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Deutsches Institut für Menschenrechte und Terre des Hommes Deutschland e. V.; Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
2026
In dem Diskussionspapier wird das Phänomen des „Family-Influencing“ untersucht, bei dem Kinder regelmäßig in kommerziellen Social-Media-Inhalten ihrer Eltern auftreten. Das Papier ist als Orientierung für politische und rechtliche Handlungsoptionen gedacht, um Gefährdungen und Ausbeutungen von Kindern und Jugendlichen durch Family-Influencing gemäß aktueller Rechtslage und möglichen Anpassungen abzuschätzen. Aus kinderrechtlicher Perspektive werden Risiken wie die Verletzung von Privat- und Intimsphäre, die kommerzielle Ausbeutung von Kindern sowie mögliche Beeinträchtigungen ihrer psychischen Entwicklung hervorgehoben. Die Autor:innen entwickeln deshalb vier Reformmodelle für das Jugendarbeitsschutzgesetz – von einer behutsamen Anpassung bis hin zu eigenständigen Regelungen für Family-Influencing –, um Kinderrechte im digitalen Raum besser zu schützen und rechtliche Schutzlücken zu schließen.
Mehr erfahren: Family-Influencing und kinderrechtsbasierte Reformbedarfe im Jugendarbeitsschutzgesetz
Verlag Herder
2026
In dem Buch geht es darum, wie Erwachsene im Kita-Alltag oft unbewusst Macht über Kinder ausüben und deren Bedürfnisse, Perspektiven oder Mitbestimmungsrechte übergehen. Die Autor:innen erläutern das Konzept des Adultismus – also die Benachteiligung von Kindern aufgrund ihres Alters – und helfen pädagogischen Fachkräften dabei, solche Muster im eigenen Handeln zu erkennen. Mithilfe von Reflexionsinstrumenten, Praxisbeispielen und konkreten Methoden soll eine kinderrechtsorientierte Haltung gefördert werden, die echte Partizipation ermöglicht und Kinder als Akteur:innen ernst nimmt. Ziel ist es, eine respektvolle Kita-Kultur zu entwickeln, in der Machtverhältnisse kritisch hinterfragt und Kinderrechte aktiv gelebt werden.
Mehr erfahren: Adultismus im Kita-Alltag. Über Macht, Kinderrechte und echte Partizipation
Hessisches Ministerium für Jugend
2026
Das Buch „SCROOOLL. Check lieber deine Rechte im Netz.“ richtet sich an Kinder und Jugendliche und greift zentrale Themen ihres digitalen Alltags auf – von Social Media, Tracking und KI bis zu Cybermobbing, Cybergrooming, Hate Speech und Fake News. Es vermittelt Wissen in klarer Sprache, stärkt Medienkompetenz und zeigt, wie Kinderrechte auch im digitalen Raum schützen, orientieren und zur selbstbestimmten Nutzung befähigen.
Mehr erfahren: SCROOOOOLL- Check lieber deine Rechte im Netz
Förderverein der Gehörlosen/Hörbehinderten e. V.
2025
Auf der Website sind Informationen über die UN-Kinderrechte in Deutscher Gebärdensprache zu finden. Die Kinderrechte, die UN-Kinderrechtskonvention und ihre Grundprinzipien sowie die einzelnen Kinderrechte werden verständlich in Deutscher Gebärdensprache (DGS) erklärt. Die Erklärungen der Artikel der UN-Kinderrechtskonvention in DGS sind teilwiese in Kooperation mit Schüler:innen der Elbschule in Hamburg entstanden. Auf der Website finden sich weiterhin Materialien und Spiele. Gehörlose und Kinder sowie junge Menschen mit Hörbeeinträchtigungen können sich auf der Website über die Kinderrechte informieren.
Mehr erfahren: Kinderrechte in Deutscher Gebärdensprache (DGS)
JUUUPORT e.V.
2024
Der Podcast richtet sich an Jugendliche und behandelt aktuelle Themen rund um das Internet und soziale Medien. In den Folgen sprechen junge Scouts von Juuuport e.V. und Medienpädagog:innen über Probleme wie Cybermobbing, Fake News, Sextortion, Mediensucht, Scams, Gaming oder den Einfluss von Social Media und KI auf den Alltag. Ziel des Podcasts ist es, junge Menschen über Risiken im Netz aufzuklären, praktische Tipps für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien zu geben und Betroffenen zu zeigen, wo sie Hilfe finden können.
Mehr erfahren: JUUUCAST – Erste Hilfe bei Problemen im Netz
Verlag an der Ruhr
2025
Die Autrin zeigt in dem Buch, wie Erwachsene im Kita-Alltag oft unbewusst Macht über Kinder ausüben und deren Bedürfnisse oder Perspektiven übergehen. Der Begriff „Adultismus“ wird anhand typischer Situationen aus Krippe und Kindergarten erklärt und regt pädagogische Fachkräfte dazu an, ihr eigenes Verhalten kritisch zu reflektieren. Im Fokus stehen ein respektvoller, gleichwürdiger Umgang mit Kindern und Themen wie Partizipation, Grenzen, Lob, Strafen und Kinderrechte. Das Buch bietet praxisnahe Anregungen, um eine wertschätzende und diskriminierungssensible Pädagogik in der Kita zu fördern.
Mehr erfahren: Adultismus in der Kita. Strukturen reflektieren & Gleichwürdigkeit anstreben
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
2024
Die Broschüre bietet Fachkräften des frühkindlichen Bildungsbereichs eine erste Grundlage für das gemeinsame Lernen und Leben von Kinderrechten im Kita-Alltag. Sie enthält Ideen zur Umsetzung der Kinderrechte in der Kita, Einstiegswissen zu den Kinderrechten sowie die UN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut inklusive Fallbeispiele.
Mehr erfahren: Kinderrechte in der Kita – Einstiegswissen für Fachkräfte des frühkindlichen Bildungsbereichs
Katholisches Netzwerk Kinderschutz im Erzbistum Berlin
2014
Der Kurzfilm zeigt aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen verschiedene Alltagssituationen, in denen Nähe, Distanz und persönliche Grenzen eine Rolle spielen. Dabei wird deutlich, wie Kinder Grenzverletzungen emotional wahrnehmen („Das merk ich am Herz“) und wie wichtig es ist, ihre Gefühle ernst zu nehmen. Der Film sensibilisiert dafür, dass nicht jede Handlung für alle gleich angenehm ist, und macht deutlich, dass Kinder ein Recht auf körperliche und emotionale Selbstbestimmung haben. Ziel ist es, Gesprächsanlässe zu schaffen und Kinder sowie Erwachsene dafür zu stärken, Grenzen wahrzunehmen, zu benennen und zu respektieren.
Mehr erfahren: … das merk ich am Herz!
Miteinander ankern e.V.
2019
In der Zeitschrift #4: Kinderrechte aus dem kohero Magazin (vormals: Flüchtling) werden Kinderrechte aus der Perspektive von Kindern und jungen Menschen mit Fluchterfahrungen erklärt. Es wird zum Beispiel auf Rechte wie das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung, den Schutz vor Gewalt und Ausbeutung sowie besonderen Schutz für Kinder auf der Flucht oder im Krieg eingegangen. Hervorgehoben wird auch, dass die Kinderrechte für alle Kinder gelten, unabhängig von ihrer Herkunft oder Situation. In dem Heft werden Beispiele sowohl für die weltweite Umsetzung der Kinderrechte aber auch Herausforderungen für ihre Verwirklichung gegeben.
Mehr erfahren: Kinder haben Rechte. Perspektiven von geflüchteten Kindern auf ihre Rechte I kohero – Magazin für multikulturellen Austausch
Florian Höhne, Konstantin Lindner, Manfred L. Pirner, Lizenz: CC-BY-SA 4.0
2026
In dem Fachartikel wird das Phänomen des Kidfluencings im Spannungsfeld zwischen Teilhabe und Schutzrechten betrachtet. Ausgehend von der UN-Kinderrechtskonvention argumentieren die Autor:innen, dass Kidfluencing zwar Potenziale für Selbstverwirklichung, Partizipation und Kompetenzerwerb bietet, zugleich jedoch erhebliche Risiken birgt: Insbesondere werden Verletzungen der Privatsphäre, wirtschaftliche Ausbeutung, unklare Arbeitsverhältnisse sowie Belastungen für Entwicklung und Wohlbefinden problematisiert. Kinder handeln häufig nicht vollständig autonom, sondern unter Einfluss oder Kontrolle von Eltern und kommerziellen Interessen, wodurch ihre Rechte auf Schutz und freie Entfaltung gefährdet sein können. Insgesamt kommt der Beitrag zu dem Schluss, dass Kidfluencing in einer rechtlichen Grauzone liegt und stärkere Regulierung sowie eine konsequente Orientierung am Kindeswohl erforderlich sind, um Rechteverletzungen zu vermeiden.Der Fachartikel sowie der gesamte Band Digitalitätsethische Souveränität. Theologische und religionsdidaktische Perspektiven auf Influencer:innen sind als PDF kostenfrei verfügbar. Der vorgestellte Artikel kann auf den Seiten 135 – 150 nachgelesen werden.
Mehr erfahren: Kidfluencing aus kinderrechtlicher Perspektive: Selbstverwirklichung oder Rechtsverletzung?© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.