
Mehr erfahren: Schule – Macht – Beziehung. Seelische Gewalt verhindern: Kinderrechtsbasierte Schutzkonzepte für die Grundschule
National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.
2026
In der Broschüre “Allgemeine Bemerkung Nr. 14: Dein Wohl hat Vorrang! Was die UN über Kinderrechte und Kindeswohl sagt und warum das für dich wichtig ist” geht es um das Recht auf Kindeswohlvorrang von Kindern und Jugendlichen. Das Heft macht deutlich: Kindeswohl bedeutet, dass Erwachsene immer darauf achten müssen, was für Kinder und junge Menschen am besten ist. Und dass die Meinung der Kinder dabei zählt! Das Heft richtet sich an Kinder und Jugendliche.
Mehr erfahren: Allgemeine Bemerkung Nr. 14: Dein Wohl hat Vorrang!
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
2026
Im Kinderreport 2026 wird das Thema chancengerechte Bildung in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse zweier Onlinebefragungen mit 1006 befragten Kindern und Jugendlichen und 1002 befragten Erwachsenen zeigen, dass Erwachsene und junge Menschen große Defizite bei der Bildungsgerechtigkeit sehen und umfassende Reformen fordern. Besonders wichtig sind ihnen kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Schule, einheitliche Bildungsstandards, mehr qualifiziertes Personal, bessere Unterstützung sozial benachteiligter und geflüchteter Kinder sowie der Ausbau von Schulsozialarbeit und Sprachförderung. Zudem wird Demokratiebildung als zentraler Baustein für Teilhabe und Mitbestimmung hervorgehoben.Insgesamt kommen die Autor:innen des Reports zu dem Schluss, dass Bildungs- und Teilhabechancen in Deutschland noch immer stark von sozialer Herkunft, Wohnort oder Aufenthaltsstatus abhängen und deshalb gezielte Investitionen und strukturelle Reformen notwendig sind.
Mehr erfahren: Kinderreport Deutschland 2026
Verlag Herder
2026
In dem Buch geht es darum, wie Erwachsene im Kita-Alltag oft unbewusst Macht über Kinder ausüben und deren Bedürfnisse, Perspektiven oder Mitbestimmungsrechte übergehen. Die Autor:innen erläutern das Konzept des Adultismus – also die Benachteiligung von Kindern aufgrund ihres Alters – und helfen pädagogischen Fachkräften dabei, solche Muster im eigenen Handeln zu erkennen. Mithilfe von Reflexionsinstrumenten, Praxisbeispielen und konkreten Methoden soll eine kinderrechtsorientierte Haltung gefördert werden, die echte Partizipation ermöglicht und Kinder als Akteur:innen ernst nimmt. Ziel ist es, eine respektvolle Kita-Kultur zu entwickeln, in der Machtverhältnisse kritisch hinterfragt und Kinderrechte aktiv gelebt werden.
Mehr erfahren: Adultismus im Kita-Alltag. Über Macht, Kinderrechte und echte Partizipation
Hessisches Ministerium für Jugend
2026
Das Buch „SCROOOLL. Check lieber deine Rechte im Netz.“ richtet sich an Kinder und Jugendliche und greift zentrale Themen ihres digitalen Alltags auf – von Social Media, Tracking und KI bis zu Cybermobbing, Cybergrooming, Hate Speech und Fake News. Es vermittelt Wissen in klarer Sprache, stärkt Medienkompetenz und zeigt, wie Kinderrechte auch im digitalen Raum schützen, orientieren und zur selbstbestimmten Nutzung befähigen.
Mehr erfahren: SCROOOOOLL- Check lieber deine Rechte im Netz© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.