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Soziale Bildung e. V.
2021
Das Modellprojekt wurde von 2020 bis 2024 in Rostock durchgeführt und zielte darauf ab, demokratiestärkende Bildungsarbeit im Hortalltag zu etablieren. In drei Modellhorten wurden wöchentliche, freiwillige Angebote für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren entwickelt, die Themen wie soziale Kompetenzen, Ausgrenzung, geschlechtliche Vielfalt, Flucht und Migration, Beteiligung, Armut sowie Adultismus behandelten. Diese Angebote waren freizeitpädagogisch und spielerisch gestaltet, um den Kindern eine aktive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen zu ermöglichen. Das Projekt reagierte auf die spezifischen Herausforderungen in peripheren Großwohnsiedlungen Rostocks, wie hohe Armutsquoten und soziale Segregation, und förderte durch partizipative Methoden die Teilhabe und das soziale Lernen der Kinder. Die wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts durch das Deutsche Jugendinstitut diente dazu, gemeinsam mit den Projektmitarbeitenden eine grafische Modellierung der Projektlogik im Handlungsfeld „Demokratieförderung“ zu entwickeln. Diese Modelle zeigen, wie Ziele, Zielgruppen, Aktivitäten sowie Rahmenbedingungen zusammenwirken. Die Fallstudie kann über diesen Link aufgerufen werden. Die erprobten Methoden und Reflexionen aus den Hortdialogen bilden die Grundlage für weitere Praxisprojekte, Materialien und Fortbildungen und geben bundesweit Impulse für eine demokratische, diskriminierungskritische Hortpädagogik.
Mehr erfahren: Modellprojekt: Hortdialoge & Beteiligung. Demokratiestärkende Bildungsarbeit im Hortalltag
Archiv der Jugendkulturen e.V.
1998
Das Archiv der Jugendkulturen sammelt, erforscht und vermittelt seit 1998 Zeugnisse aus Jugend-, Pop- und Subkulturen. Die Sammlung umfasst vielfältige Materialien wie Flyer, Plakate, Audios, Videos, Buttons, Sticker, Textilien sowie Nachlässe und Spezialsammlungen. Die Bibliothek beherbergt etwa 8.000 Bücher zu jugend-, pop- und subkulturellen Themen sowie zehntausende Zeitschriften und Fanzines aus aller Welt. Darüber hinaus informiert die Website über aktuelle Projekte, Ausstellungen, Veranstaltungen und bietet Zugang zu Publikationen wie dem "Journal der Jugendkulturen". Das Archiv versteht sich als Informations- und Kompetenzzentrum für Jugendkulturen und fördert eine kritische Auseinandersetzung mit jugendlichen Lebenswelten.
Mehr erfahren: Archiv der Jugendkulturen
Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.
2025
In der Analyse wird untersucht, inwieweit die UN-Kinderrechtskonvention im deutschen Schulsystem verankert ist und welche Herausforderungen sowie Handlungsmöglichkeiten sich daraus ergeben. Obwohl Deutschland die Konvention bereits 1992 ratifiziert hat, ist ihre Umsetzung im schulischen Alltag oft unzureichend. Insbesondere die Förder- und Beteiligungsrechte von Kindern werden gesellschaftlich weniger beachtet als ihre Schutzrechte. Dies wird durch aktuelle Krisen wie die COVID-19-Pandemie und soziale Ungleichheiten verstärkt, wodurch Kinder politisch und gesellschaftlich häufig übersehen werden. Die Autoren analysieren zentrale Artikel wie die Rechte auf Schutz, Förderung und Beteiligung im Hinblick auf ihre schulische Relevanz. Die Studie plädiert für eine konsequente Integration der Kinderrechte in alle Bereiche des schulischen Lebens. Dies erfordert ein Umdenken in Bildungspolitik, Schuladministration und pädagogischer Praxis, um kindgerechte und partizipative Lernumgebungen zu schaffen.
Mehr erfahren: Kinderrechte als Grundlage für Schule und Unterricht
kindergarten heute
2015
Kinder haben ein Recht auf Beteiligung. Durch partizipative Erziehungsstile können Selbstvertrauen, Konfliktfähigkeit und viele weitere soziale Kompetenzen gefördert werden. Gleichzeitig erwerben die Kinder ein Demokratieverständnis und lernen, ihre Wünsche und Interessen zu vertreten und auf faire Weise auszuhandeln. Hierfür brauchen Kinder Beteiligungsformen, die ihrem Entwicklungsstand entsprechen, und eine Begleitung durch Erwachsene. Die aktualisierte Neuausgabe dieses Sonderheftes widmet sich noch stärker dem Thema „Partizipation in der Krippe“ und zeigt , wie es gelingen kann, in alltäglichen, überschaubaren und entwicklungsangemessenen Schritten gemeinsam mit den Kindern eine Beteiligungskultur zu entwickeln.
Mehr erfahren: Partizipation in Kita und Krippe. praxis kompakt
Deutsches Institut für Menschenrechte e. V.
2011
Die Website ist ein interaktives Online-Handbuch, das sich mit der Geschichte, den Rechten und der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Basierend auf der UN-Behindertenrechtskonvention, die seit 2009 in Deutschland gilt, vermittelt die Plattform ein umfassendes Verständnis von Inklusion als Menschenrecht. Sie bietet eine Zeitleiste von der Antike bis zur Gegenwart, ergänzt durch pädagogische Materialien wie Rollenspiele, Biografien und Gesetzestexte. Ziel ist es, insbesondere im schulischen und außerschulischen Bildungsbereich, das Bewusstsein für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu schärfen und zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema Inklusion anzuregen.
Mehr erfahren: Online-Handbuch: Inklusion als Menschenrecht
Sebastian Schweitzer
2023
The handbook is a practical guide designed to help youth workers, NGOs, and educators organise educational youth activities more sustainably. Developed through extensive research, interviews, and a dedicated training course, the handbook addresses seven key areas: project planning, travel, venue selection, food, materials, communication and collaboration with partners, and office practices. Each chapter offers best practices, actionable tips, and tools to reduce environmental impact, such as promoting green travel, sourcing local and vegetarian food, minimising waste, and fostering eco-conscious partnerships.
Mehr erfahren: ECOrasmus: Green your youth project! A handbook
Bayerischer Rundfunk
2024
Der Podcast zeichnet die historische Entwicklung der Kinderrechte nach. Es wird darauf eingegangen, wie Kinderrechte, die heute als selbstverständlich gelten – wie das Recht auf Bildung, Schutz vor Gewalt und das Recht auf Spiel – im Laufe der Geschichte erkämpft wurden. Besonderes Augenmerk liegt auf der Einschränkung der Kinderarbeit im 19. Jahrhundert und der Verankerung des Rechts auf Bildung. Im Jahr 1989 wird die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet, ein Meilenstein in der Anerkennung und dem Schutz der Rechte von Kindern weltweit. Diese Konvention legt fest, dass Kinder eigenständige Träger:innen von Rechten sind und betont die Bedeutung ihrer Beteiligung an gesellschaftlichen Prozessen.
Mehr erfahren: Kinder haben Rechte – Die Geschichte der Kinderrechte
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
2025
Der Nationale Aktionsplan „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“, initiiert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, zielt darauf ab, benachteiligten Kindern und Jugendlichen bis 2030 bessere Zugänge zu Betreuung, Bildung, Gesundheit, Ernährung und Wohnraum zu ermöglichen. Angesichts der Tatsache, dass etwa ein Fünftel der jungen Menschen in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht ist, setzt der Plan auf koordinierte Maßnahmen aller staatlichen Ebenen sowie die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft. Ein zentrales Element ist die aktive Beteiligung der betroffenen Kinder und Jugendlichen, um sicherzustellen, dass ihre Perspektiven in die Umsetzung einfließen. Der Aktionsplan wurde im Juli 2023 beschlossen und setzt die Ratsempfehlung zur Kindergarantie der Europäischen Union um. Das Video kann mit Untertiteln in deutscher Sprache angesehen werden.
Mehr erfahren: Erklärfilm: Was ist der Nationale Aktionsplan „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“?
Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB) und Deutscher Bundesjugendring e. V. (DBJR)
2024
Die Handreichung richtet sich an Jugendverbände, Bildungsstätten und andere Träger der außerschulischen politischen Bildung. Sie klärt darüber auf, dass das parteipolitische Neutralitätsgebot ausschließlich für staatliche Organe gilt und nicht auf freie Träger übertragbar ist. Die fälschliche Anwendung dieses Gebots auf zivilgesellschaftliche Akteure wird häufig von rechten Gruppen instrumentalisiert, um deren Arbeit zu behindern und sie in ihrer demokratischen Bildungsarbeit zu verunsichern. Die Handreichung betont, dass freie Träger das Recht haben, sich klar gegen rassistische und rechtsextreme Positionen zu positionieren, ohne dabei gegen gesetzliche Vorgaben zu verstoßen. Zudem wird erläutert, dass der Beutelsbacher Konsens – insbesondere das Kontroversitätsgebot und das Überwältigungsverbot – nicht als Argument gegen eine kritische Auseinandersetzung mit antidemokratischen Strömungen missverstanden werden darf. Vielmehr sollen politische Bildungsangebote junge Menschen zur aktiven, wertebasierten Teilhabe in einer pluralistischen Demokratie befähigen.
Mehr erfahren: Mythos Neutralitätsgebot. Eine Handreichung
Anderes Sehen e.V.
2013
Die Website stellt Museen in Deutschland vor, die blinden und sehbehinderten Menschen barrierefreie und inklusive Ausstellungserlebnisse ermöglichen, ohne dass eine Voranmeldung erforderlich ist. Diese Museen setzen auf taktile Leitsysteme, tastbare Exponate und spezielle Führungen, um einen selbstständigen und gleichberechtigten Zugang zu kulturellen Angeboten zu gewährleisten. Ein Beispiel ist das Museum am Dom in Würzburg, das Rundgänge für blinde und sehbeeinträchtigte Besucher:innen anbietet, die gemeinsam mit Betroffenen konzipiert wurden. Solche Initiativen fördern die Chancengleichheit und zeigen, wie Museen durch inklusive Gestaltung allen Besucher:innen ein bereicherndes Erlebnis bieten können.
Mehr erfahren: Museen mit einem Angebot für alle: Inklusive Ausstellungen© 2026 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.