
Unicef Deutschland
2026
In dem Video besucht der bekannte Moderator Tobias Krell eine Kinderrechteschule und erlebt, wie Kinderrechte im Schulalltag gelebt und umgesetzt werden. Schüler:innen und Lehrkräfte erklären Tobi, dass Kinder an ihrer Schule nicht nur lernen, was Kinderrechte sind, sondern aktiv Mitbestimmung und Beteiligung erleben – zum Beispiel in Klassenräten, in der Schülervertretung und in Projekten wie der Kinderrechte‑AG. Eine kinderrechtsorientierte Haltung verändert den Schulalltag, stärkt Beziehungen stärkt und fördert die Teilhabe von Kindern an Entscheidungen, ohne die notwendigen Regeln und Grenzen zu vernachlässigen.
Mehr erfahren: Was ist eine Kinderrechteschule? Unicef Erklärvideo mit Tobias Krell
Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung e.V. (nifbe)
2026
Der Artikel beschreibt die kollegiale Fallberatung als strukturierte, praxisnahe Methode der gegenseitigen Beratung unter Fachkräften, bei der herausfordernde Fragestellungen in einer Gruppe systematisch reflektiert und lösungsorientiert bearbeitet werden. Neben Kollegialer Fallberatung werden Begriffe wie Kollegiale Beratung, Kollegiale Supervision, Kollegiale Fallsupervision, Fallbesprechung oder Intervision synonym verwendet. Zentrales Merkmal ist ein klarer, moderierter Ablauf in mehreren Phasen (z. B. Fallvorstellung, Perspektivwechsel, Hypothesenbildung und Entwicklung von Lösungen), der die Nutzung unterschiedlicher Erfahrungen und Sichtweisen ermöglicht. Ziel ist es, durch den Austausch auf Augenhöhe ein tieferes Fallverständnis sowie neue Handlungsoptionen zu entwickeln. Die Ergebnisse zeigen, dass die Methode sowohl die individuelle Handlungskompetenz und Reflexionsfähigkeit stärkt als auch zur Professionalisierung, Teamkultur und Organisationsentwicklung beiträgt, vorausgesetzt, es bestehen geeignete Rahmenbedingungen wie Vertrauen, Verbindlichkeit und klare Rollenstrukturen.
Mehr erfahren: Kollegiale Fallberatung – eine Methode mit Potenzial
Forum Kinder- und Jugendsport
2025
Im Herbst 2024 werden Kinderrechte erstmals explizit in der Jugendordnung der Deutschen Sportjugend (DSJ) benannt und ergänzt den Grundsatz- und Wertekanon. Die Autorin des Fachartikels zeigt, dass Sport ein zentraler Lebensbereich von Kindern und jungen Menschen ist, in dem ihre Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe aktiv umgesetzt werden müssen. Dabei wird betont, dass Kinder im Sport nicht nur teilnehmen, sondern als eigenständige Rechtsträger:innen ernst genommen werden sollen – mit Anspruch auf Mitbestimmung, gewaltfreie Umgebungen und gleiche Teilhabechancen. Gleichzeitig wird deutlich gemacht, dass es in der Praxis noch Defizite gibt, etwa bei Beteiligungsstrukturen, beim Kinderschutz oder beim Abbau von Zugangshürden. Kinderrechte sollten in der Sportpraxis mit jungen Menschen als Maßstab verankert und nicht nur formal anerkannt, sondern systematisch im sportlichen Alltag gelebt werden.Der Artikel ist erschienen in: Forum Kind Jugend Sport 6, S. 3–6 (2025).
Mehr erfahren: Kinderrechte im Sport
Deutsche Sportjugend (dsj) im DOSB e.V.
2025
Das Poster vermittelt Kinderrechte, die beim Sport – aber auch darüber hinaus – wichtig sind, auf kindgerechte und anschauliche Weise. Im Mittelpunkt steht, dass Kinder ein Recht auf Schutz, Förderung und Mitbestimmung haben. Dazu gehören zum Beispiel das Recht auf Bildung, Gesundheit, Spiel und Freizeit sowie darauf, die eigene Meinung frei zu äußern und ernst genommen zu werden. Gleichzeitig wird betont, dass Kinder vor Gewalt, Ausbeutung und Diskriminierung geschützt werden müssen. Auf der Themenseite Kinderrechte der Deutschen Sportjugend ist das Poster digitalisert zu finden – hier können einzelne Rechte angeklickt und Erklärungen dazu durchgelesen werden.
Mehr erfahren: Kinderrechte im Sport
Save the Children Deutschland e.V.
2025
Rechte, die zusammenhängen wie ein Puzzle: Das Kinderrechte-Poster soll veranschaulichen, wie alle Kinderrechte der UN-Kinderrechtskonvention ineinandergreifen und nur gemeinsam das Wohl und die gesunde Entwicklung von Kindern sicherstellen können. Das Poster kann bis zu einem Format von A2 heruntergeladen und ausgedruckt werden. Es eignet sich zur Sichtbarmachung der Kinderrechte im Klassenzimmer, im Jugendclub oder in anderen Bildungseinrichtungen und kann als Anlass genutzt werden, um mit jungen Menschen über ihre Rechte ins Gespräch zu kommen.
Mehr erfahren: Kinderrechte-Poster
Designing for Children’s Rights (D4CR), Lizenz: CC BY-SA 4.0
2026
In dem Design Guide werden zehn Prinzipien formuliert, wie Produkte und Services konsequent an den Rechten und Bedürfnissen von Kindern ausgerichtet werden können. Sie sind in drei Bereiche gegliedert: Inklusion, Spiel & Lernen und Sicherheit & Nachhaltigkeit. Ergänzend bietet die Website zu jedem Prinzip weiterführende Ressourcen, Methoden und Praxisbeispiele, die Designer:innen helfen sollen, diese Leitlinien konkret in Projekten umzusetzen und Kinderrechte systematisch in Design- und Geschäftsentscheidungen zu integrieren.
Mehr erfahren: Designing for Children’s Rights Guide
Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ)
2023
In der Expertise wird untersucht, wie theaterpädagogische Projekte einen Beitrag zu Globalem Lernen, entwicklungspolitischer Bildungsarbeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) leisten können. Die Ergebnisse zeigen, dass Globales Lernen in der Theaterpädagogik auf vielfältige Weise umgesetzt wird – teils bewusst und theoretisch reflektiert, teils intuitiv und praxisorientiert. Befragt wurden Akteur:innen aus der Theaterpädagogik, die über Formate, Methoden und Rahmenbedingungen berichteten. Besonders hervorgehoben wird das Potenzial von Theater, globale Zusammenhänge erfahrbar zu machen, kritische Reflexion anzuregen und so zu einer gerechteren Welt beizutragen. Gleichzeitig werden Herausforderungen und Grenzen einer vertieften Auseinandersetzung aufgezeigt. Die Publikation bietet konkrete Empfehlungen für die Praxis und unterstreicht die Bedeutung von Vernetzung, Austausch und der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen, um die Schnittstellen von Theaterpädagogik, Kultureller Bildung und Globalem Lernen weiter zu stärken.
Mehr erfahren: Theaterpädagogik und Globales Lernen – Ergebnisse einer Umfrage zu Inhalten und Formaten in der Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen
Kindernothilfe e.V.
2024
Der Advocacy-Leitfaden der Kindernothilfe bietet eine praktische Anleitung, wie sich junge Menschen, Organisationen und Einzelpersonen in 10 Schritten für die Verwirklichung von Kinderrechten einsetzen können. Im Mittelpunkt stehen die vier Säulen der Advocacy-Arbeit: der Schutz vor Gewalt, die Förderung von Teilhabe und Bildung sowie der Kampf gegen Ausbeutung, insbesondere Kinderarbeit. Das Ziel der Advocacy-Arbeit ist es, politische, wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Kinderrechte weltweit durchgesetzt und eingehalten werden. Dazu gehören der direkte Dialog mit Entscheidungsträger:innen, die Einbindung von Kindern in politische Prozesse, die Zusammenarbeit in Bündnissen und Netzwerken sowie die Nutzung von Daten und Fakten, um konkrete Verbesserungen für Kinder zu erreichen. Anhand von Bündnissen und Initiativen von Kindern weltweit wird gezeigt, wie vor Ort Veränderungen im Sinne der Kinderrechte angestoßen werden können.Der Advocacy-Leifaden kann kostenfrei auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Portugiesisch heruntergeladen werden.
Mehr erfahren: Dein Advocacy-Leitfaden voller Ideen und Erfahrungen von Kindern aus der ganzen Welt!
International Telecommunication Union (ITU)
2025
In diesem gemeinsamen Statement fordern die Unterzeichner:innen alle Staaten, UN-Organisationen, Unternehmen, die Zivilgesellschaft und weitere Akteur:innen auf, Künstliche Intelligenz (KI) so zu gestalten, zu entwickeln, einzusetzen und zu regulieren, dass die Rechte von Kindern geachtet, geschützt und gefördert werden. Dabei wird betont, dass Kinder als eigenständige Rechtsträger besondere Aufmerksamkeit verdienen, da ihre körperliche, soziale, emotionale und kognitive Entwicklung sie besonders verletzlich macht.Das Statement verweist auf die Chancen, die KI für die Verwirklichung von Kinderrechten bietet, warnt aber auch vor Risiken – sowohl bei direkter Interaktion von Kindern mit KI-Systemen als auch durch indirekte Auswirkungen. Es fehle oft an altersgerechter KI-Kompetenz, an Schulungen für alle Beteiligten und an kindzentrierten Designansätzen. Die Unterzeichner:innen rufen dazu auf, KI-Systeme transparent, verantwortungsvoll und unter Einbindung von Kindern selbst zu gestalten. Konkrete Empfehlungen umfassen unter anderem den Schutz vor Gewalt und Ausbeutung durch KI, Datenschutz, die Berücksichtigung des Kindeswohls, die Vermeidung von Diskriminierung, die Förderung von Teilhabe sowie die Stärkung von Bildung und Aufklärung über KI.Ziel ist es, KI so zu nutzen, dass durch sie die Rechte und das Wohl aller Kinder weltweit gefördert und sie gleichzeitig vor Missbrauch geschützt werden.
Mehr erfahren: Joint Statement on Artificial Intelligence and the Rights of the Child
Philip Meade, Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
2025
Die Methode des Forumtheaters kommt ursprünglich von dem Theater der Unterdrückten nach Augusto Boal. Hier wurde sie auf den Kontext der Kinderrechte angepasst, um junge Menschen ab etwa 8 Jahren zu stärken, eigene Interessen und Kinderrechte zu erkennen und sich dafür einzusetzen. Dabei entwickeln Gruppen zuerst kurze Konfliktszenen, in denen Kinderrechte verletzt werden. Diese Szenen werden vor Publikum gespielt, das eingeladen ist, selbst aktiv einzugreifen, Ideen zur Veränderung vorzuschlagen oder sogar selbst Rollen zu übernehmen, um alternative Handlungen auszuprobieren. So erleben Teilnehmende verschiedene Perspektiven, erproben Lösungsstrategien und reflektieren gemeinsam darüber, wie reale Situationen anders gestaltet werden können – und was dies für die Umsetzung von Kinderrechten heißt.Quellen: Augusto Boal (1989) : Theater der Unterdrückten. Frankfurt a. M.: Suhrkamp; und Friderike Wilckens (2011): Forumtheater. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. Online: https://www.bpb.de/lernen/kulturelle-bildung/60265/forumtheater.
Mehr erfahren: Methode: Forumtheater mit Kinderrechten© 2025 National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.