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Michael Krennerich (Leitung), Christina Binder, Tessa Debus, Elisabeth Holzleithner und Weitere
2021
In dem Artikel erklärt Crenshaw, wie Intersektionalität – das Zusammenspiel mehrerer Unterdrückungs- und Diskriminierungsachsen wie Geschlecht, Rassismus, Klasse, Ethnie oder Religion – unabdingbar ist für ein vollständiges Verständnis und den Schutz von Menschenrechten. In vielen Fällen werden Menschen nicht einfach allein „wegen ihres Geschlechts“ oder „wegen ihrer Herkunft“ benachteiligt, sondern genau an der Schnittstelle mehrerer Identitäten, wodurch spezifische, oft übersehene Vulnerabilitäten entstehen. Um diese wirksam anzugehen, fordert die Autorin unter anderem eine kontextbezogene Analyse, bessere Datenerhebung, methodische Ansätze, die bewusst nach mehreren Dimensionen der Unterdrückung suchen, sowie Institutionen, die diese Schnittstellen bei Gesetzgebung, Berichterstattung und Schutzmechanismen systematisch berücksichtigen. Der Artikel ist unter dem angegebenen Link via Open Access abrufbar. Der Artikel ist erschienen in: Zeitschrift für Menschenrechte, Jahrgang 15, 2021, Nr.1, S. 142-166.
Mehr erfahren: Das Konzept der Intersektionalität und seine Bedeutung für die Menschenrechte
Unicef Österreich
2024
Das Unterrichtsmaterial richtet sich an Schüler:innen von 8 bis 14 Jahren und vermittelt die UN-Kinderrechtskonvention auf interaktive Weise. Es bietet Stundenpläne, Arbeitsblätter und Methoden, um Kinderrechte und ihren Zusammenhang mit den Globalen Entwicklungszielen zu verstehen, über Fortschritte und Herausforderungen zu diskutieren und eigene Ideen für eine kinderfreundliche Zukunft zu entwickeln. Konkret werden die Kinderrechte auf Beteiligung (Artikel 12), faire Behandlung (Artikel 2) Bildung (28) Leben und gesunde Entwicklung (Artikel 6 und Artikel 24) sowie das Recht auf Spiel und Freizeit (Artikel 31) vermittelt. Kreative Methoden fördern dabei Teilhabe, Reflexion und gemeinschaftliches Lernen im Unterricht.
Mehr erfahren: Die Kindheit von morgen gestalten: Für jedes Kind, jedes Recht
Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ
2025
In dem Bilderbuch wird mit Wimmelbildern und leicht verständlichen Texten erklärt, welche Rechte Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und ihre Familien laut dem Achten Sozialgesetzbuch (SGB VIII) haben. Auf 20 Doppelseiten tauchen die Leser:innen in Alltagssituationen wie Kita, Jugendamt, Betreuung durch eine Vormundin oder eine Demo für Kinderrechte ein. Das Bilderbuch wurde von jungen Menschen aus Selbstvertretungen entwickelt und aktiv mitgestaltet. Komplexes Sozialrecht wird in dem Buch verständlich und kindgerecht vermittelt, damit alle ihre Rechte kennen und wahrnehmen können.
Mehr erfahren: Das SGB VIII in Bildern
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
2024
Die Broschüre richtet sich an Fachkräfte der frühkindlichen Bildung. Partizipation ist der Schlüssel zur Demokratiebildung im frühesten Bildungsbereich: Anhand von Alltagssituationen in der Kita wird aufgezeigt, wie demokratische Prinzipien und Partizipation in der Raumgestaltung, in Essenssituationen und beim Wickeln umgesetzt werden können.
Mehr erfahren: Demokratiebildung mit den Jüngsten
Eike Rösch und Niels Brüggen
2025
In dem Fachbuch sind aktuelle, differenzierte Konzepte zur Gestaltung einer post-digital geprägten Kinder- und Jugendarbeit versammelt. Der Band bietet damit systematische Orientierung für die praktische Umsetzung in verschiedenen Handlungsfeldern. Dabei werden theoretische Grundlagen und praxisbezogene Methoden verknüpft. Ein zentrales Anliegen ist es, Digitalität so zu gestalten, dass Kinderrechte – insbesondere Aspekte wie Teilhabe, Selbstbestimmung und Lebensweltbezug – konsequent berücksichtigt werden. Das Buch liefert Impulse für die Weiterentwicklung auf individueller wie auf struktureller Ebene – und richtet sich damit an Fachkräfte, Institutionen und Entscheidungsträger:innen in der sozialen Arbeit und Jugendhilfe. Die Autor:innen Sünje Andresen und Stephan Dreyer widmen "Rolle und Funktionen der Kinderrechte in der postdigitalen Jugendarbeit" ein eigenes Kapitel. Das Praxishandbuch ist im Open Access verfügbar und kann über den Link in der externen Quelle kostenlos heruntergeladen werden.
Mehr erfahren: Praxishandbuch (Post-)Digitale Kinder- und Jugendarbeit
Aktionskomitee Kind im Krankenhaus (AKIK) Bundesverband e.V.
2022
In der EACH-Charta werden zehn grundlegende Rechte für Kinder im Krankenhaus beschrieben, darunter das Recht auf elterliche Nähe, kindgerechte Information, Beteiligung an Entscheidungen, Schutz vor unnötigen Eingriffen sowie eine altersgerechte Umgebung mit Spiel und Bildung. Die Erläuterungen konkretisieren diese Rechte und betonen die Bedeutung einer familienorientierten, respektvollen und kindgerechten medizinischen Betreuung. Hier ist die EACH-Charta in weiteren Sprachen zu finden.
Mehr erfahren: Die EACH Charta mit Erläuterungen
jugendgerecht.de – Arbeitsstelle Eigenständige Jugendpolitik
2018
In der Broschüre werden zentrale Erkenntnisse aus dem bundesweiten Projekt „Jugendgerechte Kommunen“ zusammengefasst, in dem 16 Kommunen bei der Entwicklung jugendorientierter Strategien begleitet wurden. 16 praxisnahe Gelingensbedingungen werden vorgestellt, die in vier Themenfelder gegliedert sind: grundlegende Voraussetzungen wie eine gemeinsame Haltung, Wissen über Jugend und ihre Lebenslagen, geeignete Strukturen und Ressourcen sowie Kooperation und Kommunikation zwischen allen Akteur:innen. In der Broschüre wird betont, dass Jugendgerechtigkeit nicht allein durch bauliche Maßnahmen erreicht wird, sondern durch eine engagierte, beteiligungsorientierte Haltung in Politik, Verwaltung und Jugendhilfe. Sie versteht sich als Impulsgeber für Kommunen jeder Größe, um Jugendinteressen systematisch und dauerhaft zu berücksichtigen.
Mehr erfahren: 16 Wege zu mehr Jugendgerechtigkeit. Gelingensbedingungen für jugendgerechte Kommunen
ZDF logo!
2025
In dem Video wird erklärt, was die Kinderkommission des Deutschen Bundestages ist. Die Kinderkommission wird auch Kiko genannt. Die KiKo setzt sich aus Abgeordneten verschiedener Fraktionen zusammen und hat die Aufgabe, die Interessen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen in der politischen Arbeit zu vertreten. Sie sorgt dafür, dass bei Gesetzen auch an Kinder und Jugendliche gedacht wird und ist Ansprechpartner:in für Verbände, Organisationen, Eltern und Kinder. Die Kommission spricht regelmäßig mit Kindern, um deren Meinungen und Wünsche zu hören. Kinder können sich zum Beispiel auch per Brief oder E-Mail an die KiKo wenden. Ein Beispiel für den Erfolg der KiKo ist das Verbot von großen Stoßstangen an Autos, da diese Kinder schwer verletzen können.
Mehr erfahren: Was die Kinderkommission im Bundestag ist – logo erklärt!
Deutsches Institut für Menschenrechte / Deutsches Kinderhilfswerk; CC BY-NC-ND 4.0
2024
In der Studie wird analysiert, wie gut deutsche Gerichte die Rechte von Kindern und Jugendlichen als Zeug:innen wahren. Sie zeigt große Unterschiede zwischen den Bundesländern und erhebliche Defizite: etwa beim Zugang zu kindgerechter Information, bei der Ausstattung von Vernehmungsräumen und bei der psychosozialen Prozessbegleitung. Die Autor:innen fordern bundesweite Mindeststandards, bessere Datenlage und gesetzliche Anpassungen, um das Strafverfahren kindgerechter zu gestalten.
Mehr erfahren: Kindgerechte Justiz in der strafgerichtlichen Praxis. Über die Rechte von Kindern und Jugendlichen als Zeug*innen
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest
2025
Seit 1999 untersucht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) regelmäßig, welche Rolle Medien im Alltag von 6- bis 13-jährigen Kindern spielen. Die KIM-Studie ist als langfristiges Forschungsprojekt konzipiert, um den kontinuierlichen Wandel der Medienlandschaft und die daraus resultierenden Veränderungen im Medienverhalten von Kindern nachvollziehen zu können. Für jede Erhebung werden etwa 1.200 Kinder in persönlichen Interviews befragt; ihre Erziehungsberechtigten nehmen ergänzend schriftlich teil.KIM-Studie 2024 Die KIM-Studie 2024 zeigt, dass Kinder zwischen 6 und 13 Jahren zunehmend digital unterwegs sind: Über die Hälfte ist täglich online, fast die Hälfte besitzt ein eigenes Smartphone. Streamingdienste wie Netflix haben klassische Fernsehsender als wichtigste Bewegtbildquelle abgelöst. Auch Social Media wird trotz Altersbeschränkungen häufiger genutzt, oft ohne elterliche Kontrolle. Dennoch bleibt das Lesen von Büchern stabil. Die Studie belegt einen klaren Trend zur frühen und intensiven digitalen Mediennutzung. Hier können KIM-Studien aus den vergangenen Jahren aufgerufen werden.
Mehr erfahren: KIM-Studie 2024. Kindheit, Internet, Medien© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.